Habt Ihr Euch schon einmal gefragt, ob das Nichts Geräusche machen kann? Genau diese Frage entstand, während ich mit meiner mir Angetrauten im Nichts zur Ruhe fand. Nach einer holprigen Fahrt durch ein auengleiches Land, gespickt mit stillen Seen und halb verlassenen Farmen, erreichten wir unser, im entlegensten Winkel der Welt gelegenes, Domizil. Indes durchzogen die Wolken in einem tiefen Bogen unser Tal und streiften liebkosend die Gebirgsketten. Einige trauten sich hinüber und streichelten rauschend erhöhte Punkte und einen gemütlich schimmernden und aus der Ferne hinab sinkenden Wasserfall. Grüne Felder und durchnässte Wiesen, einzelne blökende Schafe und springende Pferde, ein weit entfernter, arbeitender Traktor und der Wind waren unsere Gefährten. Hier war alles möglich, nichts unmöglich. Das Nichts scheint tatsächlich voller Klänge, im Kern nicht stimmlos zu sein. Es ist nicht feindlich gestimmt, sondern lächelt und lädt zum Sinnen ein. Klänge, Geräusche und die Elemente haben wieder einen Wert und fügen sich zusammen zum riesigsten Schauspiel einer Natur, die nicht hinkend, nicht zerstört, nicht kränkelnd nach einer Pause verlangt. Das Nichts und die Natur sind eins und leben hier wie nirgends sonst frei und ungestüm ihren Traum vom Leben, wie es ist und nicht bloß sein könnte. Sie sind. Alles versprüht einen tieferen Sinn. Unsere Wahrnehmung, so verkalkt, atmet frische Luft und kostet einzigartigen Trost. Nie zuvor habe ich sie derartig strahlen sehen. Niemals bis hier wusste ich, was wahre Wahrnehmung in der Lage ist zu erhaschen. Sie ist es, die verborgen, einen weiteren Sinn kreiert. Einen Sinn aller Sinne, abgeworfen sind die alten Pflaster und die Wunden heilen schneller als woanders. Bleiben und Verstehen, Schaffen und Entfrachten möchten wir und ewig hier.


















