Der Flughafen hat neue Scanner
Ich fliege nur einmal im Jahr, und Veränderungen fallen deshalb sofort auf. Innerhalb des letzten Jahres ist die Sicherheitskontrolle deutlich schneller geworden. Metalldetektoren zum Durchlaufen gibt es gar nicht mehr, mittlerweile überall (an den zwei getesteten Flughäfen) ersetzt durch die Ganzkörperscanner, bei denen man eine Weile stillstehen muss, während eine geheimnisvolle Strahlung den Körper absucht.
Bei den Grenzkontrollen muss ich kein einziges Mal meinen Ausweis einer Person zeigen. Stattdessen insgesamt drei Mal einer Maschine, zwei Mal in Frankfurt, ein Mal in Edinburgh. Das geht alles mit dem EU-Ausweis. Bei der Ausreise aus der EU stehen zwei Briten vor mir in der Schlange und versuchen es mit ihrem britischen Ausweis, vergeblich.
AuĂźerdem werden gerade die alten Geräte zum Durchleuchten des Gepäcks durch CT-Scanner ersetzt, die dreidimensionale Ansichten vom Inhalt von GepäckstĂĽcken erzeugen. Elektronische Geräte, Flaschen, Zahnpastatuben und so weiter können dabei im Gepäck bleiben. Der ganze Vorgang geht deutlich schneller. Insgesamt fĂĽhlt es sich weniger so an, als mĂĽsste man sein komplettes Privatleben in einer hart durchleuchteten Halle vor aller Welt ausbreiten.Â
In Edinburgh, wo ich die CT-Scanner zum ersten Mal sehe, stehen am Eingang der Kontrolle Dutzende Schilder, die sagen, dass wir nichts aus dem Gepäck holen sollen. Wirklich? Alle wundern sich ein wenig. Aber da steht es ja noch zehn Mal. Mein Rucksack muss hinterher noch separat untersucht werden, weil, keine Ahnung, Scottish Tablet drin ist und im Bild wie Sprengstoff aussieht? Ich frage den Mann am Gerät, was das denn jetzt für neumodische Technik ist. Um Sprengstoff zu finden, erwidert er. Das sei mir schon klar, aber wie FUNKTIONIERT das? Keine Ahnung, ist seine Antwort.