Heute Morgen sind wir um ca 11.30 Uhr in Sydney gelandet. Allerdings mussten wir noch einige Zeit im Flieger warten, da der Flughafen überfüllt war und wir keinen Platz zum Aussteigen fanden...
Am Flughafen angekommen, haben wir uns erstmal eine Prepaid-Sim Karte gekauft, da wir uns meistens bei den einzelnen Touren, die wir gebucht haben, 24 Stunden vorher telefonisch melden sollen. Als wir uns gerade auf den Weg machen wollten, um mit dem Zug ins Hostel zu fahren, trafen wir zwei andere Deutsche, die ihre Zugtickets loswerden wollten...das war uns gerade Recht. Nachdem wir im Hostel eingecheckt hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Central Station, um dort im Greyhound Ticket Office unsere letzten Fragen zu klären. Während wir durch die Stadt schlenderten, sind uns einige schräg und ziemlich bunt angezogene Menschen über den Weg gelaufen.
Wir erinnerten uns daran, dass uns der freundliche Passkontrolleur vom Flughafen auf die 'Party', die heute Abend stattfndet, aufmerksam gemacht hat... die Gay und Lesbian Parade namens 'Mardi Gras'.
Nach dem Genuss eines leckeren Döners (das Günstigste, was wir im Umkreis von 2 km finden konnten) fuhren wir zur Anlegestelle der Boote, wo auch das Sydney Opera House ist und man einen tollen Blick auf die Harbour Bridge hat.
Dort war ganz schön viel los, aber die Leute waren alle auf das Wochenende eingestimmt und gut gelaunt.
Gegen halb sieben entschlossen wir uns auf den Weg zur Parade zu machen um einen guten Platz zum Zuschauen zu sichern. An der Central Station, von der wir zur Parade laufen mussten, angekommen, stellten wir schnell fest, dass wir wohl nicht die Einzigen waren, die es dorthin zog.
Man muss dazu sagen, dass wir zuerst nicht wussten, wo genau das Ganze sich abspielen sollte, aber wir folgten den Menschenmassen und kamen irgendwann in der Oxford Street an.
Leider waren alle guten Plätze bereits weg und wir mussten uns überlegen wie wir am besten etwas sehen können und zwar nicht aus der 10. Reihe.
Also liefen wir dem Umzug hinterher und fanden einen Platz in zweiter Reihe, wo wir uns den Rest des Spektakels anschauten. Es gab sogar ein Feuerwerk!
Man kann es vergleichen mit einem Faschingsumzug, nur das andere Musik gespielt wird und politische Themen, besonders eben die Homosexualität im Vordergrund stehen. Alle waren bunt angezogen und trugen das Mardi Gras Zeichen, wir kamen uns ein bisschen so vor, als wären wir die größten Faschingsmuffel, weil wir nicht 'verkleidet' waren – der Horror!
Nach 3,5 Stunden fand die Parade dann ein Ende und die Menschen verteilten sich in der ganzen Stadt.
Wir liefen zurück zur Central Station und legten einen kurzen Stopp bei Domino's ein. Gestärkt fuhren wir dann ins Hostel zurück, denn morgen geht es ja dann weiter nach Cairns. Also packen und ein bisschen Schlaf finden.