Mit Fahrrad bei Nacht und schlechtem Wetter sicher unterwegs
Viele von uns sind Radfahrer und doch auch Autofahrer. Je nachdem welche Rolle wir gerade ausfüllen, stört uns das Verhalten der Anderen. Im Auto sind wir oft unachtsam gegenüber Radfahrern, doch auch als Radfahrer verhalten wir uns häufig nicht optimal im Straßenverkehr. Wir sind dunkel gekleidet und haben gerade als Gelegenheitsfahrer nicht alle notwendigen Maßnahmen zur Sicherheit des Rades beachtet. Dabei ist es mit einigen kleinen Regeln so einfach, auch in der Dunkelheit von den Autofahrern gesehen zu werden. Die gesetzlichen Anforderungen erscheinen einem auf den ersten Blick, besonders wenn man häufig in gut ausgeleuchteten Innenstädten unterwegs ist, übertrieben. Doch wenn man, wie es mir diesen Winter bereits zweimal passiert ist, schon einmal einen Radfahrer wegen mangelhafter Beleuchtung übersehen hat, empfindet man diese Vorschriften als noch nicht ausreichend. Diese Radfahrer hatten ebenso wie ich Glück, dass nichts passiert ist, doch sehr leicht hätte eine derartige Situation auch schlimm ausgehen können. Daher hier einige kleine Tipps zur Fahrradsicherheit, vor allem im Dunkeln.
Fahrradsicherheit rettet Leben
Nicht nur für uns selbst sollten wir dringend auf die nötigen Maßnahmen und Anbauten zur Fahrradsicherheit achten. Vor allem Kinder sind ohnehin oft schwer zu sehen bei schlechtem Wetter oder in der Dunkelheit. Zudem können Kinder das Verhalten von anderen Verkehrsteilnehmern und die Geschwindigkeit eines Autos noch nicht richtig einschätzen.
Der Gesetzgeber hat einige Dinge vorgeschrieben, die an einem Fahrrad für Sicherheit sorgen sollen. Doch Viele fahren nur gelegentlich zu einem Sonntagsausflug mit dem Fahrrad und denken, sie würden eine Beleuchtung oder entsprechende Reflektoren nicht benötigen. Doch Fahrradsicherheit kann Leben retten und besonders in den Wintermonaten wird es sehr früh dunkel, da ist eine gute Sichtbarkeit dringend erforderlich. Wie oft haben wir als Autofahrer über nahezu unsichtbare Radfahrer und deren Leichtsinn geschimpft? Sind wir dann in der anderen Rolle und wollen nur mal eben schnell am Abend zu Freunden, sind wir diejenigen, die unsichtbar sind.
Gesetze einhalten und sich sicher fühlen
Der Gesetzgeber sieht vor, dass ein Fahrrad zwei Bremsen vorweisen muss. Diese müssen voneinander unabhängig sein, also eine Handbremse und eine Rücktrittbremse oder eine Vorder- und eine Hinterradbremse. Weiter müssen ein Dynamo und eine Klingel vorhanden sein, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Es muss vorn und hinten je eine Lampe angebracht sein, sowie vorn ein weißer Reflektor und ein roter Reflektor hinten. An den Speichen müssen vier gelbe Reflektoren angesteckt sein oder die Reifen selbst müssen weiße reflektierende Streifen haben, man sollte daher immer ein paar preisgünstige Reflektoren als Ersatzteile vorrätig haben. Die Pedale müssen rutschfest und gut verschraubt sein, sowie über je zwei Reflektoren verfügen. Die Beleuchtung muss zudem auch am Tage funktionieren. Dies sind lediglich die Anforderungen des Gesetzgebers die eingehalten werden müssen, wenn man mit dem Rad
unterwegs ist.
Freiwillig mehr tun als nötig
Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder immer, auch am Tage, Kleidung tragen, die mit reflektierenden Streifen ausgestattet ist. Es gibt Reflektoren in allen möglichen Formen: als Streifen, als Anhänger, als Stickabzeichen oder als Bänder. Auch einen Helm sollten Kinder stets aufsetzen, wenn sie mit dem Rad fahren. Viele Autofahrer haben aus eigener Beobachtung die Erfahrung gemacht, dass sie Kinder besser wahrnehmen, wenn diese einen Fahrradhelm tragen. Sobald die Dunkelheit anbricht oder schlechtes Wetter die Sicht behindert, sollte man sich nicht scheuen, eine
Warnweste über der Kleidung zu tragen. Diese kostet nicht viel und schützt sogar zusätzlich noch etwas vor Regen. Ein Radfahrer wird mit einer Warnweste deutlich früher und besser, selbst bei den schlechtesten Sichtbedingungen zu sehen sein. Soviel sollte einem sein Leben und das der Kinder wert sein.