okay, gebt mir nonbinary Fred. Gebt mir nonbinary Fred inmitten von einem Haufen von gnc und trans Freund*innen, der trotzdem bis Mitte/Ende 20 braucht, um zu checken, was Sache ist. Gebt mir Fred, die Steve bei ihrem Coming Out hilft und sich seltsam verbunden damit fühlt, aber denkt "nein, ich bin keine Frau und will auch keine sein, das kann es also nicht sein, was mit mir los ist". Gebt mir Fred, das zwischen Willi und Sprotte und Wilma und deren Gender Non-Konformität hin- und herschaut und denkt "Ja, okay, das bin vielleicht ich. Ich kann ein Mann sein, der Röcke mag und Klischees scheiße findet und der es nicht schlimm findet, wenn andere ihn für unmännlich halten." Gebt mir Fred mit Freudentränen, wenn es endlich Klick macht. Aber auch mit Tränen voller Erschöpfung, weil all diese Jahre?! Die es gedauert hat, um an diesem Punkt zu kommen, um endlich zu verstehen, was los ist? Jahre von endlosem Sich-Hinterfragen, von der Angst geprägt, nirgendwo so richtig anzukommen oder hinzugehören?? Das war SO. anstrengend. Und Fred ist müde. Aber endlich angekommen.
Und dann sind da die offenen Arme von Steve, von Willi und von Wilma und Sprotte, und von allen anderen, die sich für Fred mitfreuen, die da sind, die unterstützen und bestärken und validieren. Gebt mir das, und ich werde für immer weinen und euch lieben