Macmac Falls - South Africa. The drive in this area, including God's Window and Lisbon Falls is astounding.
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Südafrika 2022/23 Tag 22
Herrschaften und Oukies!
Man glaubt es nicht: wir sind an der Panorama Route und haben ... Trommelwirbel ... Panorama. Ja, richtiges Pa-no-ra-ma!
Also, Aussicht und wir sehen tatsächlich was! Wer hätte das gedacht, das es soweit kommen würde.
Jedenfalls ist Micha gleich heute im ersten Büchsenlicht mit der Kamera raus und hat das Ereignis festgehalten. Wir können tatsächlich bis Hazyview gucken.
Wir frühstücken um 7 Uhr machen uns startklar und ab geht es auf die Piste. Wir wollen heute den Nordteil befahren und zwar entgegen dem Uhrzeigersinn.
Zunächst geht es die 2 Kilometer nach Graskop. Der kleine Ort liegt oberhalb des Kowyn's Passes und wurde bereits 1880 gegründet, wie so viele Dörfer in dieser Region als Goldgräber Siedlung.
Der Ort hat ca. 3000 Einwohner und liegt 1.430 Meter hoch. Heute ist er eher eine Goldgrube für Einnahmen aus dem Tourismus. Es gibt zahlreiche Unterkünfte hier, einen Spar-Supermarkt, eine Tankstelle, Banken und kleinere Geschäfte. Sogar eine Seide wird hier produziert und verkauft.
Besonders mittags ist hier jede Menge los, dann sitzen zahlreiche Touristen in den Restaurants und im Graskop Hotel.
Nördlich, kurz hinter Graskop zweigt von der R532 die R534 als Canyon Loop der Panoramaroute ab. Diese führt als Ringstraße später wieder auf die R532.
Im Süden befindet sich der Waterfall Loop. Vom Highveld mit Höhen über 2.000 Metern bricht eine Randstufe ins Lowveld ab, das auf ca. 300-600 Metern Höhe liegt.
Auf Grund dieses gewaltigen Abbruchs hat das Wasser über Jahrmillionen eine einzigartige und sehr abwechslungsreiche Landschaft geformt, die zu Recht eine der Haupt-Attraktionen für Reisende in Südafrika geworden ist.
Eintritt zahlt man fast überall, dafür bekommt man einen bewachten Parkplatz und Toiletten, die mal mehr, mal weniger gepflegt sind.
Das unbestrittene Highlight der Panorama Route ist der 26km lange und bis zu 800m tiefe Blyde River Canyon.
Der nördliche Teil der Drakensberge besteht größten Teils aus rotem Sandstein. Von diesem roten Sandstein ist aber der größte Teil von Wald überdeckt.
Rund 2 Kilometer hinter Graskop führt ein Loop zu drei schönen und viel besuchten Viewpoints. Die Straßen sind gut ausgebaut, denn auch Busse kommen leider hierhin.
Hier ist immer sehr viel los, eine regelrechte Völkerwanderung macht sich vom Parkplatz aus auf den Weg zu verschiedenen Lookouts. Deshalb empfiehlt sich ein möglichst frühes Erscheinen, um dem zu entgehen.
Der erste Aussichtspunkt an der Route, nur 6 Kilometer außerhalb von Graskop, ist der rund 30m hohen Pinnacle. Diese Quazit-Säule hat der Verwitterung tapfer standgehalten. An ihr vorbei geht der Blick ins Lowveld, hinein bis in den Kruger National Park.
Den Pinnacle würden wir jetzt nicht wirklich als Attraktion an der Panorama Route bezeichnen. Es ist einfach nur ein freistehender Fels, der zum Teil mit Aloe Pflanzen bedeckt ist und etwa 30 m in die Höhe vom umliegenden Wald ragt.
Da der Pinnacle aber direkt an der Panorama Route liegt und es von Parkplatz aus nur wenige Schritte zu laufen sind, kann man an dieser „Sehenswürdigkeit“ ruhig einen kleinen Stopp einlegen.
Wir sind um kurz vor 8 Uhr an Ort und Stelle. Das ist sowohl für die Kassierer, als auch die Parkplatzwächer und Andenkenverkäufer eindeutig zu früh. Kein Mensch möchte etwas von uns.
Wer allerdings nicht ganz soviel Zeit zur Verfügung hat, kann den Pinnacle auch auslassen.
Folgt man dieser Straße nördlich weiter, erreicht man nach 7 Kilometern die Zufahrt zum bekanntesten Aussichtspunkt an der Panoramaroute, einen touristischen Rummelplatz namens God's Window.
Inzwischen ist wieder eine Nebelwand aufgezogen, deshalb verzichten wir erst einmal auf diesen Programmpunkt und werden hier noch einmal auf dem Rückweg vorbei schauen.
Der nächste und letzte Aussichtspunkt auf dem Abzweig von der R532 heißt Wonder View. Auch hier kein Auto zu sehen und die Verkäuferinnen fangen gerade erst an ihre Ware in den Buden auszulegen.
Leider ist kein Blick in die Tiefe möglich. Es soll hier ebenfalls 700m tief steil bergab gehen. Nun mag ja sein…
Übrigens: wenn man hier nichts sieht, dann kann man sich Eintritt und Aufstieg bei God's Window sparen. Daher sollte man bei unbeständigem Wetter immer erst hier vorbei fahren, denn Einritt muss man hier nicht bezahlen, für einen kurzen Kontrollblick ideal.
Wir beenden den Abstecher und treffen wieder auf die R532. Hier ganz in der Nähe der Kreuzung befinden sich die beiden Wasserfälle Berlin Falls und Lisbon Falls.
Ein großer Parkplatz bietet Raum für viele Besucher und Busse, als wir zu früher Stunde dort waren, hielt sich der Besucherandrang in Grenzen. Nur wenige Leute waren hier zu sehen, weit laufen muss man für die Aussicht auf die Fälle nicht.
Zuerst zahlt man den Eintrittspreis, aber auch in diesem Fall waren wir einfach zu früh dran. Für die paar frühen Besucher lohnt das Aufstehen offenbar nicht.
Auch hier ist das Verkaufspersonal noch mit dem Einrichten der Stände beschäftigt. Ein kurzer Weg führt vorbei an den Verkaufsständen mit dem üblichen Touristenkrempel, zu Aussichtsplattformen an der Schlucht mit Blick auf die Wasserfälle.
Der Lisbon River fließt hier über ein Plateau und hat dort überall kleine Pools gebildet. Oberhalb der Fälle kann man hier also auch im eiskalten Wasser schön baden, wenn man genügend abgehärtet ist.
Auch für ein Picknick ist dies sicherlich ein schöner Platz. Unterhalb der Pools stürzt das Wasser dann über einen Felsvorsprung 92 Meter in die Tiefe. Die Lisbon Falls sind die höchsten am Blyde Canyon.
Von den Lisbon Falls aus folgt man weiter der Straße in Richtung Norden und nach etwa zwei Kilometer gibt es einen weiteren Abzweig zu den Berlin Falls. Ebenfalls mit dem üblichen Eintritt, einigen Händler in Hütten mit dem ebenfalls üblichen Warenangebot und Parkplatz ausgestattet.
Das Wetter war toll und das weiche Licht am Morgen ist ideal für schöne Bilder. Heute haben auch die Händlerinnen bestimmt Hochkonjunktur.
Zu den Pools muss man direkt an den Ständen der Händler vorbei und wenn die Sonne lacht, dann sitzt auch das Geld locker. Wir schaffen es total easy an den Ständen vorbei und gehen ein paar Stufen runter zum Aussichtspunkt. Den Abstecher sollte man sich nicht entgehen lassen.
Der Fluss muss sich durch eine sehr schmale Felsspalte durch das Plateau drücken und staut dabei einen kleinen Pool auf. Dann stürzt es wie ein Vorhang durch eine Felspalte 45 Meter tief in einen großen Pool. Ein sehr fotogener Wasserfall, wenn die Wetterverhältnisse und das Licht stimmen.
Für uns sind die Berlin Falls die schönsten Wasserfälle im Blyde Canyon, ach was sage ich, an der ganzen Panorama Route. Die tiefstehende Sonne lässt die Steine goldgelb und das Plateau tief grün leuchten.
Die Fälle der Umgebung haben keine afrikanischen Namen, da sie von Goldgräbern aus Europa nach ihren Heimatstädten benannt wurden: die Lisbon Falls demnach von einem Portugiesen und die Berlin Falls von einem Deutschen. Bis heute wurde an der Namensgebung nichts geändert.
Einer der Höhepunkt bei einem Besuch der Panoramaroute sind die Bourke's Luck Potholes. Das finden auch zahlreiche Veranstalter, die mit ihren Reisebussen hier vorfahren, alleine ist man an diesem Ort wohl selten.
Dafür ist hier alles perfekt durchorganisiert und der Eintritt auch deutlich teurer als an den anderen Aussichtspunkten. Mit 260 Rand sind wir für 2 Personen dabei (Ausländertarif).
Am Parkplatz gibt es einen Kiosk an dem man auch Mahlzeiten einnehmen kann. Dazu ausgedehnt Picknick-Plätze. Und - Was viel wichtiger ist, es gibt öffentliche, saubere Toiletten.
Am Parkplatz gibt es die üblichen Souvenirstände mit Schnitzereien, Steinarbeiten und Perlenschmuck. Die Verkäuferinnen sind allerdings nicht aufdringlich und man kann in Ruhe gucken.
Vom Parkplatz aus führen Wanderwege in den Park. Für geübte Wanderer beginnt an den Bouke`s Luck Potholes auch der 4-tägige Protea Hiking Trail über ist 41 Kilometer durch die umliegenden Regenwälder. Wer nur 2 Tage unterwegs sein möchte, der wählt den 25 Kilometer langen Yellowood Trail.
Zu den Bourke's Luck Potholes geht es über einen gut ausgebauten Weg. Die Bourke's Luck Potholes sind dort entstanden, wo der Blyde River und der Treur River zusammenfließen.
Im Laufe der Jahrmillionen haben die Flüsse mit Hilfe des sich lösenden Sand zylinderförmige Löcher in das Gestein geschmirgelt. An den Bourke's Luck Potholes angekommen, ist es allerdings mit dem guten Weg vorbei.
Brücken überspannen die beiden Flüsse und auch die Strudellöcher. Bourke ist übrigens der Name von dem Goldsucher Tom Bourke, der aber gar kein Luck (Glück) hatte, denn er fand nie Gold.
Ab 10 Uhr gibt eine Damengruppe in (angeblich) traditionellen Gewändern (angeblich) traditionelle Gesänge und Tänze zum Besten.
Weiter geht es für uns zum Lowfield View Point. Dieser Aussichtspunkt ist der einer der wenigen, der keinen Eintritt kostet.
Nach so viel Lowfield Views oder Lowveld Blick, kann uns dieser Aussichtspunkt nicht mehr von Hocker hauen. Links in der Ferne kann man aber schon einen tollen Blick erahnen, da wollen wir als nächstes hin.
Die Aussichtspunkte auf die Three Rondavels bieten mit Sicherheit die schönsten und spektakulärsten Ausblicke im Blyde River Canyon.
Um den Busgruppen zu entgehen, beherzigen wir wieder einmal einen genialen Tipp von unseren lieben Freunden, Claus & Conny (der Bayern Schorsch), aus dem Namibia Forum und steuern das „A Forever Resort“ an, um die Three Rondavels zu bestaunen.
Das “A Forever Resort” ist die einzige Unterkunft mit direktem Blick zu den weltberühmten Three Rondavels. Es handelt sich um ein Ferienresort mit unterschiedlichen Chalets zur Selbstverpflegung und natürlich auch einem Campingplatz.
Das Resort bietet einen Pool, einen Spielbereich für Kinder, Minigolf, verschiedene Wanderwege mit Zugang zur Schlucht und den Wasserfällen sowie geführte Ausritte zu Pferd.
Zu den weiteren Angeboten gehören ein Restaurant mit respektablen 260! Sitzplätzen, verschiedene Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Konferenzen, einen Shop, ein Geldautomat, einen Bottle Store und eine Tankstelle.
Wir halten dazu zunächst an der Rezeption und kaufen uns dort ein Tagesticket. Mit diesem Ticket können wir uns im Resort aufhalten und umschauen. Der Clou ist, dass die Ticketgebühr im Restaurant angerechnet wird. Besser geht es doch gar nicht!
Wow, das ist wirklich ein super Blick in den 800m tiefen Blyde River Canyon, der oftmals als afrikanischer Grand Canyon bezeichnet wird. Wobei dieser Vergleich wohl eher auf den Fish River Canyon in Namibia zutrifft. Erstens ist der größer und zweitens ist der weniger bewachsen. Der Blyde River Canyon ist wunderschön grün, der Kontrast zu den roten Felsen ist wirklich sehr imposant.
Unten fließt der Blyde River durch das Tal, im Hintergrund schimmert die Lowveld-Savanne durch die Wolkenschicht. Das harte Quarzitgestein hat sich hartnäckig gegen die Verwitterung gestemmt und den Fluss zu einer großen Schleife gezwungen. Dort wo der Fluss an weichen Schieferstein erodieren konnte, hat er ganze Arbeit geleistet.
Rechts von der Flußschleife thronen die Three Rondavels. Links von den "Hütten" ragt mit dem 1944m hohen Mariepskop der höchste Berg der nördlichen Ausläufer der Drakensberge empor. Namensgeber ist Chief Maripe Mashile, der hier eine wichtige Schlacht gegen die angreifenden Swazis gewann, indem er Felsen den Berg hinab rollen ließ.
Three Rondavels bedeutet übersetzt drei Rundhütten. Die Felsen sehen tatsächlich wie afrikanische Rundhütten aus. Benannt wurden sie nach den drei Frauen des besagten Chiefs Maripe.
Nach diesem Stopp mit inkludiertem Lunch versuchen wir noch einmal unser Glück an der Schleife und halten zuerst noch einmal am Wonderview Punkt - und jetzt haben wir tatsächlich auch View!
Es gibt es nur einen einzigen Standpunkt, von dem aus man die Aussicht genießen kann und der ist schnell vom Auto aus erreicht. Perfekt für uns!
Natürlich wollen wir es jetzt auch noch einmal bei Gods Window probieren ...
Im ersten Moment dachten wir es hätte einen Verkehrsunfall oder so was ähnliches gegeben - aber nein ...
... der Parkplatz war dermaßen überfüllt mit Ausflüglern, dass die Straße rechts und links über mehrere hundert Meter zugeparkt war. Da haben wir dankend verzichtet und fuhren zurück zum Chalet.
Schließlich haben wir ein Panorama Chalet gebucht und da haben wir auch Panorama ...
Lekker Slaap!
Angie, Micha und der Hasenbär
Took a little trip to Graskop, Mpumalanga. #Godswindow
The Pinnacle Rock - South Africa

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#SouthAfrica #Mpumalanga #Graskop #HiddenTreasures #FamilyHoliday #Waterfall #River #Nature #MuchLatergram (at Berlin Falls)
Macmac Falls - South Africa. The drive in this area, including God's Window and Lisbon Falls is astounding.
Südafrika 2022/23 - Tag 23 Teil 1
Herrschaften und Oukies!
Unsere Zeit an der Panorama Route ist schon wieder vorbei. Die Panorama Chalets waren soweit in Ordnung.
Nicht luxuriös, sondern zweckmäßig rustikal. Das größte Plus ist natürlich die spektakuläre Lage, direkt an der Schlucht, mit denen die Unterkunft punktet.
Besonders zu schätzen wussten wir die in die Decke eingebaute Notbeleuchtung, die bei den Blackouts sofort ansprang. Das hatten wir bisher in keiner der Unterkünfte, mögen sie noch so ausgefallen gewesen sein.
Da kann man über die altbackene Einrichtung gerne hinweg sehen, wenn man nicht einen halben Koffer an Lampen mitschleppen muss.
Wir frühstücken ein letztes Mal und heute auch mit dem fabelhaften Ausblick in den Canyon. Die Sonne kämpfte sich durch den Nebel, wie schön!
Wir kontrollieren noch einmal die Zimmer, auf eventuell liegengebliebenes Eigentum von uns. Darin sind wir ja weltspitze - doch dazu später mehr (wieder einmal) ...
Dann ist das Auto fertig gepackt und unsere Kühlbox hinter dem Fahrersitz deponiert und schon geht es los in Richtung Osten.
Das erste Ziel ist das Skukuza Restcamp, das Hauptcamp, im Krüger Nationalpark. Dort waren wir bereit im vergangenen Jahr und von allen besuchten Camps, war hier das Personal am meisten auf Zack.
Wir fahren über die R 533 und damit über den Kowny Pass. Das Wetter ist prächtig und wir genießen die phantastische Aussicht während wir einen Höhenunterschied von 512 Metern über 7,8 km bewältigen.
Immer wieder kommen Holzlaster, die ihre Fracht aus dem Anbaugebiet heraus transportieren. Nicht ganz ungefährlich!
Der Pass wurde im Oktober 1959 fertiggestellt und nach einem lokalen Sotho-Häuptling, Koveni, benannt, der das Land entlang der Strecke kontrollierte. Der Name Koveni wurde zu Kowyn anglisiert.
Zum Zeitpunkt des ursprünglichen Baus waren die Ingenieurarbeiten an diesem Pass eine der fortschrittlichsten in Südafrika, da der Halbtunnel und die freitragende Fahrbahn mit einer Betonoberfläche eine stabile Struktur in der Nähe des Gipfelgrats bildeten.
Heute wird der einst stolze Pass durch das starke Verkehrsaufkommen extrem strapaziert und zahllose Schlaglöcher zieren die Fahrbahn. Somit ist die größte Gefahr der Gegenverkehr, der die Mittellinie überquert, um den Schlaglöchern auszuweichen.
Je näher wir dem Lowfeld kommen, desto wärmer wird es. Wir sind froh über die elektrische Kühlbox.
Dieses Mal fahren wir durch das Paul Kruger Gate in den Krüger Nationalpark hinein, kurz vorher überqueren wir noch den Sabie River. Vor dem Kruger Gate gibt es ein beeindruckendes Denkmal, das Paul Krüger gewidmet ist.
Der damalige Präsident Paul Krüger konnte das Transvaal Parlament davon überzeugen, dass die Tierwelt in diesem Gebiet eine Besonderheit ist und für die Nachwelt erhalten bleiben muss.
Der Krüger Nationalpark ist ein lebendiges Denkmal für Präsident Paul Krüger und all diejenigen, die seine Vision von einem geschützten Wildreservat unterstützten.
Doch vorher sind noch einige Formalitäten zu erledigen - und so marschieren wir in das Büro am Paul Kruger Gate. Die freundliche Dame akzeptiert unser vorher ausgefülltes Formular, das ich aus meiner Reise-Dokumenten-Mappe zaubere.
Da es sich beim Kruger NP um das Top-Reiseziel in Südafrika handelt, sind die Eintrittspreise natürlich die teuersten von allen Nationalparks - und, wie sollte es auch anders sein, pünktlich zum 1. November wurden diese wieder angehoben.
Für einen internationalen Besucher sind aktuell 460 Rand (rund 26 Euro) pro Tag fällig. In diesem Jahr verzichten wir auf den Kauf einer Wildcard, da wir vorerst nicht vorhaben so schnell den Krüger noch einmal zu besuchen.
Die Anschaffung einer Wild Card für Südafrika ist eine Überlegung wert für jeden, der nach Südafrika und Eswatini reist und den Besuch verschiedener Nationalparks und Reservate oder vielleicht sogar einen längeren Aufenthalt plant. Als ausländischer Besucher in Südafrika, also nicht-Südafrikaner, kann man nur eine internationale Wild Card-Mitgliedschaft erwerben.
Mit der Wild Card erhält man ein Jahr lang uneingeschränkten Zugang zu über 80 Parks, Reservaten und Resorts in Südafrika und Eswatini. Man zahlt also einmalig eine Gebühr und ab Kaufdatum kann man dann 365 Tage lang alle zugehörigen Nationalparks und Schutzgebiete, die dazu gehören, theoretisch täglich besuchen. Aktuell kostet die Couples Wildcard umgerechnet etwa 305 Euro.
Die Formalitäten sind recht schnell erledigt, allerdings streikt die Kreditkarte oder das Kreditkartengerät. Jedenfalls wird die Zahlung nicht akzeptiert. Wir zücken eine zweite Karte und diese nimmt das Gerät anstandslos. Puh! Das ist immer super peinlich.
Erleichtert nehmen wir unser Tagesvisum in Empfang und verlassen das Office, steigen froh gestimmt ins Auto und fahren wieder in den Krüger National Park. Dazu später mehr ...
Der Kruger Nationalpark ist der wohl bekannteste und flächenmäßig größte Nationalpark des Landes. Gegründet wurde der Park im Jahre 1898 unter Präsident Paul Krüger als Sabie Game Reserve, um das Wildleben im sogenannten Lowveld zu schützen.
Erst im Jahre 1926 wurde der Park als Nationalpark deklariert und erhielt seinen heutigen Namen. Der Park erstreckt sich vom Crocodile River im Süden bis zum Limpopo, an der Nordgrenze zu Botswana und Simbabwe.
Mit einer Größe von insgesamt 36.800 Quadratkilomtern Fläche erstreckt er sich über die Ländergrenzen Südafrikas, Zimbabwes und Mozambiques. Seine Fläche entspricht etwa der Größe von Rheinland-Pfalz mit etwa 380 km Länge und ungefähr 60 km Breite.
Der Kruger ist Teil des Peace Parks "Greater Limpopo Transfrontier Conservation Areas", der im Dezember 2002 ins Leben gerufen wurde. Die zahlreichen privaten Wildreservate des "Greater Kruger Park", die besonders im Süden und Südwesten an den Kruger National Park angrenzen, sind hierbei nicht mitgerechnet.
Der Nationalpark ist mit seiner Vielfalt an Lebensformen unangefochten die Nummer Eins auf der Liste der südafrikanischen Nationalparks.
Allein 336 Baumarten, 49 Fisch- und 34 Amphibienspezies, 114 Reptilienarten, 507 Vogel- und 147 Säugetierarten sind in diesem Nationalpark ansässig. Darunter natürlich auch die 'Big Five': Nashörner, Elefant, Leopard, Löwe und Büffel.
Neben dem Überfluss an Flora und Fauna finden sich hier auch historische Attraktionen von unschätzbarem archäologischen Wert wie z. B. die prähistorischen Siedlungen von Masorini und Thulamela.
Der Kruger Park liegt im flachen Lowveld, der zentrale Teil auf einer durchschnittlichen Höhe von 250 m über dem Meeresspiegel. Nur wenige Hügel ragen aus den Ebenen heraus. Höchste Erhebung ist der Khandzalive bei Malelane im Süden mit einer Höhe von 840 m.
Mehrere Flüsse winden sich durch den Krüger Park. Zum Teil bilden sie mächtige Einschnitte wie der Sabie River, dessen Schlucht auf einer Höhe von 122 m liegt. Auch die Flüsse Olifants und Nwanetsi bilden tiefe Schluchten.
Der nördliche Teil des Kruger National Parks liegt im tropischen Klimagürtel, der südliche Teil in der subtropischen Zone und der zentrale Teil in der Übergangszone.
Man findet aus diesem Grunde eine große Vielfalt an Landschaftsformen im Park und - damit verbunden - mehrere Vegetationszonen mit einer großen Artenvielfalt an Pflanzen.
Rund 2000 tropische und subtropische Pflanzenarten wurden bislang registriert, darunter über 200 verschiedene Gräser und 500 verschiedene Busch- und Baumarten.
Im nördlichen Teil des Parks ist die Vegetation, bedingt durch höhere Niederschläge, dichter als im Süden. Hier findet man auch die charakteristischen Baobabs, die afrikanischen Affenbrotbäume.
Wildtierbeobachtung steht im Kruger Park natürlich an erster Stelle. Ob im eigenen Pkw oder im Pirschwagen, in Gesellschaft geschulter Ranger zu Fuß, bei Tag oder bei Nacht – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Insgesamt führt ein Straßennetz von 1863 km Länge durch das Gebiet, davon sind 697 km asphaltiert. Innerhalb des Parkgeländes darf man sich nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang bewegen. Ansonsten muss man den Park verlassen oder sich in die umzäunten Camps begeben.
Im Westen grenzen viele Privat-Schutzgebiete an den Kruger Nationalpark, und die Zäune wurden nach und nach entfernt, um den Tieren ungehinderte Bewegungen in den geschützten Arealen zu ermöglichen.
Im Nord-Osten wurden in jüngster Zeit die Zäune an der Grenze zu Mosambik entfernt, um Wildbewegungen in den angrenzenden Limpopo-Nationalpark in Mosambik zu ermöglichen.
Es fanden bereits etliche Großwildumsiedlungen in den Limpopo Nationalpark statt, und Elefanten, Giraffen, Zebras und Büffel wurden bereits erfolgreich umgesiedelt.
Einige der Elefantenherden sind aber wieder nach Südafrika zurückgewandert, und es wird noch viele Jahre dauern, bis sich der Wildbestand auf der Mosambik-Seite erholen wird.
Der Kruger National Park ist für viele nationale und internationale Besucher das Reiseziel in Südafrika schlechthin. Entsprechend groß ist der Andrang. Jedes Jahr werden mehr als eine Million Besucher registriert.
Nach weiteren 10 Kilometern erreichen wir den Lake Panic Bird Hide. Meist liegen die aus Holz gebauten und überdachten Aussichtspunkte direkt am Wasser - so auch hier.
Davon werden natürlich zahlreiche Tiere angezogen und wenn man Geduld hat, dann sieht man auch die kleinen Bewohner, die hier ständig leben.
Bird Hides bieten die Möglichkeit, um alle möglichen Arten von Wildtieren zu beobachten. Nicht nur Vogelfreunde kommen hier auf ihre Kosten.
Ein Zugang mit Wänden aus Reet oder Holz führt meist dort hin, so können die anwesenden Tiere die Annäherung der Menschen nicht sehen und werden nicht gestört.
Im Hide gibt es zum Sitzen eher unbequeme Bänke ohne Lehne. Vor der Bank befindet sich eine schräge Ablage für Ferngläser oder Kameras und oft hängen Poster an den Wänden mit einer gezeichneten Übersicht der Vogelarten und ihrer Namen. Laute Unterhaltungen sind nicht erwünscht. Man verhält sich ruhig.
Offenbar ist der Hide heute eine beliebtes Ausflugsziel, denn es erscheint noch eine Familie mit Kindern. Uns ist es entschieden zu unruhig und wir ziehen nach 45 Minuten wieder unseres Weges ....