Walkloden - ein Stoff mit langer Geschichte
Geschichte des Produkts Walkloden hat eine bis in das Hochmittelalter zurĂŒck reichende Geschichte, wobei das Wort "Loden" schon im 10. Jahrhundert benutzt worden ist und vermutlich aus dem Althochdeutschen stammt. Vor allem im Voralpenland war und ist der Stoff auch heute noch Bestandteil u. a. von Trachten und Landhausmode. Genutzt wurde der Walkloden vor vielen hundert Jahren vor allem von den Bauern und anderen, eher Ă€rmeren Bevölkerungsschichten. Dies lag im Wesentlichen daran, dass der Grundstoff, nĂ€mlich Schurrwolle, so gut wie immer zur VerfĂŒgung stand und selbst hergestellt werden konnte. Man war somit nicht abhĂ€ngig von HĂ€ndlern und ggf. von den Handelspreisen an den MĂ€rkten DarĂŒber hinaus ist der Stoff sehr robust und die daraus hergestellten KleidungsstĂŒcke waren so auch wĂ€hrend der tĂ€glichen, körperlich oft harten Arbeit gut tragbar. Produktion des Stoffes Produziert wird der Walkloden aus reiner Schurwolle. Der gesponnene Faden der Schurwolle wird verwebt und anschlieĂend das Material in speziellen Walkmaschinen gewalkt. In diesen Walkmaschinen wird das Material bearbeitet, um eine Verdichtung zu erreichen. Im Rahmen der Bearbeitung tritt auch ein Filzeffekt ein, der fĂŒr diesen Stoff charakteristisch ist. Die Langlebigkeit des Produkts wird durch eine ImprĂ€gnierung zusĂ€tzlich verbessert.
Walkloden: ein Naturprodukt im klassischen Sinn Heute wird den Produkten aus Walkloden wieder mehr Aufmerksamkeit zuteil, weil sie im Gegensatz zu den synthetischen Stoffen aus rein natĂŒrlichen, in der Natur vorkommenden Komponenten gewonnen werden und auch ihre Herstellung keiner chemischen ZusĂ€tze bedarf. Dies ist besonders umweltbewussten Menschen wichtig, die Wert auf QualitĂ€t legen. Es ist auch heute noch möglich, Produkte wie Jacken, MĂ€ntel, Röcke, MĂŒtzen und Handschuhe aus Walkloden zu kaufen, die nach altbewĂ€hrter Tradition - und nicht in Fabriken - produziert worden sind. Dies hat natĂŒrlich seinen Preis. DafĂŒr bekommt man aber auch ein Naturprodukt erster GĂŒte, das besonders widerstandfĂ€hig sowie temperatur- und feuchtigkeitsausgleichend ist. Der Stoff ist wieder "in" Immer mehr Modehersteller haben den Stoff wieder fĂŒr sich entdeckt. Unter dem Motto "modern, frech und witzig" wird z. B. fĂŒr Herbstkleider-Moden aus Walkstoffen geworben. Zum Teil verwenden die Hersteller auch Strickloden, der im Gegensatz zum Walkloden gestrickt statt gewebt ist. Vorteil ist, dass sich Strickloden durch seine flexible Maschenstruktur besser den Körperrundungen anpasst und somit zum Beispiel auch fĂŒr Handschuhe verwendet werden kann. Zudem sind Produkte aus Strickloden preisgĂŒnstiger als solche aus Walkloden.











