An Tagen wie diesen
Manchmal gibt es Tage, an denen du nicht weißt wie das Leben funktioniert. Es gibt Tage an denen du am liebsten von dieser Erde verschwinden möchtest. Dir fällt alles schwer. Aufstehen. Zähne putzen. Anziehen. Kochen. Besonders das interagieren mit anderen Menschen. Alles fühlt sich so schwer und unerreichbar an. Dabei redest du gerne mit Menschen oder unternimmst am liebsten etwas. Dein Gehirn erzählt dir tausend sinnlose und beängstigende Storys. Du weißt, dass sie nicht wahr sind, aber sie rauben dir die Energie. Du könntest den lieben langen Tag einfach nur schlafen. Jemand soll deinen Kopf und deine Gefühle ausschalten. Das kann am besten der Schlaf. Du fühlst dich, als würdest du fest stecken. Aber worin? So schlecht geht es dir doch eigentlich gar nicht oder etwa doch? Diese ganz bestimmten Fragen schwirren in deinem Kopf herum. Warum fühle ich mich so? Was ist eigentlich der Grund? Wieso bin ich eigentlich hier? Was ist meine Aufgabe auf diesem Planeten? Du bist dir im klaren, dass du es in deinem Leben schon weit gebracht hast, dass du viele neue coole Menschen kennen gelernt hast und noch kennen lernen wirst, dass du in der Zukunft noch so einiges erreichen/erleben wirst, sowohl positives als auch negatives. Alles was passiert sind Situationen/Ereignisse von denen du lernen kannst. Dich weiter entwickeln kannst und daran wächst. Aber solche Tage, an denen es einfach nicht so klappt in diesem optimistischen Rhythmus mit zu schwimmen, denkst du es wird nie passieren. Es wird sich nie etwas ändern, du fühlst dich gefesselt an die Ketten des Alltags, der Routine. Das haben wir es... die Routine. Ein Wort mit viel Macht. Jeder Mensch hat ganz bestimmte Routinen, sei es die Morgenroutine, über den Arbeitstag bis hin zur Abendroutine. Wir Menschen brauchen sie, denn ohne sie hätten wir keine Struktur im Alltag. Routine ist nicht unbedingt schlecht, aber sie kann auf Dauer auch depressiv machen. Wie sieht deine Routine aus? Findest du sie nicht auch manchmal zum kotzen? Du möchtest davon aus brechen, Dinge ändern, aber dein innerer Schweinehund hält dich davon ab, von dem abzuweichen, was du Tag ein Tag aus tust. Unterbrichst du für einen Tag deinen Kreislauf, wirft es dich sofort aus der Bahn, deine Psyche und dein Körper wissen nicht was sie tun sollen. Am Abend bist du dann plötzlich viel müder und erschöpfter als du es sonst bist, aus dem Grund, weil du deine Routine verlassen hast. Aber genau das ist es doch was du willst? Oder nicht? Ausbrechen aus diesem verdammten Kreislauf. Es ist nicht leicht, vor allem nicht wenn du einer von den sensibleren bist. Deine Gefühlswelt ist aktiver, sie ist wunderschön, du fühlst alles viel stärker und intensiver als andere Menschen. Aber sie tut dir auch weh, sie macht dich depressiv und vielleicht sogar krank, wenn du dich ihn ihr verlierst. Die Balance zu finden ist nicht einfach, aber nicht unmöglich und das weißt du. Dennoch fällt es dir unheimlich schwer Fuß zu fassen. An Tagen wie diesen dich anzukurbeln weiter zu machen. Besonders wenn diese Tage nicht nur Tage sind sondern sich vielleicht allmählich schon über Wochen strecken. Sie kommen und gehen. Es gibt auch gute Tage keineswegs, da fühlst du dich fantastisch, motiviert, du weißt genau was du willst und blickst optimistisch in die Zukunft und hast das Gefühl nichts und niemand kann dich aufhalten, denn die Euphorie lässt dich leben. Bäm! Am nächsten Tag genau das Gegenteil. Am schlimmsten wird es dann, wenn diese Tage anfangen die guten zu überwiegen und die Alarmglocken langsam anfangen zu klingeln. Jetzt ist es an der Zeit was zu ändern. Aufzuhören immer und immer wieder in diesem depressiven Kreislauf stecken zu bleiben. Aber du schaffst es einfach nicht. Denkst du zumindest. Dennoch gibt's du nicht auf, du kämpfst und kämpfst, denn im inneren kurbelt dich diese Stimme an, dass du es schaffen wirst, denn du hast schon so viel geschafft, du hast viel schlimmere Zeiten hinter dir, Zeiten an die du ungerne zurück denkst. Eine Zeit in der du ganz unten warst... so tief, wie der dunkle Grund des Meeres. Und genau dann kommt dir wieder in den Sinn wie toll das Leben, dass du jetzt lebst doch ist, auch wenn du es zurzeit nicht so empfindest. Die Stimme sagt dir es ist alles gut, solche schlechten Tage sind dazu da um zu lernen. Reflektiere deine Gefühle, nimm sie an wie sie sind, aber verliere dich nicht in ihnen, lass sie keine Macht über dich gewinnen. Du hast die Macht über deine Gefühle und nicht umgekehrt. Die innere Stimme ist stark und weiß, wie sie dich ansprechen soll. Nur manchmal ist sie etwas leise, aber sie ist immer da. Du bist nicht alleine. Du findest Komfort in deiner eigenen Welt, also mache sie zu deinem zu Hause. Lass sie dich nicht runter ziehen sondern motivieren. Motivieren Dinge zu ändern. Deinen Alltag zu ändern, deine Routine. Sei bereit altes aufzugeben, um neuen Dingen Platz zu schaffen. Gehe mit dem Strom des Lebens. Niemand hat gesagt das es einfach werden wird und das weißt du. Du steckst nicht fest. Dein Kopf sagt dir vielleicht was anderes und du fühlst dich so. Aber du steckst nicht fest. Behalte dir das immer im Hinterkopf.
- xlwanderingsoul













