Dieser Tage war ich mit Dirk Becker mal wieder unterwegs in Oker: Firmenbesuche waren auf unserem Tagesplan. Und unser Weg führte uns zu Herrn Klinger, Baumaschinen Mietstation. Und der hat da in Oker, in der Wolfenbütteler Str., ein Gelände und Gebäude übernommen, naja, dazu braucht es schon Mut. Denn er hat ein Industriedenkmal übernommen und er braucht viel, viel Geld für die Instandhaltung.
Und weil er bei der Übernahme der Gebäude von der Stadt auch Zuschüsse erhalten hat, habe ich mir vor Ort ein Bild gemacht.
Zur Geschichte: Die Vorgeschichte der Firma Natronag reicht bis in das Jahr 1789 zurück. Zu diesem Zeitpunkt wurde in der Papiermühle, die sich zu dieser Zeit auf dem Gelände befand, Papier produziert. Ab 1917 wurde in der Papiermühle Natronkraftpapier hergestellt. 1918 erfolgte die Gründung der Füllmaschinen-Abteilung in Oker innerhalb der Natronag-Gruppe. Das Werk in Oker wurde in den 80er Jahren geschlossen.
Zunächst gehörte Natronag der Natronzellstoff- und Papierfabriken Aktiengesellschaft in Mannheim an. Später ging sie in den Besitz der PWA Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg AG in Raubling über.
Timeline:
1789: Auf dem Gelände wurde eine Papiermühle errichtet.
1843: Die Regierung zur Zeit Herzog Wilhelms in Braunschweig verkauft das Grundstück mit allen Einrichtungen an den Müller und Getreidehändler Heinrich H. Kiel, welcher das Gebäude zu einer Holzzeugfabrik umbaute.
1910: Zusammenschluss der Holzschleifereien H. Kiel in Oker und der Holzschleiferei des H. Eickhoff in Blankenburg, sowie des Sägewerks H. Klages in Harlingerode um eine Druckpapierfabrik für Zeitungspapier zu bauen.
1912: Die moderne Dampfkraftanlage und die Papiermaschine werden in Betrieb genommen. Hiermit wurden täglich bis zu 20 bis 24 Tonnen Druckpapier produziert.
1914 - 1917: Betrieb des Unternehmens wird aufgrund der Kriegsereignisse niedergelegt.
1917: Das Unternehmen wird wieder zum Leben erweckt: Es wird Natronkraftpapier zur Herstellung von Papiersäcken, die im Krieg benötigt wurden, produziert. Das Handelsunternehmen Wilhelm Hartmann & Co. pachtet zunächst die Fabrik, später geht sie in dessen Privatbesitz über.
1918: Gründung der Füllmaschinen-Abteilung in Oker innerhalb der Natronag-Gruppe.
1922: Umstellung auf die ausschließliche Herstellung von Natronzellstoff.
1931: Aufgrund der Wirtschaftskrise musste das Werk erneut stillgelegt werden.
1934: Die Produktion wird wieder aufgenommen.
1939: Die Papierfabrik und alle anderen Werke der Natronag gehen in den Besitz der Zellstofffabrik Waldhof über.
1944: Einstellung der Produktion aufgrund der Kriegsereignisse und Verlust der anderen Natronag Werke im Osten.
1946: Wiederaufnahme des Betriebes.
1950: Modernisierung durch Neubau der Fabrik unter der Leitung von Eugen Lendholts.
1956: Bau eines neuen Kraftwerkes um den Energiebedarf zu decken.
1957: Inbetriebnahme des neuen Werkes mit einem Kesselhaus, eigenen Werkstätten und einem Labor, sowie die Inbetriebnahme der 2. und 3. Papiermaschine. Das Aktienkapital des Unternehmens beträgt 6 Millionen DM. Der Sitz der AG befindet sich in Mannheim und der Sitz der Verwaltung in Goslar. Das Hauptwerk befindet sich in Oker und der Zweigbetrieb in Frankenthal. Im Hauptwerk werden 1224 Mitarbeiter beschäftigt.
1992: Ausgliederung der Füllmaschinen-Aktivitäten aus dem papierverarbeiteten Konzern Natronag und Übernahme durch die Maschinenfabrik Knaup, die bereits seit 40 Jahren die Maschinenfertigung für die Natronag durchführte. Mit diesem Zusammenschluss ist der Unternehmenssitz von Oker nach Salzgitter verlegt worden.
2001: Übernahme der Natronag durch die Librawerk Maschinenfabrik GmbH. Verlegung des Sitzes der Natronag zur besseren Konzentrierung von Salzgitter in die firmeneigenen Libra-Gebäude nach Braunschweig.
2011: Verkauf des Kraftwerkes an die GbR Braun und Klingner.
2018: Veräußerung des Kesselhauses an Herrn Rüdiger Klingner.
Fakten zur Bodenbelastung: Das Grundstück liegt im Bereich der Okerniederung im direkten Abstrom der großen Altablagerungen und Altstandorte im Raum Oker.
Das Grundstück weist die für Oker bodentypischen Verunreinigungen auf. Insofern ist von einer Blei-, Cadmium-, Zink-, und Arsenbelastungen auszugehen. Für die Errichtung des Kraftwerkes ist das Grundstück um 1 bis 2 m mit Material unbekannter Herkunft aufgefüllt worden. Im südlich abgegrenzten Bereich ist ein Lösemittelschaden bekannt und saniert worden. Die zum Zeitpunkt der Fördermittelantragstellung im Jahr 2009 festgestellte Altlast wurde fach- und sachgerecht saniert.
Das Belastungsgebiet Oker im Bund-Länder-Programm:
Das „Belastungsgebiet Oker“ wurde 1985 in das gemeinsame Bund-Länder-Programm zur Städtebauförderung aufgenommen. Aufgrund der bekannten Umweltproblematik hat die Stadt Goslar sich fast 20 Jahre dafür eingesetzt, dass die geplante Umgehungsstraße B 498n, die den Ortskern von Oker von einem hohen Verkehrsaufkommen entlasten sollte, gebaut wird. Der Trassenverlauf der geplanten B 498n wurde in einem rechtsverbindlichen Bebauungsplan verankert. Da die Trasse direkt über die Fläche des Kraftwerkers verlaufen sollte, ließ die Stadt Goslar über ihren Sanierungsträger von der ngv Grundbesitzverwaltung GmbH mit Sitz in Raubling das Kraftwerk nebst angrenzender Flächen am 12.01.1988 erwerben.
Dieser Grundbesitz sollte an das Straßenbauamt Goslar weiter veräußert werden, sobald diesem die Mittel für den Bau der Bundestraße zur Verfügung gestellt worden wären. In dem Kaufvertrag wurde die Verkäuferin, die PWA Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg AG in Raubling, von sämtlich anfallenden Sanierungsmaßnahmen freigestellt, da nur unter diesen Voraussetzungen ein Ankauf möglich war.
Der Bau der B 498n hätte zu einer Komplettversiegelung der benötigten Straßenflächen geführt, flankiert von Straßenbegleitgrün. Im Jahre 2007 entschied der Rat der Stadt Goslar, den Bau der B 498n nicht weiter zu verfolgen, da eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund nicht mehr absehbar war.
Der bis dato rechtsverbindliche Bebauungsplan wurde aufgehoben.
Im Jahr 2009 wurde dem Rat, im Rahmen des Förderprogrammes der Altlastensanierung aus dem Konjunkturpaket II, eine Sitzungsvorlage vorgelegt, die den Abriss des Kraftwerkes inklusive Kesselhauses aus Städtebaufördermitteln des Landes in Höhe von 1,1 Millionen Euro vorsah. Dieser Ratsvorlage wurde letztendlich nicht zugestimmt.
Zurzeit ansässige Unternehmen auf dem Gelände: Wolfenbütteler Straße 42: - GMAS GmbH - Frantschach Industrial Packaging Deutschland GmbH - IWS Immobilien Verwaltungs GmbH - JK Minerals Jan van Rahden - Slawomir Opaczyk Hausmeistertätigkeiten - ETH Wertstoffrecycling GmbH - Innova Recycling GmbH - Special Metals Recycling GmbH (SMR) Wolfenbütteler Straße 44: - Baron-Well GmbH Wolfenbütteler Straße 46: - Michael Isensee Metallbau Wolfenbütteler Straße 48: - Autoklinik Darius Schäfer Wolfenbütteler Straße 50: - Baumaschinen Mietstation Goslar - Hausmeisterservice UG
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Well I was offline for few days, one is because was busy to catch-up class work both in section and online; second is my films are not scanned so well except some prints I have nothing to show 😹. So well somehow my insta next few days just around sketching and hand lettering or whatever 😅. So first was my bored time last night, I just decided to practice my sketching. Turned out not bad so okay I will post it. Here is uhmmm succulents. Using Dip Pen from Germany brand calls Rohrev & Klingner. Ink was Sailor Jentle Ink - Mirurai Pen was bought in L.Cornelissen & Son in London which is a pretty cool art store - highly recommend for people to stop by. Oops this post is too long actually, and like a mix between my diary aka my sketching aka pen show aka marketing thing 🙄. Sorry ignored me after my long document I lost my mind. #dippen #rohrev #klingner #rohrerandklingner #madeingermany #succulents #sketchings #inksketch #sailor #sailorink #miruai #lcornelissenandson #london #sketchbook #pens
Wer zu Weihnachten etwas Selbstgemachtes schenken will, den unterstütze ich hiermit schulterklopfend. Ich kann zwar nicht das Buch Hab ich selbst gemacht von Susanne Klingner empfehlen, weil ich es nicht gelesen habe. Aber gerade für die weibliche Zunft (nicht nur) könnte die Linksammlung des Buches recht interessant sein und zu Inspiration verleiten.