something stupid
Liebe ist wie die Gezeiten, momentan eher wie die groĂe Tsunami-Schwester einer Welle. Dieser wunderbare Mensch kam in mein Leben mit einer Einfachheit und einer IntensitĂ€t wie sonst nur der Winter die Berliner Verkehrsbetriebe trifft. HĂ€tte ich jemals ein Schild besessen um meine GefĂŒhle zu beschĂŒtzen, sie hĂ€tte mich mit einem Augenzwingern daran erinnert, dass ich zu lauchig bin ein Schild auch nur auf Brusthöhe zu heben. Als Kind dieser Stadt hab ich natĂŒrlich keine Labels fĂŒr meine schon lĂ€ngst gelabelten Beziehungen parat. Ich bekomme kalte FĂŒĂe wenn ich daran denke, dass das, genau das, Liebe ist. Die Ausgeburt von Hierarchien in sozialen Beziehungen.Â
Ey, wollen wir das?Â
Klar, wenn das unser Schiff ist, lass uns zusammen untergehen!Â
Klar, wir kennen uns ja schon sechs Wochen.Â
Wann ist der richtige Zeitpunkt zwischen zu-frĂŒh und zu-spĂ€t, zwischen âcreepyâ und âgefĂŒhls-taub? - ach nee, doch nichtâ? Ich denke wenn der selbstgebaute Altar in meinem Zimmer mehr Platz einnimmt als meine N64-Spielesammlung, ist der Moment gekommen, wenigstens mal darĂŒber nachzudenken. Bin ich der Creep, den ich ranten wĂŒrde wenn ich ihn treffen wĂŒrde? Ich meine den, der plötzlich wieder sechzehn ist und Ska hört? Gute Laune Musik mit Saxophon? Ohne Zweifel, das gute am Saxophon ist, dass ich wĂ€hrend die Musik lĂ€uft, nonchalant blĂ€hen kann, weil sich Saxophon immer nach Furz anhört. Ich meine aber auch den Typen der sich einen Dreitage-Stoppelbart stehen lĂ€sst weil sie findet, dass Fellfresse besser aussehen wĂŒrde. Im Ernst, es juckt und sieht scheiĂe aus. Kein Mensch braucht Schambehaarung im Gesicht. Ich zumindest sehe aus wie Macauly Culkin wenn er wieder aussehen will wie Johnny Depp, nur eben auf Crystal. Ich bin nicht creepy. Und ich bin auch kein Creep, vielleicht ein TrĂ€umer und Pyromane, aber ganz sicher kein Stalker!Â
Wie war die Frage?Â
Ob die ganzen scheiĂ Lieder jetzt wieder einen Sinn ergeben?Â
Sieht ganz so aus.Â
Nur setzen wir uns nicht in ein Boot. Wir bauen hoffentlich etwas, das nicht untergehen kann. - Die Selbstzufriedenheit zu denen zu gehören, die unfĂ€hig sind Verletzbarkeit zuzulassen, ist so prĂ€sent aber lĂ€hmend, das darf nicht mein Club sein. Ich habe Angst der Zyniker zu sein, der sich selbst mit seinen Gedankenfurzen beweihrĂ€uchert. Vielleicht höre ich genau jetzt wieder ein Saxophon.. zynisch, weil die berechtigte Kritik an dem wie Liebe verstanden und gelebt wird, mich immer weiter von ihrem Ursprung entfernt hat. Jene Liebe ist ein Monument mit Schleife, ein Label, ein PrĂ€dikat. Wenn Sie spielerisch von den âfĂŒnf Buchstabenâ spricht, kann sie aber unmöglich das meinen.Â
Ihr spielt das Wasser um die FĂŒĂe.Â
Ich will genau das auch!Â
Es wird Zeit sich wieder nackt in die Wellen zu stĂŒrzen.
Liebe ist wie die Gezeiten, momentan eher wie die groĂe Tsunami-Schwester einer Welle.















