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KD Kreidezeit - Der Reiz des Unperfekten
Deutschland: „…Wer Lust auf kreative Wandgestaltung hat, kann mit dem neuen Trend „Limewash“ frischen Schwung in die eigenen vier Wände bringen. Der halbtransparente Kalkanstrich sorgt für natürliche Eleganz und ein einzigartiges Raumgefühl. Wer bei der Raumgestaltung etwas mutiger werden möchte, findet jetzt eine spannende Alternative zu makellos gestrichenen Wänden. Denn Limewash setzt auf…
Seeigel aus dem Maastricht, Kreidezeit. In eine Kiesgrube in der westlichen Niederlausitz entdeckt. Die Unterseite ist leicht eingedrückt. Bei dem Gestein handelt es sich um Feuerstein, Opal.
Kreidezeit
Als ich zur Schule ging, gab es noch Tafeln und keine Whiteboards. Wir lebten noch in der Kreidezeit. Read the full article
Der Delphin
Fossil Kieselschwamm aus der Kreidezeit in der Form eines Delphins. Gestein: Opal (Feuerstein) Herkunft: Ostsee Fotografiert: Finsterwalder Mineralienbörse 2017

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Zeit zu gehen
Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass man ungefähr solange benötigt, um im Alltag wieder anzukommen, wie man in den Ferien war. Die Arbeit klopft von allen Seiten an, während ich innerlich noch auf dem Zeltplatz sitze.
Rituale und Routinen helfen. Der Weg zur Arbeit im Heimbüro möglicherweise auch. Es ist Zeit. Ich trete vor die Tür.
Das Viertel trägt Spuren der Gamescom: Messemenschen glaube ich immer ganz gut zu erkennen. Für jede Branche gibt es eine Art Uniform, und Messemenschen tauchen oft im Rudel auf, insbesondere seitdem statt Hotelzimmer von den Firmen und Startups Airbnb-Wohnungen gemietet werden. Vor den Häusern mit diesen Wohnungen sammeln sich neuerdings entsprechende Herden von Leihrollern und -rädern.
Mit kurzer Sommerbuxe und Sandalen fühle ich mich kurz ein wenig luftig bekleidet. Der Morgen ist beinahe herbstlich frisch. Die Morgenkühle und ein vorhergesagter Sommertag spiegeln sich in der Kleidung der Passant*innen: Von Daunenjacke und Rolli bis zu Flipflops und Spaghettiträger ist alles am Start.
Eine Straßen weiter eine ungewohnte temporäre Häufung von Gelb.
Ein eher belangloser Gang ins Heimbüro
Ich trete vor die Tür und blinzele in das milchige Licht eines sommerlich anmutenden Morgens. Ist der Saharastaub schon da? Laut Wetterdiensten zieht gerade eine Wolke davon heran und trübt die Luft. Ein paar Regenwolken wären mir gerade lieber. Die österlichen Vorsommertage waren in Sachen Ausflügen praktisch, aber nun wäre dringend die große Gießkanne dran.
Dass Schulferien sind, macht sich vor allem im Verkehr bemerkbar: Weniger Autos auf den Straßen, mehr joggende und Rad fahrende Menschen am Rhein. Baustellen wachsen in diesen Zeiten gut. Wer in Köln wohnt, weiß: Die bleiben uns eine Weile.
Aber wer will gleich übellaunig werden: Am Anleger herrscht Ruhe. Für diesen Moment.
Treibgut. Notizen vom 22. Januar 2019
„Müll!“ „Jawoll!“
Mangels Gegensprechanlage brüllen die Müllmänner ihr Anliegen stets kraftvoll durch Vorder- und Hinterhaus, während die Türöffner an angelehnten Türen lauschen, wer Einlass begehrte.
Im Hausflur rumpeln die Herren mit den Mülltonnen. Ich rumpele hinterher und trete vor die Tür.
Der Winter tastet mich mit seinen langen, kühlen Fingern ab. Er findet alle Stellen, die mangelhaft bedeckt sind. Als ich am Rhein ankomme, drückt der Winter mich dann fest an sein kaltes Herz. Vielleicht bringe ich dir heute noch Schnee, flüstert er.
Vater Rhein wirkt heute seltsam dickflüssig. Kein Windhauch kräuselt sein Fell. Drei Enten lässt er träge ans Ufer schwappen. Dass die nicht frieren! Weiter vorn lassen sich einige Möwen im Strom treiben. Wenn sie die Zoobrücke erreichen, fliegen sie auf, rasten kurz auf der Hohenzollernbrücke, kippen wieder ins Wasser - und von vorn. Immer wieder ein Schauspiel.
Die Hundewiese ist im Frost erstarrt. Kein Tier weit und breit. Selbst die Vögel schweigen nun. Der Frühling ist erstmal ausgesetzt.
Die Rückstände des Lebens sind von den Banken entfernt. Ich finde Treibgut von gestern. Verspielt. Verloren. Vermisst?