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#PUBG Ab in die LĂŒfte! Ab morgen könnt ihr den #Motorgleiter testen:
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Im Rahmen des experimentellen âLabsâ Spielmodus können PC Spieler dort ab morgenâŠ
Hausarbeit im Fach Architekturtheorie an der TU Berlin. Berlin 2019.
Mies van der Rohes vorherrschende architektonische Idee war es, dass die WĂ€nde und das Dach eines GebĂ€udes Teil eines âgröĂeren rĂ€umlichen Kontinuums definiertâ[1], nicht dieses abschlieĂt. So besteht
Mies van der Rohes Beitrag [âŠ] darin, das fundamentale Gesetz und die Logik der Materie zu erkennen und die WĂ€nde in einem wohlproportionierten Zusammenspiel zu einem offenen RaumgefĂŒge nach auĂen und innen zu vereinigen.[2]
Trotz allem entwirft er 1932 das Haus Lemke ohne die Notwendigkeit eines offenen Grundrisses. Anders als hĂ€ufig beschrieben[3] steht das Haus Lemke scheinbar nicht in der Tradition von Miesâ Philosophie der Architektur.
Nachdem Mies das Konzept des Freien Grundrisses anhand des Landhauses aus Backstein entwickelte, baute er das Meisterwerk der klassischen Moderne, den Deutschen Pavillon, in Barcelona. DarĂŒber hinaus verbesserte er jenes Konzept, indem er zur Berliner Bauaustellung ein Erdgeschosswohnhaus entwarf, welches unterschiedliche hĂ€usliche Programme beinhaltete.[4] Erst danach widmete er sich dem Entwurf des Haus Lemkes. Besonders der Grundriss des GebĂ€udes unterstĂŒtzt die Annahme eines Bruchs mit dem zuvor von ihm entwickelten Konzepts.[5]
Aufgrund der finanziellen Möglichkeiten des Auftraggebers, GeschĂ€ftsmann Karl Lemke, entwarf Mies das GebĂ€ude eingeschossig und mit einer GrundflĂ€che von 160qm. Das auf einem L-förmigen Grundriss entstandene Haus besteht aus tragenden ZiegelsteinwĂ€nden. Den AnsprĂŒchen des Ehepaar Lemkes entsprechend, war das Raumprogramm bescheiden.[6] An das Doppelschlafzimmer im Norden gliedert sich die Toilette und die Garage. Im SĂŒden, zur StraĂe hin, befindet sich der Eingangsbereich, die GĂ€stetoilette, der Wohnraum, die KĂŒche sowie das Dienstbotenzimmer. Die sogenannte Halle verbindet den Eingangsbereich mit dem Schlafzimmer. Eine Terrasse liegt östlich zwischen Stamm und Arm des L-förmigen Grundrisses. Die Setzung der WĂ€nde zeigt deutlich wo jeder Raum verortet ist.
Dahingegen unterteilen beim Landhaus aus Backstein lange, scheinbar ins Leere gehende, Ziegelsteinmauern das GrundstĂŒck.[7] Mies schafft es durch sie das AuĂen und das Innen in Beziehung zu setzen. Eine klare Abtrennung vom Innen- zum AuĂenraum ist dadurch nur schwer zu fassen.[8] Betrachtet man beim Haus Lemke nur die Stellung der tragenden WĂ€nde, insbesondere im Ăbergang von Halle zum Wohnraum, meint man Miesâ Idee des freien Grundrisses erkennen zu können. An der, zwischen Halle, Wohnzimmer und Terrasse liegende Mauer befindet sich eine verglaste Fassade. Im Grundriss erweitert sich scheinbar der Innenraum nach auĂen hin. WĂŒrde es sich um eine Ăffnung im Sinne des Freien Grundrisses handeln, so lĂ€ge die Decke auf der Glasfassade auf. Jedoch liegt ĂŒber der Glasfassade ein gemauerter Fenstersturz. Somit erscheint die Ăffnung wie aus der Ziegelwand geschnitten. WĂ€hrend im Landhaus aus Backstein lediglich durch die Stellung der Mauern DurchgĂ€nge entstehen, wirkt im Haus Lemke die Ăffnung nach auĂen fast wie eine konventionelle Fensterfassade.
Um die freie Grundrissgestaltung weiterzuentwickeln setzte Mies StahlstĂŒtzen ein. So auch in seinem Beitrag zur Weltausstellung 1929 in Barcelona.[9] Die Last der Dachplatte wurde durch StĂŒtzen abgetragen. Dies ermöglichte ein freies Stellen von Mauerelementen. Diese bestanden aus edlen Materialien wie Marmor und Quarz.[10] Sie gliederten den Innenbereich und lieĂen ein flieĂendes RaumgefĂŒge, ohne feste Begrenzungen entstehen.[11] Im Haus Lemke dagegen wurden nur einfache Materialien wie Ziegelsteine, Holz und Messing verwendet. DarĂŒber hinaus tragen alle WĂ€nde die Deckenlasten ab, sodass keine Mauer freistehend ausgefĂŒhrt werden konnte.
Auch bei dem Erdgeschosswohnhaus, das Mies zur Berliner Bauaustellung 1931 entwickelte, tragen StĂŒtzen die Last der Decke ab. ZusĂ€tzlich erweiterte er das Konzept des Freien Grundrisses um ein hĂ€usliches Raumprogramm. Um den daraus resultierenden Anforderungen gerecht zu werden, umschlieĂt er die FunktionsrĂ€ume mit massiven WĂ€nden. Alle anderen Mauern streben in den AuĂenraum.[12] Diese MaĂnahmen ermöglichen jede gewĂŒnschte Aufteilung der RĂ€ume. Zudem kann sich der Wohnbereich dem Garten zu jeder Seite hin öffnen.[13] Obwohl alle bereits genannten kompositorischen Prinzipien wichtig fĂŒr Miesâ architektonische Gestaltung sind, wendete er sie beim Haus Lemke nicht an.
In der GegenĂŒberstellung des Haus Lemkes mit dem des Landhauses aus Backstein, dem Barcelona Pavillon und dem Erdgeschosswohnhaus lĂ€sst sich das Fehlen von einigen fĂŒr Mies van der Rohe wichtigen architektonischen Merkmalen erkennen. Man möchte den Schluss ziehen, das Haus Lemke sei eine Verirrung Mies van der Rohes gewesen. Passt es doch nicht ganz Recht in die Vorstellung einer linearen Entwicklung seiner Architektur. Dennoch entwarf Mies dieses GebĂ€ude, obwohl seine Studien zum Freien Grundriss, zum damaligen Zeitpunkt, bereits fortgeschrittener waren. Die, zu dieser Analyse benutzten, Werke vermitteln jedoch das Bild eines linearen Schaffensprozesses. Es werden jene GebĂ€ude ausgelassen oder nur kurz erwĂ€hnt, die nicht einer stringenten Konzeption folgen. Andererseits wird meist von Liebhabern des Haus Lemkes versucht das Haus unbedingt in diese vermeintliche LinearitĂ€t einzugliedern. Dabei kommt es oft zu Falschinterpretationen, wie dies beim Vergleich des Hauses mit dem Landhaus aus Backstein verdeutlicht wurde. Aber der Schaffensprozess eines KĂŒnstlers ist nicht linear. Das Lebenswerk eines Architekten, wie der Entwurfsprozess selbst, ist nicht eine Reihe von rational aufeinander aufbauenden Ideen. Das kreative Schaffen ist verbunden mit AusbrĂŒchen, RĂŒckschritten und Reminiszenzen. Daher ist anzunehmen, dass Miesâ Philosophie der Architektur mehr beinhaltet als nur das Konzept des Freien Grundrisses. Welche weiteren Prinzipien Miesâ Vorstellung von Architektur umfassen sind ein Untersuchungsgegenstand der Möglichkeiten zur Forschung bietet.
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[1] David Spaeth. Mies van der Rohe. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1986. 67.
[2] Werner Blaser. Mies van der Rohe. Verlag fĂŒr Architektur Artemis ZĂŒrich 1972. 18.
[3] âArchitekt,â Freunde und Förderer des Mies van der Rohe Hauses e.V., Zugriff am 25.05.2019, https://www.miesvanderrohehaus.de/architektur/architekt/.
[4] Spaeth. Mies van der Rohe. 71.
[5] Vgl. Abb. 1. Grundriss Haus Lemke.
[6] âDie Bauherren,â Freunde und Förderer des Mies van der Rohe Hauses e.V., Zugriff am 30.05.2019, https://www.miesvanderrohehaus.de/architektur/die- bauherren/.
[7] ABBILDUNG GRUNDRISS LANDHAUS BACKSTEIN
[8] Blaser. Mies van der Rohe. 18.
[9] ABBILDUNG GRUNDRISS PAVILLON
[10] Blaser. Mies van der Rohe. 26.
[11] Spaeth. Mies van der Rohe. 67.
[12] Ebd. 69-71.
[13] ABBILDUNG ERDGESCHOSSWOHNHAUS
QUELLEN
Blaser, Werner. Mies van der Rohe. Verlag fĂŒr Architektur Artemis ZĂŒrich 1972.
Spaeth, David. Mies van der Rohe. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart 1986.
Freunde und Förderer des Mies van der Rohe Hauses e.V.. âArchitekt.â https://www.miesvanderrohehaus.de/architektur/architekt/.
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