3 Mal Teesy ist kein Mal zu viel !
1. Fm4 Geburtstagsfest, Wien, Ottakringerbrauerei
ZunĂ€chst möchte ich vorwegnehmen, dass es sich hierbei um ein -Fest- und kein reines -Konzert- handelte. Das ganze war also mit erhöhtem Alkoholkonsum verbunden, der meine Erinnerung an Setlist und technische Aspekte vielleicht ein bisschen trĂŒbt, aber niemals mein GefĂŒhl !!
Teesy war, unter anderem mit LOT, SAM und dem Angst&Schrecken Soundsystem, eingeladen dem Publikum einzuheizen, um den 20. Geburtstag von FM4 gebĂŒhrend zu zelebrieren. Ich sag mal so: Es brannte ordentlich. Mein persönliches Highlight war wohl âSturmgewehrâ, da Kaas plötzlich auf die BĂŒhne sprang und seinen Part selbst ĂŒbernahm. Teesy und seine Band haben also bewiesen: Wir können feiern!
2. MĂŒnchen, Feierwerk/Hansa 39
AUSVERKAUFT! Whaaat? Zugegeben, das ist ein ziemliches Fremdwort fĂŒr jemanden, der mit mĂ€Ăig besuchten Konzerten in Salzburg groĂgeworden ist. Wie das Schicksal es wollte, ergatterten wir einen Platz auf der TribĂŒne, von wo aus wir einen perfekten Ăberblick auf das Geschehen hatten. Anders als in Wien (Sorry!! ;), galt hier nun auch der Vorband âLOTâ meine volle Aufmerksamkeit. Leider dauerte es eine Zeit, bis die Technik endlich bemerkte, dass das Mikro des LeadsĂ€ngers zu leise und die Instrumente viel zu laut waren. Das MĂŒncher Publikum war trotzdem ab der ersten Sekunde voll dabei. Und enttĂ€uscht wurden wir alle Mal nicht. LOT versteht es, mit eingĂ€ngigen KlĂ€ngen und mitreiĂender Gestik, die Leute zum Mitmachen zu bewegen. Die Musik klingt frisch, Texte wie âKein Bock mehr auf traurigâ lassen das Publikum schnell zustimmen. Meine Damen und Herren, da kommt noch einiges. Dran bleiben! (Tipp! Wer LOT live erleben möchte: die Jungs gehen noch im Februar mit den Salzburgern âOlympiqueâ auf Tour!)
Der Umbau zu Teesy dauerte fĂŒr meinen Geschmack etwas zu lang (Das könnte aber auch an meiner Ungeduld gelegen haben) , also begann ich mich umzuschauen. Das Publikum war bunt durchgemischt, von sĂŒĂen 8 JĂ€hrigen mit Mami und Papi, bis hin zu âDer könnte aber jetzt mein Vater seinâ, war alles vorhanden. Nach ausgiebiger Inspektion meines Umfelds, ging der SpaĂ auch schon weiter.Â
Der Einstieg mit âDer Anfangâ war keine groĂe Ăberraschung (haha). Gekoppelt mit einem flieĂenden Ăbergang zu âFC Fernwehâ wurden alle sofort heiĂ auf mehr. Leider gab es auch hier anfangs kleinere Probleme mit der Technik, doch die haben die Teesygang selbst sicher mehr gestört, als das Publikum. MĂŒnchen zeigte sich unglaublich textsicher und enthusiastisch, da hatten einfach alle Bock. Was ich persönlich sehr sehr schön gefunden habe, war das nur mit Gitarre begleitete âGlĂŒcksrezepteâ. Manith Bertz, du Wunderkind !! An dieser Stelle muss man wirklich mal der Band (Manith Bertz, Niklas, Flo Albrecht, Yves Baakes) ein fettes fettes Plus geben. Ihr seid geil! Leider hab ich auch ein fettes Minus zu vergeben und zwar an die Zuschauer. Man merkt Teesy an, dass er bei dem sehr ruhigen âUnbetiteltâ Herz und Seele in die Performance reinlegt. Sobald die leiseren Töne erklangen, hatten einige Menschen anscheinend nichts besseres zu tun, als sich lautstark zu unterhalten. Whaat? Habt ihr nicht genau dafĂŒr bezahlt? Um Teesy zu hören? Obendrein ist das auch einfach wahnsinnig respektlos dem KĂŒnstler auf der BĂŒhne gegenĂŒber der EUCH etwas geben und vermitteln möchte. Idontlike. Einen Ăberraschungsgast gab es dann auch noch. Der MĂŒncher Ali As unterstĂŒtzte bei âGeneration Maybeâ und prĂ€sentierte noch seinen eigenen Song âHoodies und Chucksâ. War gut. Mochte ich. Mag ich. Zum Schluss durfte âKeine Rosenâ selbstverstĂ€ndlich nicht fehlen und âDankeâ empfahl sich als krönende Abschlusshymne. Aiaiai, was war das n Fest!Â
Einmal muss ich aber noch motzen. Liebes Feierwerk, ich habe ja gröĂtes VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass ihr euren Feierabend wollt und irgendwann auch mal die Letzten gehen mĂŒssen. Aber zu warten, bis 3 nette MĂ€dels ihr Bier ausgetrunken und ihr Pfand zurĂŒckbekommen haben, anstatt sie nach drauĂen in den Schnee zu stellen, wĂ€re doch drin gewesen, oder? Wenn nicht, nĂ€chstes Mal bitte kein Bier mehr verkaufen, wenn ihr schon wisst ihr schlieĂt gleich zu.Â
3. Salzburg, Rockhouse
Salzburg, Heimatstadt, groĂe Liebe. Allerdings nicht bei Konzerten. Die sind hier nĂ€mlich grundsĂ€tzlich nicht sonderlich gut besucht, was bei mir immer zu MitleidsgefĂŒhlen den KĂŒnstlern gegenĂŒber fĂŒhrt. So auch bei LOT, der die undankbare Aufgabe hatte, irgendwie zu versuchen die Leute runter von ihren Barhockern und nach vorne zur BĂŒhne zu bewegen. Well done, LOT! Es dauerte vielleicht 1, 2 Songs, aber das Publikum wurde neugierig, hörte wirklich zu und machte gegen Ende sogar richtig mit. Auch nach dem Konzert warst du heiĂer GesprĂ€chsstoff unter bis dahin noch unwissenden Salzburgern. An dieser Stelle auch ein Plus an dich!Â
Der Umbau zu Teesy ging diesmal zackiger. Yaay !Â
Die Setlist war die selbe wie in MĂŒnchen. Grund zur Freude fĂŒr mich, da ich die Gitarrenversion von âGlĂŒcksrezepteâ nochmal genieĂen durfte und bei âMein Jobâ meine âtighten Rapskillsâ unter Beweis stellen konnte (not). Was Teesy sehr hoch anzurechnen ist, ist dass er ein Salzburger Rockhouse mit schĂ€tzungsweise 150 GĂ€sten, mit genauso viel Herzblut bespielt, wie ein ausverkauftes Feierwerk mit 600 Leuten. (Ich bin schlecht im SchĂ€tzen, aber das VerhĂ€ltnis sollte ich gut getroffen haben ;). Wenn man dem guten Herren anschlieĂend dann noch mitteilt, wie sehr man das feiert, was er macht, zeigt er sich auch noch bescheiden und zutiefst dankbar. Melikey!
Also, danke Jungs!
ResĂŒmee: 3 Mal Teesy ist eindeutig kein Mal zu viel!Â
PS: Die QualitĂ€t der Fotos ist zu verzeihen. Ich gehe aus Liebe zur Musik auf Konzerte, nicht um gute Fotos zu schieĂen.Â











