Der Legende nach verliebte sich einst eine Trollin aus den Bergen in einen hübschen und schön anzusehenden Junggesellen aus der Stadt. Sie selbst war Heidin, er war Christ. Da Christen schon immer an die Unsterblichkeit der Seele glaubten, wollte sie ihn natürlich auch deshalb heiraten. Weil sie die Hoffnung hatte durch eine Heirat ebenfalls eine unsterbliche Seele zu erhalten, denn sie fürchtete sich vor dem Tod und davor, dass nach ihrem Glauben danach alles zu Ende war. Sie wollte nach ihrem Tod nicht einfach ins Nichts verschwinden.
Sie machte ihm viele Versprechungen, wenn er sie nur heiratete:
Sie versprach ihm „zwölf prächtige (wilde) Rösser“, die noch nie einen Sattel gesehen hatten, wenn er nur „Ja“ sagte.
Sie versprach ihm Mühlen, deren Mahlsteine aus dem rotesten Kupfer gefertigt und deren Räder mit Silber beschlagen waren, wenn er nur „Ja“ sagte.
Auch ein „goldenes“ Schwert wollte sie ihm schenken, welches, wenn er es in einer Schlacht führte, ihm stets zum Sieg verhelfen solle.
Ebenfalls seins sollte sein ein nahtloses Hemd, welches aus der „weißesten Seide“ gewirkt wurde, wenn er denn nur „Ja“ sagte.
All diese Geschenke sollten seine sein, wenn er bereit war ihren Antrag anzunehmen und die Trollen zu heiraten, die ihn so sehr liebte, dass sie sogar ihre Götter und ihr Leben für ihn aufgeben wollte. Für ihn und eine unsterbliche Seele, sodass sie nach ihrem Tod im Paradies mit iohrem geliebten weiterleben durfte.
Aber er lehnte ab. Niemals würde er eine Trollin heiraten! Sie sei eine Heidin, von „teuflischem Blut“ und teuflischer Brut gezeugt entgegnete er. Danach drehte er sich um und ging einfach.
Die Trollin in ihrer Verzweiflung weinte laut und jammerte: „Hätte ich diesen schönen Junggesellen bekommen, wäre ich von meiner Qual befreit gewesen.“
https://youtu.be/z2kc570KwUs