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Komm, tanz mit mir auf den Gleisen.
Wenn du kicherst auf meiner Beerdigung werden die Engel dich erschieĂen und Satan kann mit uns beiden schweben.
-Lara Freitas
Makaber
Anlass: Ein unerfreuliches Wiedersehen mit einer alten Bekannten.
________
Auf dem Weg nach Hause (ein Tag voller unbequemer Erledigungen, man möchte sich am liebsten unter der Decke im kuscheligen Bett verkrichen und nie wieder hervor kommen), ein freudiges âHalloâ ertönt von ungefĂ€hr zehn Meter hinter mir...
Zuerst ĂŒberlege ich mir einfach weiter zu laufen, aber man will ja immer höflich bleiben. Es gibt ja schlieĂlich genug negatives auf dieser verkorksten Welt. Na gut, dann werde ich mich wohl unter hohem emotionalen Aufwand der Herrausforderung âunerwĂŒnschte soziale Interaktionenâ stellen.
Nach meiner wiederwilligen Kehrtwende, stelle ich fest, mit wem ich es zu tun habe (Naja, ich hatte vorher schon eine Idee, aber als wissenshungriges Wesen muss man seine Hypothesen natĂŒrlich zuerst ĂŒberprĂŒfen). Es handelt sich bei der Person um die Art alte Bekannte, die sich vor drei Jahren mal fĂŒnfzehn Minuten mit dir unterhalten hat und deswegen denken, alles ĂŒber dich zu wissen...
Ich bemĂŒhe mich, meiner ĂŒberschwĂ€nlichen Freude freien lauf zu lassen â wirklich! Klappt nur leider nicht. Na, zumindest höflich kann man ja sein.
Darauf folgen natĂŒrlich die gewohnten Floskeln die so zum gewohnten Small Talk gehören, bei dem beide Parteien nicht so richtig wissen, was sie eigentlich sagen sollen oder wollen. Nach einigen gefĂŒhlsmĂ€Ăig sehr auslaugenden Minuten, das GespĂ€ch eigentlich schon beendet, fĂ€llt der Satz, um den es hier in meinem Text eigentlich gehen soll (ja, ich weiĂ, du fragst dich jetzt bestimmt, wofĂŒr dieses ganze vorgeplĂ€nkel... tut mir ja schon leid).
âDu bist aber schon ein bisschen makaber geworden.â
Wenn man makaber nachschlĂ€gt, bekommt man als Definition âan den Tod erinnerndâ oder Ă€hnliches.
Zuerst ist sogar meine innere Stimme sprachlos, darauf folgt dann aber ein regelrechter Shitstorm der jede einzelne meiner Gehirnzellen zu befallen scheint. Zusammenfassen lĂ€sst er sich mit einem Ausdruck, der wohl am meisten gefallen ist (nur in den Tiefen meiner Selbst verstĂ€ndlich, man will ja nett bleiben) âWas willst du mir bitte damit sagen, du dumme Sau!â
âAn den Tod erinnerndâ
ĂuĂerlich bin ich immer noch sprachlose â ein paar gestammelte Worte verlassen meinen Mund.
âAn den Tod erinnerndâ
Nachdem der Tummult in mir abgeflacht ist, kann ich nur noch an eins denken. âBin ich das?â
âAn den Tod erinnerndâ
Ich bin mĂŒde, ja... habe wahrscheinlich auch nicht gerade die ausschweifendsten Antworten gegeben, aber muss ich das? Muss ich immer voller Energie durch die Welt gehen, mich ĂŒber alles exzessiv freuen und buchstĂ€bliche Kapriolen springen?
âAn den Tod erinnerndâ
Bin ich verpflichtet, mich bei jedem von meiner (gefĂ€lschten) besten Seite zu zeigen? Habe ich nicht auch einen Moment verdient, in dem ich Ich sein kann, ohne mich zu verstellen. Sonst mĂŒsste ich ja nur noch mit einer aufgesetzten Maske von Frohsinn umhertollen. Dahingeschleppt, aber immerhin denkst DU dann, das Leben besteht nur aus GlĂŒckseeligkeit und wirst nicht -
âAn den Tod [erinnert]â
Sehe ich etwa aus, wie ein Sensenmann? Schwarzes Gewand, kein richtiges Gesicht, eine anonyme Gestalt? Nie richtig da, eine Nebencharakter, die jeden durch die GĂ€nze seines Lebens verfolgt?
âAn den Tod erinnerndâ
Offensichtlich bin ich zu einer so unliebsamen Gestallt geworden, dass ich nur noch die Bilder eines von Energie und Puls verlassenen Individuums hervorrufen kann.
âAn den Tod erinnerndâ
Wahrscheinlich werden mich diese Worte fĂŒr eine ganze Weile nicht in Ruhe lassen. Dennoch. Ich gebe jeden Tag (zumindest an den meisten) mein Bestes. Man kann nicht jeden Tag gut gelaunt sein und voller ĂŒberschwang sein Leben genieĂen. Manchmal wird mir das Leben auch zu viel und ich frage mich,ob es nicht leichter wĂ€re, sich einfach aufzulösen. Andere Tage sind dafĂŒr gut und ich bin froh hier zu sein.
âAn den Tod erinnerndâ
Qualifizieren mich also all diese Dinge dafĂŒr, âan den Tod erinnerndâ genannt zu werden? Wenn ich doch noch hier bin, lebend und atmend, mich bemĂŒhend und IMMER NOCH HIER.
Ich bin nicht âan den Tod erinnerndâ
Makab'res Rollen
So rollt, rollt, rollt er betörend. Springt ĂŒber Stein, gewiss auch ĂŒber Stock, den Hang hinab pflegt er, unterwegs zu sein. Lieblich hĂŒpfend, ganz wie ein Gummiball kann ich ihm mit den befriedigten Augen meiner selbst nachstarren. Kichernd flĂŒstere ich ihm zu, hĂŒpf, sage ich, ja hĂŒpf, hĂŒpf! Meine hĂŒbschen AugĂ€pfelchen huschen hin und her. Sollen sie ihn anstarren, oder meine lieben, bleichen, blutverschmierten HĂ€nde? Die roten HĂ€nde, oder den abgetrennten, hĂŒpfenden Kopf?
Lara Freitas

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Frau mit Schlangen, lovecraftianischer Stil, marine makaber
Medusa-Tattoo #frau #schlangen #indigo #tÀtowierung #marine #makaber #detailliert #expressiv #29:38
Der verrĂŒckte Professor In einer abgelegenen Villa, verborgen in einem dichten Wald, lebte der verrĂŒckte Professor Daniel Anderson. Die Einheimischen hatten seit Jahren von dem alten Herrenhaus gemunkelt, dessen zerfallende Mauern von dĂŒsteren Geheimnissen zeugen sollten. Doch niemand wagte sich nah genug heran, um die Wahrheit herauszufinden.
Professor Anderson, einst ein renommierter Wissenschaftler, hatte in den letzten Jahren eine Maschine gebaut, die mit bioelektronischen Strahlen Menschen und Tiere in Monster verwandeln konnte. Seine Experimente, die ursprĂŒnglich nur an Tieren durchgefĂŒhrt wurden, hatten entsetzliche Konsequenzen. Die Kreaturen gewannen zwar an geistigen und körperlichen FĂ€higkeiten, doch auch ihre AggressivitĂ€t stieg ins Unermessliche.
Der Wendepunkt kam, als Anderson beschloss, sich selbst zu transformieren. Der Prozess verlieh ihm unvorstellbare Intelligenz und die FĂ€higkeit, komplexe Gedanken in Sekundenschnelle zu verarbeiten. Doch der Preis war hoch: Er verlor jegliche Skrupel und versank in einem Abgrund des Wahnsinns. Seiner Gehilfin, einer jungen Wissenschaftlerin namens Clara, erging es noch schlimmer. Aus ihr wurde ein blutrĂŒnstiger Vampir, getrieben von einem unstillbaren Durst nach menschlichem Blut.
Trotz ihrer monströsen Verwandlungen war Clara dem Professor ergeben geblieben. Doch ihre Rolle hatte sich verĂ€ndert. Statt einer Gehilfin war sie nun ein Instrument seiner finsteren PlĂ€ne. Der Professor experimentierte ungestört weiter, unterstĂŒtzt von seinem treuen alten Diener, Heinrich. Heinrich, der seit Jahrzehnten in den Diensten der Anderson-Familie stand, war bereit, alles zu tun, um seinen Herrn zu schĂŒtzen und dessen dunkle Geheimnisse zu bewahren.
Die Villa war wie eine Festung, abgeschottet von der normalen Welt. Die wenigen, die sich in ihre NĂ€he wagten, verschwanden spurlos. Die GerĂŒchte im Dorf wurden immer unheimlicher, doch die Angst hielt die Menschen davon ab, Nachforschungen anzustellen.
Eines nebligen Herbstabends schlich sich ein mutiger Reporter namens Tom in den Wald, entschlossen, das Geheimnis der Villa zu lĂŒften. Ausgestattet mit einer Kamera und einem Notizbuch, machte er sich auf den Weg durch das dichte Unterholz. Das Haus tauchte plötzlich aus dem Nebel auf, seine hohen TĂŒrme ragten bedrohlich in den dunklen Himmel. Tom fĂŒhlte eine kalte Hand der Angst um sein Herz, doch er trieb sich voran.
Er fand einen versteckten Eingang und schlich sich ins Innere der Villa. Die Luft war schwer und roch nach alten BĂŒchern und etwas anderem, etwas Metallischem. Er hörte leise Schritte und versteckte sich hinter einer schweren, alten TĂŒr. Durch einen schmalen Spalt beobachtete er den Professor und Clara, die in einem Labor voller seltsamer GerĂ€te arbeiteten. Die Kreaturen, die in KĂ€figen um sie herum gefangen waren, stöhnten und kreischten vor Qual.
Tom hielt die Luft an und zog seine Kamera hervor. Doch in dem Moment, als er den Auslöser drĂŒckte, knackte der Boden unter ihm. Professor Anderson drehte sich blitzschnell um, seine Augen funkelten wie die eines Raubtieres. Clara trat nĂ€her, ihre FangzĂ€hne blitzten im schwachen Licht.
"Ein unerwarteter Gast," murmelte der Professor und lÀchelte böse. "Wie nett. Wir haben schon lange kein frisches Blut mehr gehabt."
Tom versuchte zu fliehen, doch die TĂŒren schlossen sich wie von Geisterhand. Er war gefangen. Heinrich tauchte aus dem Schatten auf und legte ihm eine kalte Hand auf die Schulter.
"Willkommen in der Villa des Wahnsinns," flĂŒsterte er. "Es gibt keinen Weg zurĂŒck."
Das letzte, was Tom hörte, bevor die Dunkelheit ihn verschlang, war das unheimliche Lachen des verrĂŒckten Professors und das hungrige Knurren des Vampirs. Die Villa kehrte zur Stille zurĂŒck, ein weiteres Geheimnis, das in ihren verfluchten Mauern begraben lag. đ±
Anmerkung: Das ist natĂŒrlich eine rein fiktive Geschichte von mir đ
Dies und mehr: https://www.deviantart.com/heinz7777
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