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40K likes, 308 comments - cats.lover.memes on July 9, 2026: "Cats have some of the fastest reflexes in the animal kingdom, often reacting in
7.
Yunhee war in das Wohnzimmer der unteren Etage gegangen, weil sie sich erhofft hatte, hier keinen ihrer Erzfeinde anzutreffen.
Eigentlich hĂ€tte sie sich denken können, dass Hoseok da war, wo man tanzen konnte und auch wenn er betrunken war, so war die Stimme ĂŒber die Lautsprecher doch immer noch unverkennbar Jeon Jeonggukâs. Auf dem riesigen Bildschirm sah man Konzert-Ausschnitte von Sultan of the Disco und sie sangen den Song Caravan als Karaoke Version. Hosek und Momo standen auf den zwei Tanz-Teppichen und hĂŒpften sich lachend einen Affen ab, Taehyung diente als Jeonggukâs Background Singer. Sein ganzes Auftreten schrie Alter Mann und es wĂ€re lustig gewesen, wenn Yunhee ihn lustig gefunden hĂ€tte. Augen verdrehend wandte sie sich zur Bar - wo Yoongi und Seokjin auf zwei Barhockern saĂen. Seokjin unterhielt mĂŒhelos eine Meute aus MĂ€nnlein und Weiblein wĂ€hrend Yoongi einfach nur gleichermaĂen krank, unverschĂ€mt gutaussehend und gefĂ€hrlich aussah; das Whiskey Glas sah in seiner knochigen Hand klein und verloren aus.Â
Als sie herum wirbelte, um den Raum endgĂŒltig zu verlassen, stand eine wutschnaubende Eunsook hinter ihr. Ihre Augen wirkten wie die einer Katze, die ihre fĂŒnf Minuten bekam. Zwar trug sie wieder ihren Jeansrock und die Sandalen, doch mit den nassen, nach hinten gekĂ€mmten Haaren und dem rosa PlĂŒsch Bademantel ĂŒber dem Bikini Oberteil sah sie aus wie eine- âWarum rennst du rum wie eine Edelnutte?â, brach es prompt aus Bambam heraus, der sich auf Markâs spöttisches Nicken in ihre Richtung herumgedreht hatte.Â
Eunsook sah ihn noch nicht einmal an, als sie ausholte und ihm eine hinter die Löffel gab, sodass er ein StĂŒck nach vorn stolperte. Chaeyoung tauchte gerade etwas atemlos hinter ihr auf und zog vorsichtig an dem Bademantel. âUnnie, gib mal her⊠Nimm stattdessen die hier-â, murmelte sie und warf Eunsook rasch eine schwarze, kuschelige PlĂŒschjacke mit weiten Ărmeln ĂŒber die Schultern. Yunhee runzelte heftig die Stirn; sie wusste nicht, was verruchter aussah.
âWas zur Hölle-â
â-Flaschendrehen. Sie musste in den Whirlpool mit Namjoon-Oppa und die beiden dĂŒrfen sich nicht mehr anziehen laut Hyungwon-Oppa. Naja, eigentlich zumindest...â, beantwortete Chaeyoung Yunheeâs Verwirrung und Yunheeâs Brauen huschten in die Höhe. Sie verkniff sich ein Grinsen; wie ironisch, dass sie beide mit dem Erzfeind vekehren mussten. Wie schicksalsgegeben.Â
Sie danke Chaeyoung fĂŒr Eunsook und zerrte die JĂŒngere zu sich: âFriend, what the fuck- warum hast du nicht ânen Pulli an? Isâ doch scheiĂ egal, was der Fisch Mann gesagt hat-â
â-hast du Hyungwon-Hyung gerade Fisch Mann genannt?â, prustete Changkyun, der wie ein Geist auf Yunheeâs anderer Seite aufgetaucht war. Sie blinzelte irritiert und fragte in ihrer Trunkenheit mĂ€Ăig beeindruckt: âDu kannst englisch?â
âWO ist FUCKING Kim Namjoon?!â, unterbrach Eunsook die beiden wutschnaubend und stemmte die HĂ€nde in die Seiten; ihre NĂ€gel und Lippen waren leicht blĂ€ulich, sie schien sich schlampig abgetrocknet zu haben und fror nun. Yunhee verdrehte die Augen so doll, dass ihr der Kopf noch mehr schmerzte und sie zuckte die Schultern.
âIsâ mir auch egal, genauso egal wie- shitâ, fluchte sie, als Park Jimin wie ein draufgĂ€ngerischer Terrier den Raum betrat. Er sah Jeongguk und Taehyung in der Mitte des Raumes, grinste sofort, sprang auf die beiden zu und gab Taehyung ein High-Five, bevor auch er mit ihnen groovte.Â
Schön, dass er so unbekĂŒmmert war und so viel SpaĂ hatte. Nein wirklich, das freute Yunhee ungemein.
âLief bei euch wohl auch super, wie?â, schnaubte Eunsook, die ihre Erzfeinde ebenso angesĂ€uert anstarrte wie Yunhee, die nur genervt mit der Zunge schnalzte.
âDas ist mir doch alles sowas von egal⊠Lass mal SpaĂ haben!â, schnaubte sie bestimmt und zerrte Eunsook am Ărmel zur Bar, wo sie sich zwischen Bambam und Mark durchdrĂ€ngelte und eine kleine Hand flach auf die Theke klatschte:
âSHOTS!â
Sofort hatten sie eine Schar von Shot-Freudigen an ihrer Seite und der Barkeeper hatte Panik im Blick stehen, als er mehr und mehr kleine GlĂ€schen auf den Tisch stellte und verschiedene Sorten Soju und anderen Schnaps heraus holte.Â
Seokjin und Yoongi neben ihnen gerieten fast in Vergessenheit ĂŒber die TrinksprĂŒche, die Yunhee und Eunsook abwechselnd riefen, sich teilweise englisch-koreanischen Kauderwelsch ausdachten und dabei lachen mussten, bis ihnen die TrĂ€nen kamen. Bald standen auch Sana und Wonho bei ihnen, Jisuk kam untergehakt bei Sungjin mit Chaeyoung und Dahyun im Schlepptau zur Bar. Und dann kamen Jihyo und Namjoon herein, sie lachten und unterhielten sich sichtlich entspannt. Namjoon hatte immerhin die Regeln des Spiels nicht gebrochen; er trug immer noch seine Badehose und hatte lediglich seine Schuhe und die Gucci-Jacke wieder angezogen. Das nasse Haar hatte er lĂ€ssig auf eine Seite gekĂ€mmt und Eunsook hasste ihn tief und innig. Oder so Ă€hnlich.
âScheiĂ drauf, friendâ, rief Yunhee neben ihr ĂŒber die Musik und die GesprĂ€che und drĂŒckte ihr einen erneuten Shot klarstem Soju in die Hand. Ihr Haar lag wirr um ihre Schultern, die Wangen waren gerötet und ihre groĂen Augen glĂ€nzten, sie hatte sie nur halb geöffnet.Â
Eunsook nickte sichtlich ruckartig. âGenauuu! Egaaaal~â, trĂ€llerte sie und knallte ihr Shotglas heftig gegen Yunheeâs bevor sie die Köpfe in den Nacken legten und tranken.
Plötzlich kreischte Sana neben ihnen auf und zerrte die beiden in die Mitte des Raumes, wo sie gegen Jimin und Jeongguk stolperten, Momo schubste Hoseok von der TanzflĂ€che und Dahyun und Chaeyoung sprangen auf sie zu als das Musik Video zu Sunmiâs Gashina auf dem Screen anlief.
Sana drĂŒckte Yunhee ein Mikro in die Hand, Jisuk tanzte, mit Jihyo HĂ€ndchen haltend, schon um sie herum wĂ€hrend Momo den Gun-Dance perfekt mimte und dabei die Jungs im HIntergrund zum Gröhlen brachte.
Die Disko-Kugel ĂŒber ihnen schien sich immer schneller zu drehen, wĂ€hrend sie sangen und tanzten. Eunsookâs Arme waren ĂŒberall, die unterschiedlichen Haarschöpfte huschten hier und da um sie herum. Yunhee spĂŒrte, dasss sie sang, hörte sich selbst aber ĂŒber den LĂ€rm in ihren Ohren nicht.
Da waren Jeongguk und Jimin an der Bar. Jeongguk musste sich anlehnen, sein Kopf war in den Nacken gelegt und doch hörte er unter tausend Stimmen ziemlich sicher eine heraus. Seine Mundwinkel zuckten, er musste grinsen. Noona kann singen? Ah. Die Ăblekeit zog Kreise in seinem Bauch wie ein schwerer Fisch, der nicht stillhalten wollte.Â
Jiminâs Kopf hing tief, doch seine schmalen Augen scannten den Raum. Immer wieder huschten seine Augen zurĂŒck zu dem Pulk MĂ€dchen in der Mitte, die SpaĂ hatten. Unmut kochte in ihm und es kitzelte ihn in den kleinen Fingerspitzen; er wollte ein schweres Bierglas packen und an die Wand schleudern, wollte, dass es zersprang und alles still war. Stattdessen schnalzte er mit der Zunge und nahm eine von Yoongiâs Zigaretten entgegen, die der Ă€ltere ihm mit einem nachsichtigen Blick zusteckte. Â
Namjoon saĂ zwischen Yoongi und Seokjin, er nippte an einem Glas mit weiĂ Gott was und sein Blick fand vom Chlor gespannte, glĂ€nzende Haut und schmale, beim Lachen zusammengekniffene Augen. In seiner Mitte rumorte es, er saĂ hier wie ein Gewinner fĂŒhlte sich aber wie ein Verlierer.Â
Der Raum vibrierte mit der Energie der singenden, tanzenden und lachenden MĂ€dchen; Junhoe und Hoseok tanzten am Rande mit und lieĂen sich von Momo den Gun Dance zeigen. Lichter flackerten, der Alkohol floss und als der groĂe Zeiger an der in die Wand eingelassene Uhr 1:00Uhr nachts anzeigte, war das Lied vorbei und Yunhee packte mit einer Hand Eunsookâs Schulter. Ihr steinernes LĂ€cheln sagte der JĂŒngeren alles; sie drĂŒckte einer verwirrten Dahyun das Mirko in die Hand und legte einen Arm um Yunhee.
Sie stieĂen links und rechts Leute an und Eunsook giggelte und rief lautstark Entschuldigungen aus, sie verlieĂen den Raum und alles drehte sich und flackerte in butnen Schemen an ihnen vorbei. Yunhee atmete tief ein und hielt die Luft an, als Eunsookâs lange Finger auf den Knopf des Fahrstuhlâs klatschten nachdem sie ihre SchlĂŒsselkarte aufgelegt hatte.Â
Es roch nach Metall, Yunhee betrachtete die blasse Frau mit den heiĂen Wangen ihr gegenĂŒber; das Bild schob sich immer wieder ruckartig nach links als ob es ihr wieder und wieder entgleiten wollte. Als sie ihr eine Hand entgegenstreckte, tat sie es ihr gleich.Â
âDas isân Spiegel, friendâ, keuchte Eunsook, die sich einen Arm der Kleineren ĂŒber die dĂŒrren Schultern geschoben hatte. Die TĂŒren schlossen sich langsam und Yunhee spĂŒrte nebst den Wellen der Ăbelkeit, gegen die sie vehement anschluckte, Erleichterung in sich aufsteigen. Da schoben sich zwei lange HĂ€nde in den schmalen Spalt und hielten die FahrstuhltĂŒren gewaltsam auf. Taehyungâs Gesicht erschien, eingerahmt von dunklen Locken grinste er sie schief an. âEunsookie, wohin denn so schnell?â
Unter Taehyungâs Kopf schob sich Jiminâs Kopf hindurch, kurz dachte Eunsook, sie sei in einem Alptraum gelandet. âJa, wohin denn so schnell? Seid ihr etwa Loser, die schon um ein Uhr-â
Bevor er noch etwas sagen konnte, hatte Eunsook einen FuĂ gehoben und trat einmal heftig gegen Taehyungâs, dann gegen Jiminâs eine Hand. Die beiden jaulten auf und mit Ach und Krach schloss sich die TĂŒre entgĂŒtlig und mit einem Ding hob sich der Fahrstuhl gegen die Gravitationskraft der Erde ab. Yunhee stöhnte; ihre Kiefer standen bereits offen und sie spĂŒrte, wie sich der Speichel in ihrer Mundhöhle ansammelte.
âDiese- halte durch, friend!â, wisperte Eunsook und hĂ€mmerte verstĂ€rkt auf den obersten Knopf. Der Fahrstuhl wurde langsamer und es machte erneut Ding, bevor sich die TĂŒren viel zu langsam wieder aufschoben. Eunsook zerrte Yunhee zum gemeinsamen Badezimmer und ihre Knie knallten auf die kalten Fliesen, ihr Haar ziepte, als Eunsook es rasch zurĂŒck riss und sie erbrach sich in einer Mischung aus absoluter Verzweiflung, Schmerz und göttlicher Erleichterung heftig in die KloschĂŒssel.
+
Als Eunsook am nĂ€chsten Morgen Yunhee aus ihrem Zimmer zerrte, damit sie endlich was in den entleerten Magen bekam, waren die anderen Schnapsleichen schon unterwegs. Zwar waren es gröĂtenteils sehr redselige Schnapsleichen, aber so richtig fit waren wenige. Tzuyu war beispielsweise nie wirklich redselig, aber sie sah zumindest lebendiger aus als Jeongyeon, die ihren Kopf wahlweise auf einer nĂ€chstgelegenen Schulter oder der Tischplatte plazierte.Â
Gerade wuselten die letzten Leute des Reinigungstrupps, den eine ihrer Familien geschickt haben musste, aus der HaustĂŒre und sie aĂen Reste der Partyhappen an der groĂen Tafel in der gerĂ€umigen KĂŒche. Zumindest aĂ der GroĂteil, Yunhee und Momo warfen sich einen Blick zu und schĂŒttelten trĂ€ge die Köpfe.
âAber, aber! Wie sollen denn die Vitamine zu euch zurĂŒckkehren, wenn ihr nicht esst? Ahh~â, machte Nayeon in gespielt sĂŒĂlich und fĂŒrsorglichem Ton wĂ€hrend ihre Augen diabolisch glitzerten. Sie hatte sich zwischen die beiden gestellt und versuchte, einen Löffel Reis in Momoâs verzogenen Mund zu zwĂ€ngen wĂ€hrend Yunhee rasch aufstand um den Platz zu wechseln.
âMeine Lieben! Ich habe SNS gecheckt und was soll ich sagen? Die Party war ein voller Erfolg! Ein glorreicher Start in ein neues Semester~â, begann Jihyo zufrieden; sie klatsche einmal in die HĂ€nde und strahlte in die Runde; das iPad vor ihr auf dem Tisch schob immer wieder neue Benachrichtigungen auf den Screen.
âKlar warâs ân Erfolg - auch wenn die Wenigsten was davon mitbekommâ haben. Also, so, bewusstseins technischâŠâ, murmelte Jeongyeon mit heiserer Stimme. Mina tĂ€tschelte ihr die Schulter und schaute etwas verwirrt in die Runde.
âYah, Jeongyeonie! Nur weil DU dich so maĂlos betrunken hast, heiĂt das nicht, dass andere hier ihre Zeit nicht sinnvoll genutzt habenâ, zwitscherte Sana sichtlich zufrieden. Sie hatte ihr pinkes Handy, mit Stickern ĂŒbersĂ€t, in den HĂ€nden und schien mit jemandem zu schreiben. Jisuk und Tzuyu neben ihr warfen sich ĂŒber das strawberry farbene Haar einen Blick zu und sahen beide rasch wieder weg. Tzuyu grinste breit, Jisuk presste eine Hand vor den Mund.
âSagen wir mal so: einige haben den Abend genutzt, um wichtige Bekanntschaften zu machenâŠâ, sagte Jihyo mit einem beinahe wohlwollenden Blick in Richtung der drei giggelnden MĂ€dchen, âund andere hatten eher leichte Kommunikationsschwierigkeiten. UnverstĂ€ndlicherweise?â, schloss sie mit Blick auf Yunhee und Eunsook, verschrĂ€nkte die Arme und legte fragend den Kopf schief. Yunhee ignorierte ihrer Blick geflissentlich, schob sich langsam einen Löffel Reis in den Mund und scrollte auf ihrem Screen doch ihre Augen sahen offensichtlich nichts. Eunsook rieb sich das Kinn und deutete dann gespielt ĂŒberrascht zum Kronleuchter ĂŒber ihnen hoch: âIst das dein Höschen, Sandarella? Haste wohl verlorenâŠâ
WĂ€hrend Sana theatralisch nach Luft schnappte und beteuerte, dass es sich um ein Strumpfband handelte - was nicht weniger dazu verleitete, dass die anderen lachten und Ideen einschoben, wie es dahin gewandert sein könnte - zuckte ein zufriedenes Grinsen ĂŒber Eunsookâs Gesicht. Sie mied allerdings Jihyoâs Blick genauso geflissentlich wie Yunhee.Â
âNun ja! GenieĂt den letzten Tag in Freiheit, ab morgen geht der Ernst des Lebens wieder losâŠâ, seufzte Nayeon und zog einen Flunsch.
âAch wieso, ist doch eh bald Chuseok!â, grinste Dahyun, Chaeyoung nickte zustimmend.
âDir ist klar, dass du nur nach Hause kannst, wenn du einen Schnitt von wenigstens 1,5 hast, oder? Sonst heiĂt es hier bleiben und LerngruppeâŠâ, erinnerte Nayeon sie mit einem spöttischen LĂ€cheln, doch tĂ€tschelte den beiden Blondinen nachsichtig die Köpfe.
â...oh.â
Der allgemeine Trubel ging wieder um den Tisch und als einige aufstanden, um anderen TĂ€tigkeiten nachzugehen, klatsche Jihyo noch einmal in die HĂ€nde.
âNochmal zur Erinnerung: als TWICE werden wir das Mittagessen unter der Woche in der College Mensa zusammen mit den anderen aus der TOP3 zu uns nehmen. Ziemlich leicht zu finden, es sind die Tische ganz oben in der Lounge.â
âTOP3?â, hakte Tzuyu verwirrt nach, Momo hing einen Arm um ihre Schultern: âNa die Boys! Aber leider gehört dein Mister Lover von gestern abend nicht dazu~â, zwitscherte sie, was die JĂŒngste erröten lies.Â
Eunsook warf Yunhee einen alarmierten Blick zu. Diese verdrehte nur die Augen und zuckte die Schultern. Das ging nicht an Mina vorbei, die neben ihnen stand, doch sie wandte rasch den Blick ab.Â
âAuĂerdem haben wir eine gemeinsame Lerngruppe gebildet und auch in der Bibliothek sind ganz oben unterâm Dach fĂŒr uns Tische reserviert, wo ihr euch stets zusammenfinden könnt. So, und jetzt bereitet euch gut vor, KĂŒken, nicht, dass mich einer von euch blamiert!â, scheuchte Jihyo Dahyun, Chaeyoung und Tzuyu auf; Eunsook und Jisuk wichen ihnen aus und warfen sich einen belustigten Blick zu und nahmen mit Yunhee die Treppe anstelle des Fahrstuhls.Â
âBlamieren⊠Das können wir nach gestern ja wohl vergessenâ, murmelte Eunsook, die die bunten Bilder von gestern Nacht versuchte, in eine vernĂŒnftige Reihenfolge zu bringen. Es schien trotzdem nicht so wirklich zu passen.
âWas heiĂt denn hier âwirâ? Ich war total artig und hab mich köstlich amĂŒsiertâ, grinste Jisuk und warf sich die immer noch leicht gelockten Haare ĂŒber die Schulter. Ihr Grinsen verrutschte jedoch, als Eunsook fies grinsend zurĂŒck schoss: âOho? Ich glaub, es haben einige von Jinyoungâs Eifersuchtsdrama mitbekommen, oder?â
Yunhee stieĂ sie auffĂ€llig unauffĂ€llig in die Seite und Eunsook hing sich rasch ĂŒber Jisukâs Schulter: âAber mal ehrlich: alles gut mit diesem Sunbaenim? Der sah ja gruselig ausâŠâ
âDas war doch noch gar nichtsâŠâ, murmelte Jisuk mit verschrĂ€nkten Armen, ihre groĂen Augen wirkten kurz abwesend, sie schien weit weg zu sein und ihre Unterlippe bebte leicht. Die beiden anderen warfen sich einen alarmierten Blick zu.Â
Eunsook presste ihre langen Finger auf Jisukâs Wangen: âYah, Jisukie?! Wenn jemand gemein zu dir ist oder dich bedroht, musst du uns das sagen!â
âDen assassinieren wirâ, bestĂ€tigte Yunhee trocken und nickte einmal bestimmt, was Jisuk ein wackeliges Lachen entlockte.
âPff, schon okay⊠Jinyoung war halt mal, ist aber nicht mehr. FĂ€llt ihm schwer, das zu akzeptieren. Aber egal~â, grinste Jisuk und nickte ruckartig, bevor sie als erste den Fahrstuhl verlieĂ. Sie zog Eunsook bestimmt am Handgelenk hinter sich her und sie gingen gemeinsam in die gemĂŒtliche Ecke am Ende des Flurs, wo eine Sitzecke aus Leder vor der verglasten Wand stand und sie ĂŒber die HĂŒgel hinunter bis ins College Dorf schauen konnten. In der Ferne glitzerte das Meer in der Sonne.Â
âAber mal weg von Jinyoung - wie lĂ€uftâs mit⊠wie heiĂt Sunbaenim noch?â, hakte Eunsook interessiert nach; sie hatte die Beine ĂŒber eine Lehne des Sessels vor Kopf geschwungen und ein Kissen vor die Brust gedrĂŒckt wĂ€hrend sie vertrĂ€umt zum Meer sah. Yunhee sah ebenfalls interessiert von ihrem Blatz von dem einen Sofa auf, wo sie den Kopf auf drei gigantischen Kissen gebettet hatte. Jisuk hob unschuldig den Kopf von den verschrĂ€nkten Armen, sie lag trĂ€ge mit den Beinen wedelnd auf dem Bauch.
âHuh? Wen meinst du?â
âIch bitte dich!â, schnaubte Yunhee belustigt und warf ihr einen eindeutigen Blick zu, Jisuk kicherte und hatte den Anstand, rot zu werden.Â
âMeinst du Sungjin-Oppa, den Gitarrist?â
âSUNGJIN OPPA⊠DER GITARRIST!â, rief Eunsook dramatisch aus und klatsche die HandflĂ€chen auf die Wangen wĂ€hrend sie gespielt verliebt gen Himmel starrte. Dann grinste sie Jisuk an: âAber mal ehrlich: wie liefâs gestern abend noch?â
Jisuk spielte mit einer HaarstrĂ€hne und scrollte durch ihr Handy; um ihre Lippen spielte ein verlegenes LĂ€cheln. âGanz gut, denk ich?â
âSie haben ein Dateâ, mutmaĂte Yunhee ohne aufzusehen, Jisuk stand der Mund offen: âWoher weiĂt du das?â
âWusste ich nicht, aber du hast es ja gerade bestĂ€tigtâ, grinste Yunhee listig und musste ebenfalls lachen, als Eunsook lauthals los wieherte ĂŒber Jisukâs betretenes Gesicht.
âAber Jisukieee~ Das ist doch phantastisch!â
âZumindest besser als euer Rosenkrieg - was ging denn gestern ab?â, schoss Jisuk zurĂŒck und musterte die beiden mit gerunzelten Brauen fragend.Â
Eunsook sah zu Yunhee herĂŒber, die zur Decke starrte. Ja, was war da gestern passiert?
âWie warâs eigentlich im Schrank?â, hakte Eunsook in dem belanglosen Tonfall nach, der zeigte, dass es sie sehr interessierte. Yunhee konnte es ihr nicht verdenken. Sie holte unauffĂ€llig Luft und versuchte an dem Etwas, das auf ihrer Brust saĂ, vorbei zu atmen.
âLangweilig. Er hat mir erzĂ€hlt, dass mich auch ja keiner vermisst. Ich hab ihm klar gemacht, dass er seinen Atem auf was Anderes verschwenden soll, als mit mir zu redenâŠâ
Eunsook schĂŒrzte die Lippen um sich ein Grinsen zu verkneifen. âSchiffe versenkt, wĂŒrd ich meinen.â
Yunhee wandte ihr den Kopf zu: âApropos versenkt, wie warâs im Pool? Raff ich immer noch nicht so ganz.âÂ
Jisuk kicherte los und schĂŒttelte den Kopf: âHyungwon ist ein Perverser! Der wollte doch einfach MĂ€dels in den Pool kriegen.â Eunsook verdrehte die Augen.
âSo ein Bastard. Namjoon und ich sollte halt im Whirpool bleiben, aber Mister Kim âIch bin der Leader und widersetzte mich allemâ Namjoon hat halt seinen kleinen Schwanz eingezogen- âÂ
â-friend!â
â-und hat sich verp-â
â-ist ja gutâ, unterbrach Jisuk Eunsook, immer noch grinsend, und bewarf sie mit einem Kissen, Eunsookâs Brille verrutschte. Sie war an einem Sonntag zu fau, gewesen, Kontaktlinsen zu tragen.
âIst doch wahr! So ein Penner, ey. Was denkt der sich?â
âDass es dich aufregt. Klappt doch?â, mutmaĂte Yunhee leise und Eunsook wurde still. Mit heiĂen Wangen und wĂŒtend funkelnden Augen starrte sie aus dem Fenster und hob ihren Daumen zum Mund doch bevor sie daran knabbern konnte, hatte auch Yunhee sie mit einem Kissen beworfen.
âYAH!â
âGenug jetzt von unserem Selbstmitleid?! Wir haben alle jemanden, dem wir am Liebsten nie wieder begegnen wollen. Denen gehen wir einfach aus dem Weg und haben ein wundervolles Studentenleben ohne sieâ, schloss Yunhee bestimmt, doch Eunsook warf das Kissen zurĂŒck. Da Yunhee die angewinkelten Beine hochriss sprang es von ihren FĂŒĂen ab und flog in Jisukâs Richtung, die es auffing und den Kopf darauf bettete.Â
âAus dem Weg gehen ist gut - wolltest du mir irgendwann mal mitteilen, dass die TOP3 zusammen ESSEN und LERNEN?â, schnaubte Eunsook vorwurfsvoll und ruckte ihren Kopf ulkig zu den Seiten, Yunhee lieĂ den Kopf fallen und legte die kleinen HĂ€nde aufs Gesicht.
âAch! Da ist trotzdem genĂŒgend Platz, ihnen aus dem Weg zu gehen und sie zu ignorieren! Glaubst du, Namjoon setzt sich auf deinen SchoĂ und fragt dich, ob du seine Hausarbeit ĂŒberfliegst oder was?â
Eunsook verzog bei dem Gedanken angewidert das Gesicht.
âPfui! Nee, das nicht. Aber⊠trotzdemâ, schloss Eunsook leise und rutschte etwas tiefer in den Sessel, starrte mĂŒrrisch zu den Fenstern, die im Dach eingelassen waren.
Jisuk rollte sich ebenfalls auf den RĂŒcken und seufzte.
âAlso gut. Wir passen aufeinander auf und gehen diesen Bangtanâs; Monstern und Park Jinyoung aus dem Weg, oke? Das wird schonâ, meinte sie doch klang nicht wirklich ĂŒberzeugt.Â
Wie sie so dalagen und zum blauen Himmel hochstarten waren sie sich nicht so sicher, ob ihre Aussichten auf ein ruhiges Studentenleben so einwandfrei waren der Anblick, den sie just in diesem Moment genossen.Â
+
Am nĂ€chsten Morgen fuhren zwei rosafarbene Shuttles vor die Mension der TWICE Frat und der GroĂteil von ihnen stand poliert und zeitlich am Tor. Zwar waren einige von ihnen mehr als mĂŒde - denn die erste Nacht vor dem Schulbeginn ist bekanntlich immer zu kurz - aber herausgeputzt waren sie zweifellos alle.Â
Jisuk schob sich die Baseballcap, die farblich zum senfgelben oversized Hemd passte, etwas tiefer in die Stirn und trat von einem nackten Bein aufâs andere. Sie trug, Ă€hnlich wie Yunhee, eine Jeansshorts mit dem Unterschied, dass Yunheeâs an den Enden ripped und ausgefranst war. Auch war Yunheeâs overzised Hemd grĂŒn kariert und die trug ein gelbes Beret auf dem Kopf, das zu den Chucks passte. Sie wirkte Ă€hnlich wie Jisuk mĂŒde, allerdings war es Eunsook, die unruhig neben ihnen von einem FuĂ auf den anderen trat. Von dem Leinentop und der weiten, knöchelfreien Jeans mit Band zum zuschnĂŒren und der kurzen Jeansjacke war alles babyblau bis auf ihre weiĂ-roten Gucci Sneakers.Â
âWenn du weiter so rumhampelst, brat ich dir eine ĂŒberâ, drohte Jeongyeon, die neben Yunhee stand und zerrte gespielt an der massiven Tote Bag von Yunhee als wolle sie diese nehmen, um Eunsook zu enthaupten.Â
Eunsook machte ein weinerliches GerĂ€usch und fuhr sich mit der Hand durchâs Haar; sie war viel zu mĂŒde um irgendwas in ihrem Kopf zu speichern. Geschweige denn Biologie. Oder Management. Rasch wandte sie sich an Jeongyeon: âHe, wir haben zusammen Managament, oder?â
Jeongyeon schĂŒttelte verwirrt den Kopf: âIch bin Oberstufe, SĂŒĂie. Yunhee Unnie und ich haben Management zusammen, ich mein du hast mit Tzuyu?â
Tzuyu hakte sich bei Eunsook unter, die sich beinahe zu Tode erschreckte.Â
âAish?! KĂŒndige dich gefĂ€lligst anâ, seufzte sie und linste zu Yunhee herunter.
âMit dem habt ihr Management?â
Yunhee lĂ€chelte blasiert und legte den Kopf schief: âMeinst du, welcher Prof?âÂ
Eunsook verdrehte die Augen; sie wusste, dass Yunhee wusste, dass sie ihre Mit Lernenden meinte. âMhm, ich steh auf alte MĂ€nner! Bitte erzĂ€hl mir mehr von deinem Profâ, knurrte sie, als sie hinter Yunhee in das eine Shuttle krabbelte.Â
Nayeon, die vor Yunhee eingestiegen war, warf ihnen einen irritierten Blick zu. âUnser Prof ist stockschwul! Meiner Ăberzeugung jedenfalls⊠was man von einigen anderen Studenten zum GlĂŒck nicht behaupten kannâ, grinste sie verspielt, Jeongyeon eine Reihe weiter hinten langte ihr an die Schulter und schĂŒttelte die Ăltere. âOoooh, Unnie! Hast du dir etwa jemanden ausgeguckt?â
âBestimmt deinen Bruderâ, sagte Mina trocken, die neben Jeongyeon saĂ, der die GesichtzĂŒge entgleisten. âWas?!â
âAlso auĂer den Yoo Geschwistern und Nayeon sind noch dieser eine Bauer aus der MONSTA Frat, Seokjin und Hoseok in unserem Manegement Kurs. Wenn das deine Frage beantwortetâ, schloss Yunhee nĂŒchtern, Eunsook seufzte theatralisch.
Jihyo, die mit Jisuk vorn neben dem Fahrer saĂ, drehte sich auf ihrem Sitz um.
âIch kapier einfach nicht, was ihr gegen die Jungs habt! Klar sind wir Rivalen in der Hinsicht, dass wir die besten Parties hier schmeiĂen - aber ansonsten ist die Idee, dass wir als TOP3 kooperieren und hier Freundschaften schlieĂen, die uns bei der Ăbernahme der Firmen und GeschĂ€fte unserer Familien helfen und unterstĂŒtzenâ, ratterte sie mit ernstem Gesicht herunter, Eunsook verschrĂ€nkte die Arme und sank tiefer in ihren Sitz.
âĂndert nichts daran, dass einige von denen trotzdem ân bisschen scheiĂe sindâ, murmelte sie, Nayeon neben ihr riss mit einem skandalsĂŒchtigen Grinsen Mund und Augen auf, Jeongyeon machte lahm âYah!â doch Yunhee verdrehte nur grinsend die Augen.
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Dank des letzten Schuljahres war es Yunhee bereits gewohnt, in der ersten Reihe auf den besten PlĂ€tzen fĂŒr alle ersichtlich neben den Jungs der anderen Frats auszuharren und die Lesungen ĂŒber sich ergehen zu lassen. Heute war nicht anders als vor den Sommerferien; Shownu saĂ normalerweise neben Hoseok, der neben Seokjin saĂ und der neben Kihyun; dann kam ein Spalt zum Emporsteigen des Hörsaals und dann kam Jeongyeon, neben ihr Nayeon und in der Ecke saĂ Yunhee und der Platz neben ihr war stets leer.Â
Heute allerdings fehlte Hoseok, was Yunhee auffiel, sie aber nicht weiter beschĂ€ftigte. Zwar fehlten die Jungen nicht mehr so regelmĂ€Ăig wie in der Schule - was sie sich nun wirklich nicht erlauben konnten - aber es gab immer noch frĂŒhe Lesungen, in denen Seokjin unauffindbar war.Â
Als die TĂŒr sich allerdings fĂŒnf Minuten nach Beginn der Lesung öffnete und Hoseok herein stolperte, kniff Yunhee die Lippen zusammen und sah verstohlen zur Seite. Alle PlĂ€tze waren bereits voll. Zu beginn der neuen Semester kamen auch immer mal Tranfser-Studenten und der letzte freie Platz war an diesem Morgen natĂŒrlichâŠ
âVerdammtâ, zischte sie und zog ihre Tasche langsam nĂ€her zu sich heran, sodass Hoseok etwas Platz hatte neben ihr auf der Bank.Â
Er war gerade fertig mit seinem Gezappel und Gelache und einer wortreichen Entschuldigung und fuhr sich mit der heilen Hand durch das wirre Deckhaar, dass etwas wirr zur Seite abstand. Er trug es neuerdings in einem Untercut, was leider gar nicht mal so schlecht aussah.
Hoseok hĂŒpfte leichtfĂŒĂig die Stufen hoch und Yunhee stellte fest, dass er ein dunkelgrĂŒnes T-shirt trug, das ziemlich genau das ihres Hemdes war. Das T-Shirt war eng und in seine helle ripped Jeans gestopft, an den FĂŒĂen trug er schwarz-gelbe Balenciaga passend zu dem schwarzen GĂŒrtel. Er grĂŒĂte die Jungen und erkannte dann recht schnell, wo er heute zu sitzen hatte. Sein Gesicht verrutschte merklich; die Mundwinkel zuckten nach unten und er fuhr sich erneut durchâs Haar, bevor er sich zwischen Nayeon und Yunhee fallen lieĂ.Â
Yunhee vergrub sich mit pochendem Herzen in ihrem Hemd und lieĂ sich ihr Haar ins Gesichts fallen. Dann versuchte sie sich weiterhin auf die Worte des Profâs zu konzentrieren, allerdings fiel es ihr zunehmend schwerer. Hoseokâs Geruch war erschlagend; nicht, dass er schwitze aber sein Eigengeruch und der seines Haargels mischte sich gerade richtig mit dem seines ParfĂŒms.Yunhee fragte sich, ob er einfach verschlafen hatte, er wirkte nicht allzu sehr auĂer Atem und eher frisch und energetisch. Nicht, dass es sie interessierteâŠ
Im Laufe der Zeit merkte sie, dass er nichts tat auĂer dazusitzen. Er hatte die Ellen auf den Tisch gestĂŒtzt und seinen Kopf in die HĂ€nde und schien zuzuhören, allerdings wippte er auch nervös mit einem Bein und Yunhee spĂŒrte, wie ihre Herzfrequenz davon auch wieder hochging. Musste er so nervös sein?Â
Durch einen Schleier von Haaren linste sie auf seine eine Hand; da waren nur gut verheilte Narben, wo der Mittel- und der Zeigefinger hĂ€tten sein sollen. Hatte er keine Unterlagen dabei? Kein Tablet, keinen Block, keinen Stift? Wollte er nicht mitschreiben? Ein paar PlĂ€tze weiter unterhielten sich Kihyun und Seokjin, immer wieder kicherte einer. Allerdings waren sie eher mit sich beschĂ€ftigt.Â
Yunhee runzelte die Stirn und stellte fest, dass Hoseok SchweiĂperlen auf der Stirn stehen hatte, dabei war er gar nicht auĂer Atem. Plötzlich huschten Hoseokâs Augen umher und er fand ihren Blick. Irritiert zuckte ein Grinsen ĂŒber seine Lippen, es war zwar ziemlich verkniffen und drĂŒckte GrĂŒbchen in seine Wangen und er sah heftig blinzelnd wieder weg, aber es reichte, um Yunheeâs Herz stolpern zu lassen.Â
Rasch sah Yunhee ebenfalls weg und ruckte verwirrt mit dem Kopf, was war nur los mit dem Kerl? Sie versuchte sich wieder auf sich und ihre Notizen zu konzentrieren, allerdings wurde Hoseok immer hibbeliger. Bald hatte er sein Gesicht mehr oder weniger in die HĂ€nde geschoben und blinzelte immer mal wieder ĂŒber seine Fingerspitzen hinweg. Das Wibbeln mit seinem Bein wurde auch nicht besser.Â
Nayeon auf der anderen Seite schien es kaum zu bemerken, sie tuschelte immer mal wieder mit Jeongyeon. Yunhee presste die Lippen zusammen und wusste nicht so recht, was sie tun sollte. Hoseok wirkte so, als wĂŒrde er jeden Moment in einem Anfall vom Stuhl kippen. Wie ein Psycho, der seine Tabletten nicht genommen⊠Moment mal! Mit groĂen Augen sah Yunhee zu Hoseok herĂŒber; nahm er etwa Tabletten? Es wĂŒrde sie nicht wundern, nach allem, was geschehen war. Was, wenn er sie vergessen hatte und es ihm deswegen dreckig ging? Nichts, was sie beunruhigen sollte, richtig?Â
Sie lieĂ den Kopf kurz auf die Tischplatte sinken und verfluchte sich selbst fĂŒr ihr MitgefĂŒhl; es sollte ihr egal sein, aber sie brachte es nicht ĂŒberâs Herz, nicht zumindest zu fragen. Dass er damals vor zwei Jahren ihren Ordner in Flammen hatte aufgehen lassen und vom Schuldach geschmissen hatte erschien ihr nichtig nebst all dem, was sie danach erlebt hatten. Und auch, wenn sie sich gegenseitig sicher als Rivalen sahen, so war das hier doch was anderes. Am Ende wĂŒrde sie noch wegen unterlassener Hilfeleistung dastehen, sollte er wirklich kollabierenâŠÂ
Da Yunhee sich denken konnte, dass Hoseok damit nicht hausieren ging, schlug sie eine Seite ihres Blocks um und kritzelte rasch etwas nieder, um es Hoseok unauffĂ€llig hinzuschieben. Er blinzelte irritiert, als die Ecke des Blocks seine Elle anstieĂ und seine Augen huschten ĂŒber Yunheeâs ordentliche Handschrift:Â
Hast du deine Meds vergessen? Wirkt so.Â
Hoseok presste die Lippen zusammen, wobei wieder kleine GrĂŒbchen in seinen Wangen auftauchten, dann lieĂ er die HĂ€nde von seinem Hals sinken und verschrĂ€nkte sie vor der Brust, lehnte sich in seinem Stuhl zurĂŒck und nickte ruckartig, ohne Yunhee anzusehen. Sie musterte, wie eine Sehne in seinem Kiefer sprang, als er die ZĂ€hne zusammenbiss. Sie erkannte nun auch SchweiĂperlen in seinem Nacken, er war blass und seine Pupillen erschienen riesig. Yunhee holte tief Luft, verfluchte sich selbst und kritzelte erneut etwas nieder und tippte mit dem Stift auf die Worte. Hoseok legte leicht den Kopf schief und linste ĂŒber den schmalen NasenrĂŒcken aufâs Papier herunter.
Ich kann dir helfen.Â
Hoseok sah ĂŒberrascht zu ihr hoch. Er sah ziemlich mĂŒde aus, seine Lippen beschrieben einen unglĂŒcklichen Bogen nach unten. Doch er grinste verkniffen und wedelte abwehrend mit einer Hand. Nicht nötig. Yunhee zog die Brauen hoch und starrte ihn einfach nur von der Seite an. Ein SchweiĂtropfen rann von Hoseokâs Stirn ĂŒber die Nase und er wischte ihn mit bebenden HĂ€nden aus dem Gesicht und blinzelte irritiert. Yunhee traf eine Entscheidung.
Mit einem relativ lauten Stöhnen beugte sie sich nach vorn und presste die HĂ€nde auf ihre Mitte, ihre Stirn knallte auf den Tisch vor sich. Ein Murmeln zog durch die Reihen und der Professor unterbrach sich.Â
âMiss Lee? Gibt es ein Problem?â
âAhh. Mein Bauch⊠Ich muss was Falsches gegessen habenâŠâ, sagte Yunhee gequĂ€lt und linste unter einem Schleier aus rotbraunen Locken bedeutungsschwer zu Hoseok hoch, der Ă€uĂerst verdutzt zu ihr herunter gestarrt hatte. Es schien zu klicken und plötzlich sprang er auf und packte in einer gespielt hilfbereiten Geste nach ihren Schultern:
âOoooh, arme Yunhee-ah~ Ich werdâ sie in den KrankenflĂŒgel begleiten, verlassen Sie sich auf mich, Prof! Ahh, die Arme, sie ist doch so allergisch gegenâŠâ
Hilfesuchend sah Hoseok zu Nayeon herunter, deren Brauen beinahe im Haaransatz verschwanden.
âMilchprodukte?â, warf Jeongyeon langsam und ebenfalls fragend ein, Nayeon zeigte zustimmend auf Jeongyeon und nickte heftig, Yunhee presste ein gequĂ€ltes âJaaâŠâ hervor und sie lieĂ sich von einem zappeligen Hoseok nach drauĂen geleiten, der Professor hatte gar keine Chance etwas zu sagen.Â
Und obwohl Hoseokâs Worte ĂŒbereinander zu stolpern schienen und er stets so wirkte, als wĂŒrde der Wind in sofort umpusten können und davontragen, so war sein griff an ihren Oberarmen doch fest und seine Brust in ihrem RĂŒcken ziemlich warm und stark.Â
Als die TĂŒr hinter ihnen ins Schloss fiel, lieĂ er sie beinahe vorsichtig los. Sie machte einen Ausfallschritt und drehte sich dann langsam zu Hoseok um. Verwirrt zeigte er auf sie, kratzte sich mit einer freien Hand im Nacken.
âDu⊠hast keine Bauchschmerzen, oder?â
Yunhee starrte ihn einige Sekunden ebenso fassungslos an, dann kicherte sie los und schlug ihm auf den Oberarm, er zuckte merklich zusammen.Â
âNein, Pabo! Ich wollte dich da raus kriegen- mein Gott, bist du ein schlechter Schauspielerâ, schloss sie immer noch grinsend, er stieĂ einen erleichterten Lacher aus und presste sich eine Hand auf die Brust.Â
âOh Mann, aber du bist ziemlich gut - fĂŒr âne Sekunde wusste ich nicht, ob du simulierst, oder nichtâŠâ
Sie sahen sich verlegen grinsend an, dann blinzelte Hoseok wieder heftig und betrachtete seine zitternden HĂ€nde. Yunhee zeigte mit dem Kinn den Gang runter. âAb mit dir, das sieht nicht so lustig aus. Die Krankenschwester hat da bestimmt was.â
âAh⊠ja, wahrscheinlichâ, murmelte Hoseok, sogar seine Stimme war dĂŒnner als sonst. Kleinlaut linste er zu ihr hoch und lĂ€chelte, und es war echt.
âDanke, Yunhee-ah. Hast einen gut!â
Sie verzog gespielt entnervt das Gesicht: âDas hab ich schonmal von ânem BANGTAN Mitglied gehört, lass stecken. Bis dannâ, schloss sie und winkte ihm zu, bevor sie sich umdrehte um die nĂ€chste Toilette aufzusuchen.Â
Aber das leise, raue Lachen von Hoseok und seine hastigen Schritte hörte sie noch und beides hallte in ihr nach. Es waren die ersten Stunden des ersten Tages nach den Sommerferien und schon passierten wunderliche DingeâŠÂ
âDass man nicht einmal seine Ruhe haben kannâ, seufzte Yunhee und zĂŒckte ihr Handy, um Nayeon und Jeongyeon Entwarnung zu geben.Â
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Iâm so fucking angry at times but youâve to understand that Iâm not mad at you, Iâm so mad at myself, my actions, behavior and ways of thinking I just despise myself so, so very much and youâve to trust me, Iâm sorry if it fires in your direction or that you think it could have anything to do with you because oh darling, no. No, itâs not you, itâs me.
sometimes connecting with a person means to disconnect with another one, regardless of them knowing each other or not. you don't even want to, you're forced to, it's just happening but oh boy is it heartbreaking

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what scares me is that I'm too exhausted to care. I'm sitting here breathing in and out the fog of a fire clawing at my bones and ramming its teeth into my flesh and I barely even flinch and tiredly blink as everything gets swallowed in heat and darkness; everything is too exhausting and I'm too tired to care at this point. I just want to lie down on the surface of the ocean drop through get swallowed and suffocate into eternal sleep.
the reason why i donât take selfies these days isnât bc i think iâm ugly itâs bc i can see thereâs no soul behind my eyes, thereâs no light no spark and the smile on my lips seems grotesque and out of place and i hate it, god i hate is sm
every Positivity post I see around is like âjust get rid of whatever it is holding you back!!! cut the negativity and toxic ppl out of your life!!!!â BINCH ITS ME how am I supposed to cut myself out and get out of my effing face lmao