Námafjall Geothermal Area, Iceland. 2016
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Námafjall Geothermal Area, Iceland. 2016

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White crater from Hverir, Iceland - by Tim Rudman (1942), English
Dettifoss and Hverir, Iceland on 35mm
Smooth Smoulder #iceland #hverir (at Hverir) https://www.instagram.com/p/CmZmL-yIAJj/?igshid=NGJjMDIxMWI=
went north last summer! photos by @kippie-puu

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Island 2021 - Tag 12 Teil 2
Herrschaften!
Für uns geht's zurück auf die Ringstraße ....
Auch als wir mit dem Auto um die "nächste Ecke" biegen, sehen wir den Tourismus schon in “full swing”.
Das Solfatarenfeld liegt direkt an der Ringstraße und ist nicht zuletzt auch deshalb gut besucht.
Nur wenige Meter von der Ringstraße entfernt liegt der Parkplatz zu einem Geothermalgebiet: Hverir (heiße Quellen) oder Hverarönd (Linie von heißen Quellen) im Namaskard (Minenpass).
Wir befinden uns im Krafla Gebiet, einer Landschaft die von unzähligen Dampfsäulen geprägt wird.
Bei dem Hverarönd handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um ein “heißes Pflaster”: Schwefel, Schlammtöpfe und Fumarolen. Überall brodelt und pufft es aus der Erde.
Auf dem Schild am Parkplatz wird das Gebiet “Námafjall / Hverir” genannt.
Direkt am Parkplatz steht eine hölzerne Plattform, von der aus das gesamte Gebiet überblickt werden kann.
Es dampft, gurgelt und spuckt im Hexenkessel und riecht nach Schwefel, die Farben sind eine Sensation.
Den Hasenbären haut der Duft gleich mal um - wir finden es gar nicht so schlimm, wie gemeinhin immer behauptet wird. Die sollen alle mal zum Cape Cross an die Skelettküste (Namibia) fahren und dort mal schnuppern, wie mehrere tausend Robben so riechen ....
Wir gehen wenige Meter hinunter auf das weitläufige Geothermalgebiet östlich des Námafjall-Bergrückens.
Man soll auf den markierten Wegen bleiben und Absperrungen beachten, natürlich schlichtweg aus Sicherheitsgründen.
Diese Absperrungen sind jedoch geschickt so gesetzt, dass das gesamte Gebiet sehr weitläufig bleibt.
Das Gebiet ist nicht sehr groß, aber es lohnt sich, zumindest ein Stück weit hinein zu gehen.
Wir sehen schmale Bachläufe, in denen heißes Wasser fließt und wellenartige Strukturen im Boden hinterlässt.
Kleine und große Schlammtöpfe voll von zäher bis sehr flüssigem, unablässig blubberndem, blaugrauem Schlamm.
Man möchte den Finger hineinstecken, um zu sehen, ob der Schlamm wirklich heiß ist.
Die Vernunft spricht deutlich dagegen und manchmal sollte man tatsächlich auch auf die Vernunft hören.
Auch Steinhaufen, mal kniehoch, mal eineinhalb Meter hoch, produzieren ständig Wolken von Wasserdampf.
An den Steinen setzen sich blauweiße und schwefelgelbe Ablagerungen ab. Das sind die oben genannten Fumarolen und Solfatare.
Sie stoßen Schwefelwasserstoff, Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf aus, der bei Solfataren 100-250 °C heiß sein kann. Fumarolen hingegen können bis zu 800 Grad heiße Gase ausstoßen.
Der Schwefelwasserstoff sorgt für den charakteristischen Geruch nach faulen Eiern, der über dieser Landschaft liegen kann.
Auf dem Boden finden sich Ablagerungen, die an künstlerische Farben-und Formenspiele erinnern.
Auch hier erkennen wir das schwefelige Gelb wieder, dazu auch weiße und leicht bläuliche Ablagerungen.
Auch unter unseren Füßen ist die Erde über 100 Grad heiß. Ich weiß nur nicht, ob es ein paar Zentimeter sind, ein paar oder vielleicht viele Meter.
Um uns herum sind Schlammtöpfe, Fumarolen und Solfataren, dazu blau-weiß-gelbe Muster auf dem orangebraunen Erdboden.
Der völlig kahle, bis zu 482 Meter hohe, Bergrücken Námafjall leuchtet in verschiedenen Rot-, Orange- und Brauntönen.
Ein schöner Berg, dessen Name „Bergwerksberg“ sich vom, bis ins 18. Jahrhundert betriebenen, Abbau von Schwefel für die Produktion von Schießpulver ableitet.
Wanderwege führen auf den Námafjall, auch die Überschreitung des Bergrückens hin zum Mývatn und zum Kraftwerk Bjarnaflag ist möglich.
Der Námafjall gehört ebenfalls zum Vulkansystem der Krafla, genau wie die westlich und östlich liegenden Hochtemperaturgebiete.
In der Mitte führt die Ringstraße über den Pass Námaskarð zum Mývatn.
.... und da fahren wir jetzt lang - zu unseren nächsten Zielen!
Hverir by Jón Óskar. https://flic.kr/p/2jKWXwD
Emma Stibbon (British, b. 1962), Hverir, Iceland. Ink and volcanic dust, 130 x 183 cm.