Sie nennt es nicht Ausbildung. Dazu ist sie sich des eigenen Plans manchmal gar nicht so sehr bewusst. Was sie verrät, ist ihr Ziel: »Ich will dich abrichten! Es muss komplett unter deiner Haut sein. Deine Bewegungen müssen fließend sein, ohne Kommando. Deine Scham und deine Erniedrigung werden weiterhin schmerzen, aber sie müssen deine natürlichen Begleiter werden. Zwangsläufigkeiten. Verkörperung, nicht Verinnerlichung. Wir müssen das üben. Wochenlang. Ich will, dass du es bist, nicht, dass du es annimmst, wenn ich es befehle. Mein Blick, meine Stimmung wird dir genügen, um selbst zu sein, nicht, um zu reagieren. Ich kehre dein Ich nach außen. Du brauchst die Reaktionen und das Urteil der anderen. Deine Vorstellungskraft ist zu mächtig. Ich weiß, dass du in der Lage bist, dir alles in wunderschöner Sprache selbst zu gestalten. Mich damit in den lustvollen Wahnsinn zu treiben. Aber ich treibe dir die Kontrolle aus. Nennen wir es Cuckold-Konditionierung. Wir müssen über den Punkt hinaus, dass du gestaltest. Wir setzen Trigger. Alle, die mir für deine Erziehung in den Sinn kommen. Ich sorge für Entblößung. Vor ihnen und allen, denen es selbst Vergnügen bereitet. Deine Bestimmung wird dir peinlich sein. Immer und immer wieder. Und genau darum geht es. Egal, wer du bist, für die Welt. Es legt sich langsam eine Schlinge um dich, dein Umfeld weiß es, die in deiner Nähe bekommen es ab jetzt mit: Du bist ein Beta Boy. Wir werden jedes Wochenende Gäste haben, bis du ganz natürlich wirst. In deiner Rolle. Harmlose Gäste, wissende Gäste, Lover, Zofen, Plauderkontakte, dominante Alphas, die mich wollen, uns oder nur dich. Eine bunte Mischung aus Potenz, Sinnlichkeit, harter Lust, weichem Vergnügen. Du bist derjenige, der in der Küche steht und kocht. Stets in Nylonsöckchen, lackierten Fußnägeln, Jeans und weißem Hemd. Ich will dich angezogen. Und gleichzeitig erkennbar. Das ist deine Uniform. Deine süßen Füßchen geben dir Halt. Und gleichzeitig verraten sie dich. Jedes Mal ist es gelebte Ambivalenz. Du holst dir Sicherheit durch deinen souveränen Auftritt, ich nehme sie dir durch sichtbare Zeichen. Weil beides nicht nur zulässig ist, sondern wahr. Stärke, Verletzlichkeit, sie existieren gleichzeitig. Ich will dich in voller Blüte erstrahlen lassen. Du bleibst: unverschlossen. Dein schöner Schwanz ist mein Trophäe. Manchmal hotl man die Pokale aus dem Schrank, manchmal nicht. Wem ich was voller Stolz zeige? Du wirst es erleben. Aber dazu musst du bereit sein. Wir geben uns jetzt: Tiefe. Wärmen wir uns am Höllenfeuer. Es ist ein fantastisches Gefühl, zu wissen, dass wir beide diese Hitze lieben werden. Jetzt mach dich fertig. Sie werden heute pünktlich sein. Ich rate dir, nervös zu werden. Im Gegensatz zu dir, weiß ich, wer heute Abend kommt.«