9.11. - âStrandurlaubâ
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Bereits um 7:30 Uhr ist der Fahrer da, eine halbe Stunde zu frĂŒh - will Quito uns nach dem gestrigen Tage gnĂ€dig stimmen?
FĂŒr die Einreise nach Galapagos gilt es eine Reihe von ungewöhnlichen Ritualen hinter sich zu bringen:
Am Flughafen selbst muss man zunĂ€chst 20$ fĂŒr die genannten Rituale berappen. Als dann geht es mit dem gesamten GepĂ€ck zum scannen. Keine Nuss, kein Samen, kein Apfel und sonstiges Obst und GemĂŒse sowie gekochte Lebensmittel dĂŒrfen Flora und Fauna auf Galapagos stören oder gar das Gleichgewicht beeintrĂ€chtigen. Wie man auf dem Scanbild allerdings so kleine Dinge wie Mohnsamen auf einem Keks erkennen will, ist mir ein RĂ€tsel. Als Belohnung fĂŒr regelkonformes Verhalten gibt es eine grĂŒne GepĂ€ckplombe.
NĂ€chste Station nach dem Check-In ist dann die Sicherheitskontrolle. Kennen wir. Soweit. Im Flieger allerdings dann folgende Szene im Landeanflug auf Galapagos (kurz nachdem ich mit einem Formular nochmal die Nussfreiheit meines GepĂ€ckes versichert habe): Drei Mitglieder der Crew wetzen im Dauerlauf hintereinander durch das Flugzeug. Die 1. Person öffnet die GepĂ€ckfĂ€cher, die 2. Person sprĂŒht etwas in die GepĂ€ckfĂ€cher und die dritte Person schlieĂt die GepĂ€ckfĂ€cher. Ein chemischer Geruch macht sich breit - adieu meine sechs- und achtbeinigen blinden Passagierfreunde.
Auf Galapagos angekommen (Insel Baltra) muss zunÀchst noch der Eintritt in den Nationalpark entrichtet werden. Sofort und in bar sind 100$ fÀllig. Wahnsinn. Mein HandgepÀck wird nochmal gescannt - wo zur Hölle hÀtte ich zwischenzeitlich Vogelfutter kaufen sollen, welches jetzt gefunden werden könnte? Egal.
Ein Bus bringt uns zum Schiff, das Schiff zum Auto und dieses schlieĂlich zum Hotel auf Santa Cruz (Puerto Ayora). Unterwegs brausen wir an einer hundegroĂen Schildkröte vorbei, die am StraĂenrand so vor sich hindackelt. Wow! Der Fahrer meint, die wĂ€re _nur_ 50 Jahre alt gewesen.
Im Hotel wartet bereits Veronica aus Quito. Sie geht gleich mit uns das Programm der nĂ€chsten sieben Tage minutiös durch. Auf deutsch. Nochmal wow! AuĂerdem versichert sie uns, dies sei der wahrscheinlich sicherste Ort der Welt und wir können hier unbesorgt bis Mitternacht um die HĂ€user ziehen. Allein das verspricht eine neue QualitĂ€t gegenĂŒber Quito.
Auf dem Weg zum Supermarkt (Glas Nutelle 8$) und zum Abendessen kommen wir am Fischmarkt vorbei. Normalerweise macht man einen Bogen drum herum. Hier aber schauen wir genauer hin: Auf und unter den Verkaufstischen stolzieren Pelikane entlang, wÀhrend ein auf der Parkbank liegender Seelöwe das Treiben seiner gefiederten Freunde beobachtet.
Die Inseln scheinen spannend zu werden.














