Wie klingt Gewitter?
Am Dienstag tobte ein Sturm in meinem Heimatdorf. Wir waren in der Kirche zur Chorprobe versammelt. In diesem Jahr wollen wir ausgewählte Stücke aus der Camina Burana singen. O Fortuna sollte das erste Stück sein. Bereits bei unserem Eintreffen war der Himmel pechschwarz, doch nun platzen tausende große Regentropfen auf das Kirchdach herab. Der tosende grollende Donner dringt durch die Mauern herein. Er poltert so laut, als stünden wir draußen. Die Blitze leuchten unheimlich weiß auf, werfen ihren Schein durch die Oberlichter ein. Unbeirrt stimmt der unser Chorleiter an: O Fortuna
Eine Hymne an die Schicksalsgöttin. Ich hatte ein gewaltige Orchester vor Augen und wir standen dort mit 50 Sängern und einem Chorleiter am Klavier.
Das war großartig. Irgendwie standen wir im Zentrum des Sturms und waren die Kraft (des Sturms?) selbst. In solchen Momenten meine ich immer das Energie fließt und damit meine ich nicht die Gänsehaut, weil einen etwas berührt. Jedes forte und fortissimo (laut und sehr laut ) und crescendo (lauter werden) bebt und vibriert und lebt. Umgibt uns und durchdringt uns. Tempowechsel treiben und spornen uns an. Wir waren Feuer und Flamme, unsere Leidenschaft brannte, wenn wir bedenken, dass wir das Gesamtwerk bereits einmal aufgeführt haben.
Umso schöner, dass es jetzt bei unseren Highlights im nächsten Konzert landet :)










