Mit Barbie kannst Du alles sein!
Die Puppenmarke Barbie krankt ja schon lĂ€nger an dem Vorwurf, ein unzeitgemĂ€Ăes Frauenbild zu transportieren. Bislang ging man da mit einem gewissen âWho cares?â heran, was ich persönlich fĂŒr eine sinnvolle Strategie hielt - schlieĂlich ist man nicht irgendwer, sondern sicherlich die wenn nicht eine der erfolgreichsten Puppen-IdentitĂ€ten aller Zeiten.
Mit dem neuen Viralvideo âMit Barbie kannst Du alles sein!â versucht sich die Marke nun an einer Antwort und erzĂ€hlt die Botschaft, dass sich MĂ€dchen mithilfe von Barbie in verschiedenen Rollen ausprobieren können - auch in der einer GeschĂ€ftsfrau, Forscherin oder Ărztin. Barbie also als Mittler, ja Förderer eines modernen berufstĂ€tigen Frauenbilds? Nun ja, neu ist das nicht, denn diese Puppe war bereits frĂŒhzeitig werktĂ€tig und hat in ihrer Geschichte weitaus ĂŒber 100 verschiedene Berufe ausgeĂŒbt.
An den Reaktionen vieler Nutzer liest man dennoch ab, dass die Rechnung ehr selten aufging. Mich selbst hat das Video vor allen irritiert: MĂ€dels im Grundschulalter, die plötzlich in realen Berufssituationen stehen und sich - verstĂ€ndlicherweise - wie im Spiel verhalten, sind vielleicht niedlich, zahlen aber bestimmt nicht auf die Botschaft ein. Denn am Ende kommen Frauen in diesem Video erneut so herĂŒber, als wĂ€ren sie fĂŒr die Berufe nicht geeignet, sondern als sollten sie sich lieber noch eine Weile mit Barbie ausprobieren - Schuster(in), bleib bei Deinen Leisten?
Der Ansatz ist also ĂŒberlegenswert, ob Barbie bei der Berufsorientierung helfen kann - der Effekt des Videos geht aber nach hinten los. Und es wundert mich, dass sich noch kein groĂes Medium an diesem Filmchen abgearbeitet hat. Das mĂŒsste doch ein gefundenes Fressen sein?












