Antifaschismus und der politische Islam
Die Kritik am Islamismus ist schwer zu transportieren sagt das Antifaschistische Aktionsbündnis Köln und Umland (AKKU). Die Gefahr besteht, ungewollt rassistische Vorurteile in der Bevölkerung zu schüren oder jene Kräfte zu Stärken, die mit Ausgrenzung und Rassismus ein politisches Interesse verfolgen.
Antifaschistische Aufgabe ist, zentralen Positionen antifaschistischen Selbstverständnisses verständlich und öffentlich wahrnehmbar zu machen, so Lothar Galow-Bergemann. Das Ziel sei auch, dem jihadistischen Faschismus dort Einhalt zu gebieten, wo die Zivilgesellschaft dies aus eigener Kraft nicht vermag und sie gegen neonazistische Einflüssen sensibel gemacht werden muss.
Der Kampf gegen fundamentalistische Gotteskrieger wird in der öffentlichen Wahrnehmung fälschlicherweise als Kampf von Religionen wahrgenommen. Am Beispiel der kurdischen Befreiungsbewegung aktuell in Kobanê wird ein Konflikt innerhalb der muslimischen Religionsgemeinschaft offenbar. Die Ebene religiöser Weltbilder ist aber keine Grundvoraussetzung, um barbarische Gotteskrieger wegen ihres faschistischen und menschenverachtenden Weltbildes zu kritisieren. Dazu würde ein Blick in die deutsche Vergangenheit genügen.
Der Text basiert auf einem früheren Blogbeitrag aus 2014