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MorphOS - DOpus 4.16
Dateimanager Directory Opus aka DOpus fĂźr Linux und Unix
Directory Opus
Die Benutzeroberfläche des Amiga Homecomputers war fßr die damalige Zeit, als es noch wenige Computer mit Mausbedienung gab, schon sehr komfortabel.
Es gab zwei grundsätzliche MÜglichkeiten den Amiga zu bedienen: Shell (CLI) und Workbench (Intuition). Im Grunde ist diese Aufteilung vergleichbar mit MS-DOS und Windows auf PC-Windows-Computern. Natßrlich hatte Amiga die modernere Basis mit einem Unix-ähnlichem CLI und einem multistasking-fähigen Betriebssystem. Auf jeden Fall konnte man mit den Bordmitteln des Amiga bereits sehr gut arbeiten.
Ein Problem damals war jedoch, dass die grafische Benutzeroberfläche sehr langsam die Inhalte von Disketten und Festplatten anzeigte und nur wenige Funktionen, die Ăźber das Ziehen und Loslassen von Dateisymbolen hinaus gingen, anbot. Hatte man vor, viele Dateien zu kopieren oder nach Dateien zu suchen, so war es besser mit der Shell, welche in alten AmigaDOS-Versionen noch CLI hieĂ, per Befehlseingabezeile zu arbeiten.
Dies galt damals aber als recht unmodern und unpraktisch, wo man doch so eine moderne grafische Bedienoberfläche mit Maussteuerung hatte. Und viele Nutzer wollten sich auch nicht zu sehr in die Befehle der Shell einarbeiten. Dies war der Grund, warum die meisten Amiga-Nutzer separate Dateimanager-Programme nutzten. Am beliebtesten waren Dateimanager, die sich an das MS-DOS-Programm âNorton Commanderâ mit dem Zwei-Bereiche-Prinzip orientierten.
Das Prinzip passte so gut, da das Arbeiten mit Dateien meistens etwas mit dem Kopieren oder Verschieben von Dateien und Unterverzeichnissen von einem Verzeichnis zum anderen zu tun hatte. Man hantierte damals schon alleine deswegen viel mit Kopieren, da Speicher knapp und teuer war. So war es Ăźblich vieles auf Disketten zu speichern und wer glĂźcklicher Besitzer einer Festplatte war, was anfangs eher die Ausnahme war, kopierte Disketteninhalte auf die Festplatte und zur Datensicherung Dateien von Festplatte auf zig Disketten. Und das Austauschen von Disketten auf dem Schulhof war damals die hauptsächliche Bezugsquelle von Programmen, Spielen und digitalen Kunstwerken. Und ab und wurden auch Text- bzw. DTP-Dateien fĂźr die SchĂźlerzeitungsredaktion auf diese Weise zur Bearbeitung weitergegeben. Es war also eine Art âanaloges Internetâ, was den Vernetzungsaspekt anging. Selbst Leute mit einem DFĂ-Zugang zu Mailboxen (BBS) tauschten viele Dateien dennoch per Disketten, da die Ăbertragungsgeschwindigkeiten damals sehr gering waren. Und gerade DFĂâler haben viel mit dem Thema Datei-Management zu tun gehabt.
Der populärste Dateimanager auf dem Amiga war Directory Opus - auch DOpus genannt. Insbesondere die Version 4 war sehr verbreitet und beliebt, selbst als es bereits die Version 5 gab, da die neuere Version mit dem einfachen und beliebten Prinzip des Dual-Fensters brach.
Später, als der Amiga an Popularität verlor, wurde Directory Opus vom Amiga auf Windows portiert und weiterentwickelt. Wenn es das Programm als MacOS-App auch gäbe, wäre dies sicher eine App, die ich gerne nutzen wßrde, da der Finder von MacOS leider auch viele Unzulänglichkeiten hat.
FĂźr Linux und Unix gibt es eine nachempfundene Version von Directory Opus 4, welche viele der alten Ideen enthält. Die Oberfläche kĂśnnte noch etwas mehr Liebe zum Detail vertragen, um tatsächlich das GefĂźhl zu bekommen, das alte Amiga-Programm auf modernen Computern zu nutzen. Nichtdestotrotz ist es toll, dass es dieses Remake unter dem Namen âWorkerâ gibt.
Ich nutze Worker unter Raspbian auf meinem Raspberry Pi.
(via Amiga DOpus 4.x - muggothek.de)
AmiGa DiREctoRy OpuS AbOuT scrEen

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