Da wir gestern beim Traumprinzen waren, dachte ich mir, ich mal auf edukativ (ich bin sicher das Wort gibt es) und bringe mal was aus den Anfängen von Trance und Tribal. Oder zumindest woraus es mal entstand. Dieses Stücken Bildung wird serviert von Jam & Spoon. Ein Teil davon, Mark Spoon, ist leider heute nicht mehr unter den Lebenden, da er das Leben des jetsettenden Party-DJs so auslebte, dass jedes Klischee auf ihn herauf blickte. Ich bin sicher, halb Kolumbien trägt heute noch schwarz. Rest in Peace, Mark! Dafür ist deine Musik unvergessen. Habe ich damals auf einer Kompilation entdeckt und war fasziniert. “Follow Me” war sogar gerade mal eine B-Seite. Rückblickend kann der Track als stilweisend für Trance betrachtet werden, bevor diese Richtung elektronischer Musik dann irgendwann hart in den Kitsch abdriftete. Über zwei Minuten baut das Stück hier schon mal eine schöne sphärische Atmosphäre auf, ehe der schnelle Beat immer präsenter wird. Ja, damals waren die Stücke schon recht schnell. Wer abnehmen will, dem empfehle ich das komplette D-Trance-Compendium als Lauf-Soundtrack. Ich mag auch sehr dieses metallische Geräusch, was den Rhythmus des Beats weiter nach vorne puscht. Die aufkommenden Fanfaren wirken zunächst bedrohlich, um dann auf einmal total ihre Intonation zu wechseln. Zusammen mit den Flächen schaffen sie einen Raum des Glücks und der Zufriedenheit. Hier manifestiert sich der schamanische Moment, von dem diese Musik noch Jahre zehren wird in einem Augenblick. Und wie es so ist, am Anfang war es immer noch am besten.