Die LĂ€sterzungen [Auszug]
Da mir am heutigen Tage meine bereits eloquent erscheinenden KraftausdrĂŒcke und Verunglimpfungen (doch meist aufgrund von nicht funktionierenden technischen Errungenschaften und daraus resultierenden Verletzungen) weniger eloquent als sonst erschienen, entschied ich mich, fortan auf die LĂ€sterzungen zurĂŒckzugreifen. Ein knackiges "KALK! Noch ungelöscht!" war ein Anfang. Im Kalk, noch ungelöscht, in Eisenbrei, in Salz, Salpeter, Phosphorgluten, in dem Urin von rossigen Eselsstuten und in Schlangengift und Altweiberspei in Rattenschiss und Wasser aus den Badewannen, im Saft von einem Krötenbauch und Drachenblut, in Wolfsmilch und im sauren Rest der Rotweinkannen, in Ochsengalle und Latrinenflut, in diesem Saft soll man die LĂ€sterzungen schmoren. In eines Katers Hirn der nicht mehr fischt, im Geifer, der aus den Gebissen toller Hunde trĂ€uft, mit Affenpiss vermischt, mit Stacheln, einem Igel ausgerissen, im Regenfass, darin schon die WĂŒrmer schwimmen, krepierte Ratten und der grĂŒne Schleim von Pilzen, die des Nachts wie Feuer glimmen, in Pferderotz und heissem Leim, in diesem Saft soll man die LĂ€sterzungen schmoren.
#156 01042014










