Urban Chaos - Ein Tag in der Stadt
Trotz der jetzt schon kÀlteren Jahreszeit habe ich die Idee den Tag in der Stadt zu verbringen. Ich freue mich aufŽs Bummeln.
Am Fahrkarten-Automaten angekommen, fingere ich in meiner Geldbörse nach Kleingeld.
Das etwas unĂŒbersichtliche Bedienfeld macht mir zu schaffen. Bin nicht so routiniert.
Ich drĂŒcke die Tasten und endlich spuckt der Automat meine Fahrkarte aus. Nachdem ich in die Bahn eingestiegen bin, wieder Verwirrung, bin ich ĂŒberhaupt richtig, habe ich die Bahn ins Zentrum genommen? Nach einer Weile verstehe ich auch den Fahrplan und sehe das ich alles richtig gemacht habe, noch einmal GlĂŒck gehabt.
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WĂ€hrend ich in der Bahn ganz gemĂŒtlich in die City gefahren werde, kontrolliere ich meine frisch lackierten roten FingernĂ€gel. Wie schön, dass mir Viktoria diese wunderschönen fingerlosen Handschuhe geschenkt hat. Ich lĂ€chle vor mich hin. Das junge Paar mir gegenĂŒber scheint das zu animieren mich um einen Gefallen zu bitten. Ich soll ein Foto der beiden machen. Sie vertrauen mir ihr Handy an und ich rĂŒcke sie in den Fokus, dann drĂŒcke ich den Button. Mache vorsichtshalber mehrere Fotos. Man kann ja nie wissen.
Die junge Frau mir gegenĂŒber bemerkt meine Handschuhe, wĂ€hrend sie sich ihre auszieht um die von mir gemachten Bilder zu kontrollieren. Tja...nicht jeder hat das GlĂŒck einer guten Freundin mit praktischen Ideen.
Eine Frau mit eleganten Lederhandschuhen drĂŒckt zum Aussteigen den Sensor-Knopf. Die TĂŒr öffnet sich nicht. Sie zieht einen Handschuh aus, dann gehts. Beim Aussteigen verliert sie ihn unglĂŒcklicherweise. Er fĂ€llt zwischen TĂŒr und Bahnsteig aufs Gleis.
Was fĂŒr ein Luxus, niemals mehr werde ich meine irgendwo liegen lassen, oder gar verlieren.
Ich spaziere durch die Stadt, habe keine Eile. Doch ein junger Mann hat es offensichtlich eilig. Er kommt auf mich zu und fragt mich nach dem Weg. Ein Tourist, wie es scheint. Ich ĂŒberlege kurz, kratze mich verlegen am Kopf, um dann endlich mit meinem Finger die Richtung vorzugeben. Er eilt davon.
Noch einmal bewundere ich meinen neuen Nagellack, der so gut zu meinem Kleid passt. Na gut, mein Mantel verdeckt mein Kleid, doch die stylischen Handschuhe ohne Finger passen optimal dazu. Die wollig warme Schurwolle schmeichelt einfach meinen HĂ€nden.Â
Gut, dass mir Viktoria  die Firma genannt hat, ich muss mir unbedingt noch ein Paar in einer anderen Farbe dazu kaufen. Ich hole mein Handy aus der Tasche und suche nach der Adresse.
Ich bestelle nicht nur mir ein Paar, sondern auch Viktoria!
Zum Abschluss meines Stadtbummels gönne ich mir einen Kaffee, fĂŒr GlĂŒhwein ist es leider noch zu frĂŒh, mache mit meinem Handy noch ein Selfi und schicke es Viktoria.
Die Handschuhe haben sich sehr gut bewÀhrt. Zu keinem Zeitpunkt musste ich sie ausziehen!