Zeit, Danke zu sagen. 5.4 Millionen Euro haben die Menschen in Bayern im vergangenen Jahr fĂŒr die Katastrophenhilfe der Diakonie gespendet. Coole Sache, und wir danken fĂŒr die grossen wie die kleinen Gaben.
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Zeit, Danke zu sagen. 5.4 Millionen Euro haben die Menschen in Bayern im vergangenen Jahr fĂŒr die Katastrophenhilfe der Diakonie gespendet. Coole Sache, und wir danken fĂŒr die grossen wie die kleinen Gaben.

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Stecker raus, Stille rein: FĂŒr die bayerische Landeskirche #ELKB haben wir das neue #Magazin "GrĂŒĂ Gott" - einen Begleiter fĂŒr #Urlauber in #Bayern erstellt. Das PDF kann kostenlos auf unserer Seite www.epv.de/grĂŒssgott heruntergeladen werden.
Escuchando el Nuevo cd at work đđŻđ #newmusic #goodmorning #elkb #losplebesdelrancho #arielcamacho #albumnuevo #hablemos #arielcamachoparasiempre
Was hatâs gebracht?
Was haben sie gebracht, die sechs Wochen im Land am Indischen Ozean? Ich bin erst im letzten Teil des Lehrkurses zu den Studierenden gestoĂen und habe mit ihnen in der âVillaâ in Ghala, einem Stadtteil von Muscat, gelebt. Was mir zuerst auffiel: Da ist eine Gruppe von acht jungen Leuten, die einander zuvor nicht kannten, eng zusammen gewachsen. Das Leben ist einfach in unserem Haus. Ich als einziger habe ein eigenes Zimmer. StĂŒhle gibt es nicht. Soviel wie in den letzen beiden Wochen bin ich lange nicht mehr auf dem Boden gesessen. Aus dem Weg gehen kann man sich nicht in unserem Haus. Um drauĂen zu sitzen, ist es in der Regel zu heiĂ. AuĂerdem ist Muscat nicht fĂŒr FuĂgĂ€nger oder Radfahrer geeignet. Wenn die Gruppe etwas unternimmt, dann zusammen. Sie bittet um einen Fahrer, der sie morgens zum Unterricht in das College bringt, mittags nach Hause und nachmittags oder abends zu einer der zahlreichen Einladungen. Man muss miteinander zurechtkommen in dieser Situation, Sozialkompetenz ist gefragt â und die habe ich vorgefunden.
Apropos Einladung: Das ist das zweite, was sich mir einprĂ€gte, vielleicht der wichtigste Eindruck. Das Land ist geprĂ€gt von einer schier maĂlosen Gastfreundschaft. Da lernt man bei irgendeinem Anlass jemand kennen. Er ist etwa der Freund des Schwagers eines Mannes, mit dem man gerade geredet hat. Und schon hat man die nĂ€chste Einladung, natĂŒrlich zu neunt, wird köstlich bewirtet und fĂŒr Stunden auf das Freundlichste ins GesprĂ€ch gezogen. Am vorletzen Abend im Land haben die Studierenden einen kleinen Teil ihrer neuen Freunde zu schwĂ€bischen KĂ€sspĂ€tzle eingeladen, etwa 20 Personen, fĂŒr die leider unser Geschirr nicht reichte.
Und die Wissenschaft, die Theologie des Islams? FĂŒr den Einstieg in den Arabischkurs kam ich zu spĂ€t. Ohnehin habe ich Zweifel, ob man diese Sprache mit 60 Jahren noch lernen kann, wenn man sich nicht dauernd in einem arabischen Land aufhĂ€lt. Aber zwei Begegnungen haben sich mir eingeprĂ€gt: Da war einmal der GroĂmufti, der oberste Religionsgelehrte des Landes, der nur Arabisch (und Suaheli) spricht. Ein Mann vom Jahrgang 1942, sehr wĂŒrdig, dessen Bild vom Christentum und vom Islam ganz traditionell ist. Bei der Auslegung des Islams wechselte er zwischen Koranstellen und einer ânatĂŒrlichen Theologieâ, die theologische Aussagen aus der Betrachtung der Natur ableitet. Dass die âNaturâ so eindeutig nicht ist â etwa bei der Beurteilung der HomosexualitĂ€t â, war fĂŒr ihn nicht nachvollziehbar. Doch ist der Mufti alles andere als extremistisch. Er hat etwa 2007 das Dokument âA Common Wordâ unterzeichnet, das die Liebe zu Gott und zum NĂ€chsten als Verbindung zwischen Islam und Christentum herausarbeitet. Ein paar Tage spĂ€ter hörten wir eine zweistĂŒndige Vorlesung seines Stellvertreters: ein Gelehrter, mehr als eine Generation jĂŒnger, der in Oxford studiert hat und ein brilliantes Englisch spricht. So klar und deutlich wurden mir zentrale Gedanken des Islams nicht oft erlĂ€utert. Und er machte kein Geheimnis daraus, dass er auch von nichtmuslimischen Islamwissenschaftlern gelernt hat. So nannte er die im Juli dieses Jahres verstorbene Patricia Crone und Fritz Zimmermann.
     Foto mit Dr. Kahlan, dem Stellvertreter des Grand Mufti
Mein Fazit: Die Reise hat sich sehr gelohnt. Wir haben eine Welt kennengelernt, die in vielem sehr westlich wirkt und dennoch in ihrer besonderen Spielart des Islams ruht. Und in dieser Welt haben wir wunderbare Offenheit und Freundschaft gefunden.
Rainer Oechslen
Auf direktem Weg in den SpÀtzleolymp
Mehl, Eier, KĂ€se, Zwiebeln und Sahne sind erstanden. Die entsprechenden Utensilien aus der KĂŒche werden zusammengesucht. SpĂ€tzlepresse? Fehlanzeige. Doch das kann einen echten Schwaben nicht stoppen. Um 19 Uhr erwarten wir unsere Dozenten Hilal al-Rashdi, Salim al-Toqi, Said, ein Omani aus dem Scriptural Reasoning im Al Amana Center, unsere Betreuer Mahmoud und Sami sowie Philipp, einen Austauschstudenten am College of Sharia Science und seinen kenianischen Mitbewohner.
In einem sehr groĂen Topf wird der Teig angerĂŒhrt. 3 Kilo Mehl, Salz, 30 Eier und Wasser. Wir denken an unsere GroĂmĂŒtter als wir den Teig per Hand vermengen - Schwerstarbeit (ein Hoch auf die Erfindung der KĂŒchenmaschine)! Ein prĂŒfender Blick von Meisterkoch Markus: Das sieht schon gut aus. Noch 30 Minuten bis die GĂ€ste kommen. Unser metallenes WĂ€schesieb haben wir zum âSpĂ€tzlemakerâ ausersehen. Die Idee: Der Teig kommt in das Sieb, wir rĂŒhren, und feinste SpĂ€tzle hĂŒpfen ins Wasser. Doch dem war leider nicht so. Der Teig zu fest, die Löcher zu klein. Die ersten SchweiĂperlen erscheinen auf unseren Stirnen (nicht schwer, denn der KĂŒche fehlt die Klimaanlage und der wĂ€rmespende Gasherd tat das seine). Noch 15 Minuten bis die GĂ€ste kommen. Unser Blick fĂ€llt auf den Topf mit den Resten des Mittagessens. WĂ€re das vielleicht die Notoption? Doch so weit sind wir noch nicht. Markus erinnert sich an die im Studentenhaushalt bewĂ€hrte âFlaschenoptionâ. Eine PET-Flasche wird mit SpĂ€tzleteig gefĂŒllt, der Deckel mit dem Messer eingestochen.
DrĂŒckt man, so kommt der Teig in der gewĂŒnschten SpĂ€tzleform unten raus. Hektisch werden der letzte Schluck Wasser aus unserem 5 Liter Kanister getrunken, der Deckel perforiert und der SpĂ€tzleteig eingefĂŒllt. Doch warum kocht das Wasser nicht mehr? Die ersten GĂ€ste klingeln. Wir arbeiten nun im Schichtdienst, um dem Hitzeschock zu entgehen. Erstmals ist es drauĂen im Hof tatsĂ€chlich etwas kĂŒhler als drinnen. Markus steigt mit der SpĂ€tzleflasche auf die Anrichte, hĂ€lt sie umgekehrt ĂŒber das blubbernde Salzwasser. Ein letztes StoĂgebet â es klappt. Ansehnliche SpĂ€tzle schwimmen im Topf.
Alle GÀste sitzen inzwischen im Wohnzimmer. Wir schichten SpÀtzle, KÀse, Röstzwiebeln und Sahne in einen Warmhaltetopf aus der Collegekantine. Wird es reichen? 20 Uhr: Der Topf ist voll, ein Siegerfoto wird geschossen, die Dusche ruft.
So schnell wie wir können huschen wir durchs Wohnzimmer. Wir sehen aus, als wĂ€ren wir einen Marathon gelaufen. Was unsere GĂ€ste wohl jetzt ĂŒber deutsche Kochmethoden denken? Eine viertel Stunde spĂ€ter: Das Abendessen wird eröffnet, die ersten SpĂ€tzle gelangen auf omanische Teller. Es schmeckt. Al Hamdulilla.
Olivia Mahan
    âSpĂ€tzleâ in arabischer Lautschrift
    PrÀsentation des Corpus Delicti (alias der SpÀtzleflasche) nach dem Essen

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Villa Omania
Nachdem wir immer mal wieder Fotos aus unserem âWohnzimmerâ gepostet haben, wollen wir nun zu einem umfassenderen Rundgang unserer Unterkunft einladen.
Durch das offene Tor geht es zu unserer HaustĂŒr. In omanischer Tradition ist unser Haus von hohen Mauern umgeben. So wird die PrivatsphĂ€re der Familien gewahrt, die Kinder können ohne Risiko toben und die Frauen haben die Möglichkeit ohne Kopftuch in den Hof zu gehen.
Die Fenster sind mit einer Folie abgedunkelt. Dies schĂŒtzt vor Sonne und den Blicken der Nachbarn. In jedem Raum sorgen Klimaanlage und Ventilator fĂŒr angenehme Temperaturen.
Durch einen kleinen Flur mit Bad geht es in unser âWohnzimmerâ. Die grĂŒne Matte dient als Esstisch, auf dem Foto warten gerade Salat, Reis, Fisch und Obst auf den Besuch des Botschafters.
Ăber das Treppenhaus gelangt man zu unsere Doppelzimmern.Â
Insgesamt haben wir fĂŒnf Schlafzimmer und ein âSchulzimmerâ, in dem viele Tische und BĂ€nke stehen. Dort hatten wir unter anderem schon Dr. Kennet und den Assistenten des Religionsministers Al Mamari zu Gast. Die KĂŒche befindet sich in einem eigenen GebĂ€udeteil, der ĂŒber einen kleinen Hinterhof zu erreichen ist.
Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an das omanische Religionsministerium fĂŒr unsere schöne Unterkunft.
Olivia Mahan
Kein Auge bleibt trocken...
Unsere letzte Woche hat begonnen â Zeit, sich von unseren neuen Bekanntschaften im Oman zu verabschieden.
Am Samstag von unserem Dozenten Saleh Al Shuqairi. Beim Abschieds-Kaffeetrinken in unserem Haus diskutierten wir ĂŒber Koran und Bibel und legten anschlieĂend unsere hauseigenen Unoregeln dar. Sonntagabend mussten im Chor der Protestant Church of Oman die TaschentĂŒcher gezĂŒckt werden, dem einige von uns zeitweise beigetreten waren. Heute Mittag hatten wir den deutschen Botschafter Freiherr von Reibnitz fĂŒr ein erneutes GesprĂ€ch ĂŒber unseren Kurs und unsere Erlebnisse zu Gast.
Eine kleine Abschiedsfeier mit unseren âLieblingsâ-Nachbarn steht heute Abend noch auf dem Programm, morgen treffen wir Justin Meyers vom Al-Amana Center ein letztes Mal. Am Mittwoch haben wir unsere Dozenten vom College of Sharia Science und unsere beiden omanischen Betreuer zum SpĂ€tzleessen eingeladen (ein Essen, dass aus den HĂ€nden unseres schwĂ€bischen Meisterkochs Markus bestimmt als Meilensteil deutscher Kochkultur in die omanischen GeschichtsbĂŒcher eingehen wird â Ă€hnliches hoffen wir zumindest). Am Donnerstag veranstalten wir abends ein âopen houseâ und halten fĂŒr jeden, der noch einmal vorbei kommen möchte, einen Obstsalat bereit. Rafia und ihre omanische Familie, bei der wir nun schon dreimal eingeladen waren, haben uns darĂŒber hinaus noch angeboten, uns schlieĂlich zum Flughafen zu begleiten, um uns dort zu verabschieden. Da bleibt dann wirklich kein Auge trocken.
Olivia Mahan
Institute of Sharia Sciences
Der Eingang zum Institut. Ein ganz schön imposantes GebÀude - da hÀtten wir uns auch einen schlechteren Platz zum studieren aussuchen können. Auf dem GelÀnde des recht neuen Instituts sind weitere Neubauten, wie eine institutseigene Moschee geplant.
Im GebĂ€ude mit der groĂen Kuppel werden wir tĂ€glich unterrichtet.
Im Innenhof des Instituts. Eigentlich lĂ€d er zum Verweilen ein; bislang war es jedoch noch immer so heiĂ, dass wir den schnellstmöglichen Weg vom einen GebĂ€ude zum anderen gewĂ€hlt haben. In den letzten zwei Wochen hat die Luftfeuchtigkeit jedoch stark abgenommen, was die gefĂŒhlte Temperatur sinken lĂ€sst. Vielleicht kann man ja in einem Monat bereits fleiĂige Studenten im Innenhof sehen (auch im Oman beginnt bald der âWinterâ).
Olivia Mahan