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nr13: Hyperlokale Onlinenachrichten in Berlin und Hamburg
Diesen Beitrag habe ich fĂŒr das Blog von netzwerk recherche geschrieben. Es ist eine Zusammenfassung eines Vortrags von Ada von der Decken und Juliane Wiedemeier.
Trend Hyperlokaljournalismus. Ein neuer Weg, zwei verschiedene Konzepte. Ada von der Decken zeigt die âEimsbĂŒtteler Nachrichtenâ, Juliane Wiedemeier stellt die âPrenzlauer Berg Nachrichtenâ vor. Einmal Stadtteiljournalismus in Hamburg und einmal in Berlin.
Ada trÀgt eine helle Bluse mit Streifen, Juliane dunkelblau mit Punkten. Ada hat die Haare offen, Juliane einen Zopf. Trotz einiger offensichtlicher Unterschiede verfolgen die beiden jungen Journalistinnen ein gemeinsames Ziel: Den Lokaljournalismus neu zu erfinden.
In den Mega-Citys Berlin und Hamburg, dort, wo der RĂŒckzug der Regionalzeitungen deutlich zu spĂŒren ist, besinnen sich die beiden Projekte auf den Urspung des Lokalen â nah am Menschen sein. Die âEimsbĂŒtteler Nachrichtenâ und die âPrenzlauer Berg Nachrichtenâ berichten vom Geschehen aus den Stadtteilen.
Juliane sagt: âEs gibt diverse groĂe Zeitungen in Berlin, aber es gilt die LĂŒcke zu fĂŒllen, die sie in den Bezirken hinterlassen.â Die Schwierigkeit beim Hyperlokalen in Prenzlberg: âEs gibt keine Agenturen, wir mĂŒssen uns alle Quellen selbst erschlieĂen.â
Die âPrenzlauer Berg Nachrichtenâ gingen Ende 2010 online, die âEimsbĂŒtteler Nachrichtenâ erst vor wenigen Monaten. Erstere setzen auf feste und vor allem bezahlte freie Mitarbeiter, bei den Hamburger Kollegen werden die Artikel in der Freizeit nebenbei ehrenamtlich gemacht. DafĂŒr haben die Prenzlberger auch eine stattliche Summe von mehr als 50.000 Euro als Fehlbetrag angehĂ€uft â Geld, das der GrĂŒnder Philipp Schwörbel in die Seite investiert hat. Er hat einen langen Atem.
Noch glaubt man an das alternative Konzept jenseits der groĂen Zeitungsverlage. Auch die Hamburger Kollegen wollen von Scheitern nichts wissen. âIch schiebe solche Gedanken einfach wegâ, sagt Ada. âWir sind ĂŒberzeugt, ein Modell zu schaffen, das sich tragen kann. Aber erst einmal habe ich mein Beruf zum Hobby gemacht.â
Dabei sehen die Ausgangslagen ganz gut aus. Beide Stadtteile haben so viele Einwohner wie mittelgroĂe StĂ€dte. In Prenzlauer Berg leben ungefĂ€hrt 150.000 Menschen. Im Hamburger Stadtteil EimsbĂŒttel 54.000, der Bezirk zĂ€hlt sogar 250.000 Einwohner.
Die âPrenzlauer Berg Nachrichtenâ setzen auf drei SĂ€ulen bei der Refinanzierung: Klassische Online-Anzeigen, so genannte SolidaritĂ€tsabos (ohne Gegenleistung) und bezahlte PortrĂ€ts von kleinen Unternehmen im Kiez. Ganz Ă€hnlich verfahren die Jungs und MĂ€dels aus der Hansestadt.
Bei der Werbung willâs jedoch noch nicht so richtig funktionieren. âWir mĂŒssen Pionierarbeit leisten, was die Online-Werbung angehtâ, erzĂ€hlt Juliane. Und: Die Macher wollen sich von den so genannten BĂŒrger-Reportern, die teils auf den groĂen regionalen Online-Nachrichtenseiten bloggen, abgrenzen.
Juliane: âIch glaube, man muss investieren und ausgebildete Journalisten eingstellen, die davon leben können.â
zum Originalbeitrag
Hyperlokal valuta
Hvordan fÄr man mere lokal handel? I en engelsk by har de forsÞgt at lÞse en udfordring ved at gÄ sammen om en hyperlokal valtuta, der kun er gÊngs i de knap 70 smÄ butikker og virksomheder, der holder til i Totnes i det sydvestlige England.