The Nun oder wie John Sinclair nach Rumänien kam
Dieses Jahr konnte ich im Kino in den Horroctober starten. Da ich die Conjuring Filme sehr mochte, wollte ich auch “The Nun” sehen. Immerhin sah der Trailer ganz vielversprechend aus. Ich hatte zwar vorher schon enttäuschende Kritiken gelesen, doch daraus mache ich mir nicht so viel.
Die perfekte Kinobegleitung ist meine Schwester. Mit ihr hab ich schon in Kindertagen heimlich Horrorfilme geguckt und auch heute noch ist sie eigentlich die einzige mit der ich solche Filme schaue.
Zu Anfang will ich eines klar stellen: Das hier ist KEINE objektive Filmkritik, sondern einfach nur ein paar subjektive Gedanken darüber, wie mir ein Film gefallen hat.
Zunächst einmal fand ich es erstaunlich, wie gut besucht der Film war. Das Kino meiner Wahl - UCI in Bochum - war tatsächlich zu 3/4 gefüllt. Kann auch daran gelegen haben, dass es einer der ersten nassen Herbsttage war und somit perfektes Kinowetter.
Das Setting war sehr vielversprechend: Ein unheimliches Kloster in Rumänien. Nonnen die von einem Dämon heimgesucht werden und eine Novizin und ein Pfarrer die gemeinsam ermitteln.
Der Film hatte tolle Bilder und Farben. Gerade manche Einstellungen von oben sahen sehr toll aus... naja... eigentlich war’s das auch schon. Viel mehr hat mir da nicht so gefallen. The Nun ist einer dieser Filme die eben nur gut aussehen, Storytechnisch aber nicht viel können.
Ich wollte den Film sehen um mich zu gruseln. Das hat nicht geklappt. Die Jumpscares waren zwar recht viele, aber sehr vorhersehbar (bis auf 1 oder 2 die mich erwischt haben). Vorhersehbar war auch so ziemlich alles andere, vor allem das Ende, was niemanden wundert, ist es doch ein Prequel zu Conjuring.
Die Slapstick Einlagen waren mir zu übertrieben witzig. Das hat vorne und hinten nicht gepasst. Zwar war der Urheber der Komik Frenchie ganz sympatisch, hat das ganze jedoch zu einer Parodie seiner sich selbst erhoben.
Am Ende wirkte der Priester wie John Sinclair mit seinem Silberkreuz und Frenchie wie Bill Conolly... oder Suko...
Würde man den Trashfaktor aus John Sinclair heraus nehmen und das ganze etwas ernster verfilmen, würde wohl The Nun dabei herauskommen.
Unter diesem Aspekt war es ein guter Film. Zu Schade, dass das nicht gewollt war.
Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass es der bisher schwächste Film im Conjuring Universum ist (ich hab Annabelle noch nicht gesehen) . Ich bereue es nicht, den Film gesehen zu habe - da gibt es schlimmeres - bin aber froh, dass ich eine Freikarte hatte und kein Geld dafür ausgegeben habe.