Geflügelte Worte: „Jemandem einen Korb geben“
Das Balzverhalten der Menschen ist doch immer wieder schön. Manche fallen mit der Tür ins Haus (Memo an die Redaktion: Daraus sollten wir einen Beitrag machen!), andere peilen erst einmal die Lage und wieder andere meinen, nur mit Fusel den nötigen Mut aufbringen zu können das Objekt der Begierde anzusprechen. Im Laufe seines Lebens legt sich der Mensch so eine ganz eigene Eroberungstaktik zurecht. Doch nicht immer ist dieser Feldzug von Erfolg gekrönt. Noch bevor das Menschlein seine Trümpfe ausspielen konnte, ist es abgeblitzt (Memo: Auch hier lauert ein Beitrag!). Es hat einen Korb bekommen. Soll man jetzt davon ausgehen, dass der Mensch statt Liebesschwüre zu säuseln lieber Pilze sammeln gehen soll? Champignonzeit ist ja bekanntlich nicht das gesamte Jahr über! Weit gefehlt, liebe Freunde des geflügelten Wortes.
Gehen wir lieber wieder zurück in das Mittelalter, wo die Welt noch anders war. Damals gab es noch keine albernen Zettelchen à la „Willste mit mir gehen? Ja – Nein – Vielleicht“. Um das Interesse eines holden Fräuleins zu testen, musste man(n) einfach in einen Korb steigen, den die Dame heruntergelassen hatte. Da Frauen schon stets eher als Wonderwoman anzusehen und im Mittelalter noch körperlich fitter waren, zog die Frau des Herzens im Idealfall ihren Verehrer in diesem Korb zu sich hinauf. Gab das Geflecht nach oder ließ sie den Romeo einfach auf halber Strecke versauern, war wohl die große Liebe nicht zu erwarten. Statt Knutsch- gab es wohl eher blaue Flecken...











