#potsdamerplatz #berlin #germany #deutschland #architecture #design #helmutjahn #arquitectura #diseño (at SONY Center Berlin am Potsdamer Platz)
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Lawndale Commons, Sketch, Helmut Jahn, 1986, Art Institute of Chicago: Architecture and Design
Gift of Stanley M. Freehling Size: 42.2 Ă 54 cm (16 5/8 Ă 21 1/4 in.) Each square approĂ. 14 Ă 10.7 cm. Medium: 15 individual sheets taped together on verso. Brown, blue, & red marker pen and blue-green colored pencil on tablet paper.
https://www.artic.edu/artworks/66827/
Studies for a Low-Rise Hospital, Helmut Jahn, 1972, Art Institute of Chicago: Architecture and Design
Gift of Helmut Jahn Size: 43 Ă 43 cm (16 15/16 Ă 16 15/16 in.) Medium: Ink on paper
https://www.artic.edu/artworks/99644/
Gateway and River (Tribune Tower), Helmut Jahn, 1979, Art Institute of Chicago: Architecture and Design
Gift of Stanley Tigerman and Margaret McCurry Size: 13 Ă 10.5 cm (5 1/4 Ă 4 1/8 in.) Medium: Colored pencils and graphite on yellow wove paper
https://www.artic.edu/artworks/239005/
#repost âą @archdaily Chicagoâs most prolific architect, Helmut Jahn has passed away on Saturday afternoon, our condolences to the family and his great team.â â â â We want to honor his legacy and remember an interesting interview conducted by Vladimir Belogolovsky, in which they talk about collaborative work processes, letting himself be carried away by intuition and how he approached structural engineering, among other anecdotes.â â â â #helmutjahn #architecture #ArchDaily #ADinterviews #vladimirbelogolovsky #architecturedesign #architecturadrawings #collaborativedesign https://www.instagram.com/p/CQYMtnvsJir/?utm_medium=tumblr

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Gateway and River (Tribune Tower), Helmut Jahn, 1979, Art Institute of Chicago: Architecture and Design
Gift of Stanley Tigerman and Margaret McCurry Size: 13 Ă 10.5 cm (5 1/4 Ă 4 1/8 in.) Medium: Colored pencils and graphite on yellow wove paper
https://www.artic.edu/artworks/239005/
#RIPHelmutJahn Der Architekt #HelmutJahn, der u.A. den @messeturm_frankfurt entwarf ist in den USA bei einem #Fahrradunfall mit 81 Jahren tödlich verunglĂŒckt.đą RIP Der #Messeturm trauert um seinen Schöpfer. (hier: Europa-Allee, Frankfurt) https://www.instagram.com/p/COs9MSIjQ4c/?igshid=x1nnde19zttx
Schmale HĂ€user (4): Helmut Jahn und das kleinste Hochhaus der Stadt
BĂŒrohaus KurfĂŒrstendamm 70, 1992â94 von Helmut Jahn, Berlin-Charlottenburg, 2020
Der Architekt Helmut Jahn ist am Samstag im Alter von 81 Jahren bei einem Fahrradunfall ums Leben gekommen. Er war nicht nur der Architekt von Megastrukturen wie dem Thompson Center in Chicago oder dem Sony Center am Potsdamer Platz, und von zeichenhaften, unverwechselbaren HochhĂ€usern wie dem Messeturm in Frankfurt am Main, sondern auch eines schmalen Hauses am KurfĂŒrstendamm, das er noch vor dem Mauerfall geplant und in den frĂŒhen 1990er-Jahren gebaut hat. Wie viele andere Bauten von Jahn ist es im BemĂŒhen entstanden, zwar das Erbe der Moderne dezidiert weiterzufĂŒhren, aber ihren oft stereotypen, langweiligen Lösungen zu entkommen. Jahn hatte weder mit seinen Bauten noch als Mensch ein Problem damit, aufzufallen.
Wie aber kam es zu diesem schmalen Haus, das aufgrund seines VerhĂ€ltnisses von kleiner GrundflĂ€che und groĂer Höhe durchaus in Jahns hochhausgeprĂ€gtes Oeuvre passt?
Das GebĂ€ude steht auf einem nur 2,70 Meter breiten Streifen. Das reicht immerhin fĂŒr die TĂŒr, die in ein Foyer fĂŒhrt, hinter dem dann der durchaus gerĂ€umige Aufzug liegt. Durch das weite Auskragen der Obergeschosse erreicht der Architekt dort eine erstaunlich groĂe NutzflĂ€che.
2019
Obwohl die gĂ€ngige Traufhöhe des KurfĂŒrstendamms nur um ein paar Meter ĂŒberschreitet, ist der Bau doch in seinen Proportionen, im VerhĂ€ltnis der Höhe zur GrundflĂ€che, ein Hochhaus. Die Schmalseite am Kudamm ist erstaunlich plastisch, abwechslungsreich und dynamisch, die breite glĂ€serne Vorhangfassade zur LewishamstraĂe lĂ€sst nicht ahnen, wie wenig Tiefe sich dahinter verbirgt. Ăber die Ecke ragt eine Spitze mit rundem Signet weit hinaus â vielleicht eine kleine Reminiszenz an den Kudamm, wie ihn das Neue Bauen der 1920er-Jahre ertrĂ€umte aber kaum umsetzen konnte â vom fahrenden Auto aus zu erleben, mit dynamisch gerundeten HĂ€userecken, nachts erleuchteten Fassaden und groĂstĂ€dtischer Reklame, mit Stahl und Glas statt Stuck und Sandstein.
2020
Bis zur Zerstörung im Krieg, also bis etwa 1943 oder 1944, stand unter der Adresse KurfĂŒrstendamm 70 eines der ĂŒblichen groĂen, breitgelagerten EckhĂ€user des spĂ€ten 19. Jahrhunderts â in Stil und Proportionen sicher Ă€hnlich wie der noch heute vorhandene linke Nachbar von Jahns GebĂ€ude. Die rechts an Jahns Turmbau vorbeirauschende, breite LewishamstraĂe gab es nicht. Stattdessen traf hier nur die wesentlich schmalere Wilmersdorfer StraĂe von Nordwesten, also von schrĂ€g rechts, auf den Boulevard. In den 1960er-Jahren wurde durch das vom Luftkrieg zerlöcherte Quartier nördlich des KurfĂŒrstendamms die neue LewishamstraĂe gefrĂ€st. Durch diese neue Schneise entstand eine Verbindung zum nunmehr untertunnelten Bahnhof Charlottenburg und von dort weiter nach Norden. Die neue, verbreiterte und als âAdenauerplatzâ benannte StraĂenkreuzung am KurfĂŒrstendamm sollte aber keine traditionelle Kreuzung bleiben. Im Sinne einer Stadt, die dem Auto endlich Gerechtigkeit widerfahren lassen wollte und sich deshalb âautogerechtâ nannte, wurde der Boulevard hier untertunnelt. Der gekachelte, dreispurige und 260 Meter lange Tunnel wurde 1972 eröffnet.
2020
Das alte GrundstĂŒck KurfĂŒrstendamm 70 war somit Anfang der 1970er-StraĂe unter einer DurchgangsstraĂe mitsamt Tunnel verschwunden. Doch ein schmaler Streifen des alten GrundstĂŒcks war ĂŒbriggeblieben, was wohl spĂ€testens in den 1980er-Jahren aufgefallen sein muss. Jahn erhielt den Auftrag fĂŒr den Bau des schmalen Hauses nach einem Wettbewerb, der noch in Zeiten der geteilten Stadt, in den 1980er-Jahren, stattfand. Dessen Gewinnerin war zunĂ€chst Zaha Hadid, deren Entwurf allerdings gegen das Bauordnungsrecht verstieĂ (so Amelung 1996). Ihr Entwurf zweier sich dies- und jenseits der LewishamstraĂe gegenĂŒberstehender Segelbauten wird bis heute als Poster vermarktet.
Helmut Jahn hat mit seinem Bau lange vor der Ăra der LĂŒcken- und RestgrundstĂŒcksbebauung vorgefĂŒhrt, wie man aus einer schwierigen GrundstĂŒckssituation kĂŒnstlerisch und wirtschaftlich Kapital schlagen kann.
Blick aus der LewishamstraĂe, 2020Â
Literatur
Volker E. Amelung: Gewerbeimmobilien. Bauherren, Planer, Wettbewerbe, Berlin/Heidelberg 1996, S. 159, Anm. 71
Piotr Pawlowski: Das GeschĂ€ftshaus Kuâdamm 70, Berlin von Helmut Jahn, Mag.-Arbeit FU Berlin 2000
Peter M. Bode: â56 Quadratmeter Berlin genĂŒgen fĂŒr ein Hochhaus. Helmut Jahn baut am KurfĂŒrstendammâ, in: Art 9 (1994), S. 129