11 Hausmittel und Tipps gegen Neurodermitis
Neurodermitis wird auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt. Atopisch bedeutet, dass die Betroffenen anfällig für die Entwicklung multipler allergischer Störungen sind, wie z.B. Asthma, Heuschnupfen und Nahrungsmittelallergien. Die Neurodermitis ist erblich bedingt. Ist mindestens ein Elternteil betroffen, besteht ein erhöhtes Risiko für die Kinder, ebenfalls an Neurodermitis zu erkranken.
Obwohl die atopische Dermatitis mit allergischen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird, ist sie selbst keine allergische Reaktion auf eine bestimmte Substanz, wie das beispielsweise bei der allergischen Kontaktdermatitis der Fall ist. Die atopische Dermatitis ist vielmehr eine chronische und stark juckende Entzündung der äußeren Hautschicht.
Ursache und Entstehung
Ihre Ursache ist unbekannt, obwohl sie mit einem überempfindlichen oder schlecht funktionierenden Immunsystem in Zusammenhang zu stehen scheint.
Lies hier, wie du bei Erkältung mit Hausmitteln dein Immunsystem stärkst.
Sie wird außerdem durch eine Vielzahl von Faktoren wie Temperaturveränderungen, Hautinfektionen, Reizungen durch Kleidung oder Chemikalien und emotionalen Stress verstärkt.
Die atopische Dermatitis tritt meist erstmals bei Kindern auf, die jünger als fünf Jahre alt sind. In den meisten Fälle verschwindet die Erkrankung im Erwachsenenalter wieder oder ist zumindest deutlich milder.
Symptome der Neurodermitis
Das Hauptsymptom der atopischen Dermatitis ist ein stark juckender Hautausschlag, der Juckreiz kann dem Auftreten des Ausschlags vorausgehen. Bei Säuglingen kann der Ausschlag zuerst in Form von Flecken auf den Wangen und am Kinn auftreten, aber auch auf der Kopfhaut, im Windelbereich und an Armen und Beinen. In schwerwiegenderen Fällen betrifft er den ganzen Körper. Bei älteren Kindern und Erwachsenen tendiert der Hautausschlag dazu, in weniger und begrenzteren Bereichen zu erscheinen, wie etwa um den Mund herum und in Hautfalten, insbesondere in der Kniebeuge und am Ellenbogen.
Der Ausschlag kann zunächst trocken und flockig erscheinen, aber der starke Juckreiz führt oft zum Kratzen, welches die Haut weiter entzündet und den Juckreiz schließlich noch verstärkt. Dies führt dann zu Blasenbildung, Krustenbildung oder Rissbildung und kann zu Sekundärinfektion führen. Einige Hautbereiche können dadurch dick und ledrig werden. Die Haut von jemandem, der unter atopischer Dermatitis leidet, neigt dazu, Feuchtigkeit zu verlieren und leicht auszutrocknen und ist deswegen auch anfälliger für die sogenannte irritative Kontaktdermatitis.
Behandlung der Neurodermitis mit Hausmitteln
Bei der Therapie der Neurodermitis stehen zwei Ziele im Vordergrund: Linderung des Juckreizes und Schutz der Haut vor zusätzlichen Reizungen. Die folgenden Tipps und Hausmittel können hier helfen:
1. Wasche neue Kleidung vor dem Tragen. Dies hilft bei der Entfernung von Formaldehyd und anderen potenziell reizenden Chemikalien, die zur Behandlung von Textilien verwendet werden.
2. Spüle zweimal mit der Waschmaschine. Selbst wenn Sie ein mildes Waschmittel verwenden, sollten Sie Ihre Kleidung zweimal spülen, um sicherzustellen, dass das gesamte Waschmittel entfernt wurde.
3. Trage lockere, naturbelassene Kleidung. Du möchtest, dass Deine Haut "atmen" kann, also trage locker sitzende, offen gewebte Kleidung aus Baumwolle oder Leinen.
4. Halte die Temperaturen konstant. Abrupte Temperaturänderungen (von heiß zu kalt oder umgekehrt) können die Haut reizen, also versuche, dies möglichst zu vermeiden. Versuche auch in Deinem Zuhause, eine konstante Luftfeuchtigkeit beizubehalten.
5. Halte Deine Fingernägel kurz. Es ist dann schwieriger effektiv zu kratzen, und daher verhindert es, weitere Schäden an Deine empfindlichen Haut zu verursachen, wenn Deine Fingernägel kurz sind.
6. Befeuchte Deine Haut mit einer Badewanne oder Dusche. Verwende warmes, nicht heißes Wasser und weiche die Haut mindestens 15 oder 20 Minuten ein. Vermeide einen Waschlappen, da er Deine empfindliche Haut zu stark reizt.
7. Verwenden Seife nur dort, wo es nötig ist. Wähle eine sanfte Seife, am besten pH-neutral. Spüle die Seife gründlich ab, tupfe überschüssige Feuchtigkeit sanft ab und trage dann Feuchtigkeitscreme auf Deine noch leicht feuchte Haut auf. Einfache Vaseline eignet sich hierzu am besten.
8. Verwende die Feuchtigkeitscreme auch tagsüber. Für Menschen mit atopischer Dermatitis ist es extrem wichtig, dass ihre Haut nicht zu trocken wird. Deshalb kannst Du auch tagsüber mit Feuchtigkeitscreme nachcremen.
9. Vermeide unbedingt Sonnenbrand. Denn ein Sonnenbrand reizt die Haut nur noch weiter. Verwende dementsprechend Sonnencreme, wenn Du länger in der Sonne bist als deine Haut verträgt.
10. Nach dem Schwimmen waschen. Das Chlor und andere Chemikalien in den meisten Schwimmbädern können deine empfindliche Haut reizen. Also, kurz nach dem Schwimmen eine milde Seife verwenden. Vergiss nicht, deine Feuchtigkeitscreme wieder aufzutragen.
11. Überprüfen deine Ernährung. Einige Ärzte glauben, dass Nahrungsmittelallergien eine Rolle bei der Neurodermitis spielen können, insbesondere in der Kindheit, während andere sagen, dass dies nicht bewiesen wurde. Wenn Du vermutest, dass ein bestimmtes Nahrungsmittel deinen Hautausschlag verschlimmert, lass dieses Nahrungsmittel für einige Wochen weg. Wenn der Ausschlag aufhört oder gelindert wird, dann aber wieder zurückkehrt oder stärker wird, wenn Du das Nahrungsmittel wieder einführst, dann versuche, dieses Nahrungsmittel dauerhaft zu vermeiden.
Haben Dir die Tipps geholfen? Hast Du andere Tipps gegen Neurodermitis. Teile Deine Erfahrung und hinterlasse einen Kommentar!













