Rik Bourguignon (1902–2001) war ein belgischer Maler des 20. Jahrhunderts, der vor allem durch seine Seestücke und durch Landschaftsbilder und Stillleben bekannt wurde. Sein Werk ist der akademisch geprägten, figurativen Maltradition zuzuordnen und steht im Gegensatz zu den avantgardistischen Strömungen seiner Zeit.
Bourguignon erhielt eine umfassende künstlerische Ausbildung in mehreren europäischen Kunstzentren, darunter Antwerpen, Brüssel, Paris und Bremen. Während dieser Ausbildungsphase stand er unter dem Einfluss etablierter Künstler wie Jean Delville und Alfred Bastien, was seine Verwurzelung in der akademischen Malerei zusätzlich festigte.
Ab 1934 lebte und arbeitete er in Machelen und später in Diegem bei Brüssel. Neben seiner Tätigkeit als freischaffender Künstler war er auch in der Kunstvermittlung aktiv und übernahm eine leitende Funktion als Direktor des Institut Supérieur de Peinture Vanderkelen in Brüssel. Diese Position unterstreicht seine Einbindung in die institutionellen Strukturen der belgischen Kunstszene.
Im Zentrum seines malerischen Œuvres stehen insbesondere maritime Darstellungen, die sich durch ruhige Kompositionen, differenzierte Lichtführung und eine naturalistische Farbgebung auszeichnen. Seine Arbeiten zeigen häufig Küstenlandschaften und Meeresansichten unter wechselnden atmosphärischen Bedingungen. Stilistisch blieb Bourguignon zeitlebens der gegenständlichen Darstellung verpflichtet.