© Foto: 3D-Google-Earth-Model#2, UDK Berlin, 2018“ VG-Bildkunst, Bonn, 2018
Ringvorlesung // MITTWOCH // 18.12.19 17:00 Uhr // Aula FB Design# /
Er arbeitet mit zeitbasierten Medien wie Computer, Internet und Sound im Bereich der Installation, Performance und öffentlichen Intervention. An der Schnittstelle von Apparat, Interface, Software, Handlung und Intermedialität werden die Medien im Hinblick auf ihre Beschaffenheit und Funktion hinterfragt. Als fortlaufenden Prozess der Befragung von technisch erzeugten Bildern nutzt er u.a. Drohnen, unterläuft vorhandene Überwachungssysteme oder besetzt parasitär kommerzielle Bilddistributionssysteme.
2007 gründet er gemeinsam mit Uta Kopp das Kommunikations-Projekt REMOTEWORDS, das großformatige Botschaften auf Dächer installiert. Die „fernen Worte“ werden durch Google Earth und Apple Maps Satelliten verbreitet. Im Sinne eines Detournements, wird die “Überwachung“ somit zum Sender künstlerischer Botschaften zweckentfremdet. Die Werkreihe MEGAPIXEL sind großflächige, abstrakte Bodenarbeiten aus mehr als 5000 Pfastersteinen, die als analoges Pixel-Mosaik digitale Bildstrukturen nachempfinden, welche erst aus der Fernsicht (mit Hilfe von Satelitenaufnahmen) zu erkennen sind. Mohnés aktuell laufende Projekte untersuchen die Sicht virtueller Globen auf die urbane Landschaft und auf Kunst im öffentlichen Raum. Mittels eines eigens entwickelten Verfahrens, dass die Daten von Google Earth „zurückzuerobern sucht“, wird die Vermessung durch Fotogrammetrie mit fotografischen Mitteln übereingebracht. Die Idiosynkrasie dieser dreidimensionalen Fotos transportiert nicht nur das Medium Google Earth, sondern verdeutlicht auch dessen suggestiven Charakter.
Achim Mohné studierte an der Folkwang Universität der Künste, Essen und anschließend an der Kunsthochschule für Medien in Köln mit einem Postgraduierten Abschluss bei Jürgen Klauke und Valie Export. Es folgten Lehraufträge und Gastprofessuren an der Kunstakademie Münster; Folkwang Universität der Künste,