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Moin! #herbstlich 🍁 #autumn #herbstistda #langebank #bnwphotography #bnw_today #bnw_fanatics #karlsruhe #visitkarlsruhe #zkm #instakwer (hier: ZKM - Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe) https://www.instagram.com/p/BnQQE_EgKfS/?utm_source=ig_tumblr_share&igshid=15m55qawotta1
Kleine Herbstleckerein
In der Stadt lassen sich auf den ersten Blick nicht so einfach Naturprodukte sammeln und ernten um daraus etwas leckeres zu machen. Aber ein paar Kleinigkeiten hat der Herbst doch auch hier zu bieten.
Ginko Bäume gibt es hier sehr viele. Sie säumen einige Wege in der Stadt. Jetzt im Oktober sind die Früchte reif und klatschen auf den Boden und werden größtenteils zu stinkendem, gelb grünen Matsch zertreten. Zugleich kann man in kleinen Märkten fein abgepackte pistazienähnliche, weißliche Nüsse kaufen. Warum kaufen wenn sie vor unserer Tür liegen!? Vielleicht könnte man Bedenken haben, dass sie neben Autos gewachsen sind und deshalb nicht so sauber sind. Aber ich glaube nicht, dass sie „auf dem Land“ oder woher auch immer die abgepackten herkommen, keine Chemie verwenden, mal abgesehen von den Hygienemaßnahmen und der Plastikabpackung. Da hab ich fast mehr vertrauen zu denen, auf der Straße. Das schwierige ist nur die beißend stinkende Fruchthülle… riecht säuerlich, wie frisch übergeben. Ich hab das mit den Schuhen abgetreten und die Nüsse mit dem Fuß vorsichtig auf der Straße hin und her gerollt, bis fast alles weiche außenrum ab war. Dann ab in die Tüte und nicht so tief einatmen. Zu Hause dann gründlich mit Wasser abwaschen und auf dem Balkon trocknen lassen. Von dem Gestank ist dann nur noch wenig übrig und die leichte Note davon erinnert eher an ein „Gestank“ wie Käse. Also was genusslich wieder seinen Reiz hat. In die Pfanne bei kleiner Flamme gegeben, platzen sie nach 5-10 Minuten auf und ihr glänzenden, hellgrünen Kerne kommen zum Vorschein. Beim rösten unbedingt einen Deckel drauf legen, sonst fliegen sie euch um die Ohren . Ich mag sie mit ein bisschen Salz, sie haben innen noch immer eine weiche, leicht klebrige Konsistenz.
Ich erkläre das so ausführlich, weil wir die ja auch in Deutschland haben müssten, also bitte mal vor Ort ausprobieren und berichten wie die deutschen Kollegen schmecken
Hinweis: Sie bestehen hauptsächlich aus Kohlenhydraten und man sollte nicht zu viel auf einmal von Ihnen verzehren, weil sie ein Vitamin B6 Antagonisten enthalten.
Die zweite Leckerei stammt von unserem Shiso von unserem Balkon. Shiso ist eine sehr typische Gewürzpflanze in Japan. Das Gewächs ähnelt dem Basilikum, ist also einjährig und blüht ungefähr im Oktober in ähnlicher Gestalt wie Basilikum. Die Blätter selbst haben wir oft für Salat oder andere Kaltspeisen verwendet (im Sommer gibt es in Japan oft kalte Nudeln zum Beispiel). Die Blüten haben wir noch gerade vor dem vertrocknen abgepflückt, die kleinen Kullerchen verlesen, in ein Glas gegeben und mit Soya Soße übergossen. So eingelegt halten sie sich im Kühlschrank ewig und sind eine kleine Verfeinerung für Salate, Gemüse, Reis usw.
Den dritten Schmaus mixte ich aus Kuri (Esskastanien), Äpfeln und Zimt. Esskastanien schmecken auch einfach so geröstet, sind aber recht kompakt und gehaltvoll, sodass man nicht so viel auf einmal essen kann, andererseits sind sie auch nicht lange haltbar, also was tun? Ich hatte ein kleines Säckchen Kuri von einer Freundin bekommen, jetzt im Oktober ist ihre Hochsaison. Ich habe sie 15 Minuten in leicht gesalzenem Wasser gekocht, abkühlen lassen, geschält -recht mühselig- und grob zerbrochen. Im Topf mit Apfelstückchen, einer Mandarine, Zimt und etwas Wasser gekocht und zu Brei zerstampft. Diese Masse dann auch direkt ins Glas abgefüllt. Also Bortaufstrich sollte sie sich für einige Tage oder sogar Wochen halten.
Der Herbst ist lecker!
Betrachtet man das aktuelle #Wetter, dann ist das wohl #Fakt ➡️ der #Sommer ist rum! 😢 #herbstistda #endofsummer #keinewarmentagemehr #badehoseade #motivationmonday #success #lunkenheimer #manfredlunkenheimer