Fiume - Magazin fĂŒr Reinkultur: Heft No. 1. U.a. mit BeitrĂ€gen von Ledio Albani: Editorial. Fiume o Morte - Simon P. Wehmeyer: Konservativ Postnational - Patrick Goehl: Der entwurzelte EuropĂ€er - Daniel Yakubovich. Taxidermie der Stadt - Bernhard Albers: Das klassische Leben. Ăber den Fotografen Wilhelm von Gloeden - Sebastian Schwaerzel: R.A.N. - Exklusivinterview mit Chefredakteurin Kristina Ballova
Fiume I: Fiume o Morte
120 Seiten, 20 âŹ
Fiume - Magazin fĂŒr Reinkultur: Heft No. 1. U.a. mit BeitrĂ€gen von Ledio Albani: Editorial. Fiume o Morte - Simon P. Wehmeyer: Konservativ P
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FIUME I // DrauĂen, versand, in den BriefkĂ€sten.
DAS Kulturmagazin, das man nicht verpassen darf.
Heft No. 1. U.a. mit BeitrĂ€gen von Ledio Albani: Editorial. Fiume o Morte - Simon P. Wehmeyer: Konservativ Postnational - Patrick Goehl: Der entwurzelte EuropĂ€er - Daniel Yakubovich. Taxidermie der Stadt - Bernhard Albers: Das klassische Leben. Ăber den Fotografen Wilhelm von Gloeden - Sebastian Schwaerzel: R.A.N. - Exklusivinterview mit Chefredakteurin Kristina Ballova.
Fiume - Magazin fĂŒr Reinkultur: Heft No. 1. U.a. mit BeitrĂ€gen von Ledio Albani: Editorial. Fiume o Morte - Simon P. Wehmeyer: Konservativ P
Abscheulich ist alles, was seiner Natur nicht entspricht. Alles Authentische, was seinem Wesen treu bleibt, ist herrlich. Und das, was gewaltsam drĂŒber gehen will, ist abartig. Die Kultur kann nur organisch homogen das Dasein veredeln und die Natur ĂŒberkonstruieren. Die Erdung der Kunst, wie die Deutsche NS-Kunst das Geistige durch die Mineralisierung erheben mag, es an âBlut und Bodenâ verankert, etabliert sich letztendlich eher als Dekoration einer Ideologie denn als der natĂŒrliche Atem der Schöpfung.
Die totalitĂ€re Kunst ist wichtig, als eine rationale Perversion. Die wahre, native Kunst ist von Ideologien emanzipiert â noch viel mehr: Sie ist von sĂ€mtlicher Schwerkraft erlöst. Absolute Ganzheit!
âDas Wahre ist das Ganze.â1
Das Sein, die Schwerkraft muss man ĂŒberwinden. Sonst saugt das Mineral ein. Man muss erblinden, die Augenlider mĂŒssen von TrĂ€nen anschwellen. Das Kalzium der Seele, die Erosion des Bewusstseins ⊠alle Krankheiten des kritischen Denkens mĂŒssen ĂŒberwunden werden. Um aus dem Lehm der Vernunft in die PhotosphĂ€re des völligen Wahnsinns zu gelangen. Den Verstand, das Augenlicht verlieren, um das Sachliche aus sich herauszupressen. Gibt es ein stĂ€rkeres Opium als den Duft der LindenblĂŒte? Sie existiert â die LindenblĂŒte â, man kann sie beweisen, und ihr Duft lĂ€sst sich rationell begrĂŒnden. Doch das Wort, der Begriff von ihr, ist ewig. Ăbersubstanziell. In der RealitĂ€t duftet sie, in der HyperrealitĂ€t duftet sie neonorange, in der ĂberrealitĂ€t starrt sie in dich mit LibellenflĂŒgeln an und erwĂŒrgt dich, umklammert mit ihren Schenkeln die falsche Rippe deines Ringfingers.
Wenn die RealitĂ€t das bewusste Sein ist, und die HyperrealitĂ€t dessen âĂberschallâ-Reflexion, dann existiert die Kunst in der ĂberrealitĂ€t. Sie transzendiert den begrifflichen Apparat der beiden anderen SphĂ€ren, entkernt sie â und transformiert sie in Bilder und KlĂ€nge. Kunst ist nichts anderes als ein Membranfilter von Paradigmen und Sinnen. Absolute Kunst ist das Zentrum absoluter, totaler Freiheit. Wenn die HyperrealitĂ€t Anti-Kunst ist, also Explosion, dann ist die absolute Kunst Konzentration und Implosion.
Somit befindet sich die absolute Kunst auĂerhalb jeder Zeile, die bisher geschrieben wurde. Da sie vollkommen gesetz- und gebeinlos ist. Weist keine Dichte, keine ReaktivitĂ€t, keinen Schmelzpunkt auf. Ihr Reagenzglas ist der absolute Geist. Das einzige GefĂ€Ă, das sie bezĂ€hmen kann. So vergesst alles, was ihr ĂŒber sie gelesen habt und verfallt in vollkommene Amnesie. Die Fersen vom Lehmboden lösend und losfliegend!
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Markierung Martin Z Andersson // Markierung Martin Z Andersson // Markierung Martin Z Andersson -> Gehen Sie hin, zu der Lesung von Martin Z Andersson. Hier: Buchhandlung Ortner, Tigergasse 19G AT-1080 Wien.
Das Gedicht baut sich aus der poetischen FĂŒgung, die immer ĂŒber das einzelne Wort hinausgeht, wenn sie auch dennoch nicht mehrere Wörte umfa
Sechs Gramm sind mehr, als man so denkt; sechs Gramm sind wenig bald,
die Lines werden leiser, leerer, lÀnger, kalt,
ich les ihr letzte SÀtze vor, sie legt ihr Ohr an mein GerÀusch,
wir zÀhlen nicht mehr Gramm; wir zÀhlen nur noch Rausch.
der Takt wird tackern, trocken, tackt die Zunge wund und taub,
die Silben sacken sacht wie Staub, sie saugt den Schwanz, ich saug den Staub,
sie sagt, sie sieht sich selbst in mir; ich seh nur MaĂ im Spiegelglas,
sie misst mich an der Nacht; ich mess mich an dem, was nie da war.
Sechs Gramm sind mehr, als man so denkt; sechshundert bar im Blick,
die Augen offen, ohne Schlaf, der Atem flach, der Puls ein Tick,
ein halber Zentimeter mal fĂŒnf; wir lachen ĂŒber MaĂ,
doch MaĂ wird Macht wird Mangel bald; ich schreib es in den Rausch.
die Worte winden, werden Wellen, werden WĂ€nde ohne Halt,
die Reime reiben, reiĂen RĂ€nder, reiĂen Rhythmus roh und alt,
sie lehnt sich nÀher, leiser jetzt; der Raum wird rauchlos, leer,
ich les, sie hört, wir hören nichts; nur Herz, nur HÀrte, mehr.
Sechs Gramm sind weniger als man so denkt; sie fallen fein,
wie FĂ€den durch die Finger, flĂŒchtig, flackernd, fast gemein,
wir zÀhlen nicht mehr richtig mit; die Zahlen werden Klang,
und Klang wird Körper, Körper bricht; uns bleibt nur noch der Drang.
05.05.2026, Wien, BSLSK im Hyperkonsum
24. Mai 2026 - Sechs Gramm sind mehr, als man so denkt; sechs Gramm sind wenig bald
Sie laufen wieder einmal rot an vor Zorn? Ihr Sohn hat trotz sanft gesĂ€uselter Ermahnungen belanglose Materie zertrĂŒmmert, nur um die Gesetze der Erwachsenenwelt auĂer Kraft zu setzen? Uiuiui. Beruhigen Sie sich und lehnen Sie sich entspannt zurĂŒck: Die ungebĂ€ndigte Lebenskraft, mit der Ihr Kind hier als Zerstörer und Schöpfer seiner Umwelt aufbegehrt, wird ihm in den kommenden Jahren schon noch ausexorziert (diesem Bengel), bis nichts mehr davon ĂŒbrig ist. Am Ende dieser Konditionierung steht ein innerlich gefesseltes Wesen, ein Willenskastrat, der Frauen nicht mehr erobern will, sondern hasst und sich vielleicht vor allem Fremden fĂŒrchtet, welches sich einen Funken Naturgewalt bewahrt hat.
US-Autor Robert Bly, der an Carl Gustav Jung anknĂŒpfte, beschrieb die Sterilisation des UrwĂŒchsigen so: Der nicht integrierte Wilde Mann verschwindet nicht â er zieht sich in den Keller zurĂŒck und verwandelt sich dort in etwas Dunkles, Verbittertes oder sogar GewalttĂ€tiges. Der Mann ohne Kontakt zu ihm wird passiv-aggressiv, taub und zynisch.
Die Reise beginnt fĂŒr viele Jungen heute bereits unter drei im Stuhlkreis oder in der Schmuseecke. Eigentlich wĂŒrde niemand gerne seinen Sohn bei diesen Physiognomien â einem Mix aus SED-Kader und Hella von Sinnen â abladen, aber wenn beide Elternteile schaffen, sinkt die Hemmschwelle. Die Konsequenz lĂ€sst nicht lange auf sich warten: Besonders agile BĂŒrschchen, die sich mit der Entwaffnung ihrer Körperlichkeit nicht arrangieren wollen, landen heute schneller in der Apotheke, als sie einen Stein werfen können.
Ironischerweise bildet der kooperative Erziehungsstil â den plauderlaunige âPĂ€dagogenâ gerne zum Diskurs mit VierjĂ€hrigen ausdehnen â den einzig wahren, tragfĂ€hig apollinischen Ansatz. Denn anstatt die ungestĂŒme Triebhaftigkeit und den vitalen Expansionsdrang des Kindes im Sinne âder Gemeinschaftâ, des âsozialen Miteinandersâ oder der âStrukturâ plattzubĂŒgeln â Herrgott weiĂ, mit welchem Kauderwelsch die Ăberregulation und VerdrĂ€ngung der maskulinen Natur sonst noch begrĂŒndet wird â, eröffnet er permanent RĂ€ume und Gelegenheiten zur Entladung von Aggression â und zwar nicht aus managerialer NĂŒtzlichkeit zur Prozesssteuerung, sondern in Anerkennung und tiefem VerstĂ€ndnis fĂŒr die Natur.
Doch wo bietet sich jungen Knaben heute dieser essenzielle Raum noch? Selbst die von deutschen BildungsbĂŒrgern gerne als das erzieherische Nonplusultra beweihrĂ€ucherte âMontessori-PĂ€dagogikâ â also die angebliche, konzeptionelle Veredelung staatlich gesteuerter, frĂŒhkindlicher âBildungsangeboteâ, die sich einst die freie Entfaltung des Kindes auf die Fahnen schrieb â hat unter dem Druck permanenter Personalnöte und durch eine mehrheitlich politisierte, ideologisch verblendete und hypersensibilisierte Erzieherschaft, die im Ausleben roher MĂ€nnlichkeit oder rauem Fangenspielen dunkle Epochen heraufziehen sieht, das ursprĂŒngliche Ideal lĂ€ngst verraten.
Auch seitens des politischen Systems â das von eben genau jenem Typus des kantenlosen, farblose Wortsuppe absondernden Karrierediplomaten gelenkt wird â scheint selbst vor dem Hintergrund geopolitischer Bedrohungen nicht der geringste Wille zur Korrektur dieser strukturellen Insuffizienzen zu bestehen. Zwar beklagt man sich im Verwaltungstrakt des Elfenbeinturms neuerdings weinerlich ĂŒber die mangelnde Bereitschaft junger MĂ€nner, durch den Schlamm zu kriechen und âPeng Pengâ zu ĂŒben (und sei es nur aus existenziellem Eigeninteresse, nicht fĂŒr den Staat), doch ist dieses System gleichzeitig auf die widerstandslose Domestizierung seiner WĂ€hler, FunktionstrĂ€ger, Steuerzahler und braven BĂŒrger angewiesen. Dem Barbaren von nebenan ist herzlich egal, ob er den BRD-Dissidenten oder den loyalen StaatsbĂŒrger trifft. Er kommt und schieĂt. Wer die blonde Bestie kastriert, kann nicht erwarten, dass sie auf Kommando funktioniert.
Die Kunst einer gesunden Erziehung â von der Individuum und Gesellschaft profitieren â besteht darin, die vitale Energie junger Menschen nicht zu brechen, zu sanktionieren oder zu pathologisieren, sondern sie zu kultivieren. Ihnen allein wird nĂ€mlich die Aufgabe zuteil, aus den RestabfĂ€llen einer risikoaversen Rentnerdemokratie eine neue Ăra zu formen.
In der Praxis bedeutet dies das Ende der institutionellen Domestizierung. Ihr mĂŒssen wir ein radikales Konzept zur Akzeptanz des Buben und seiner BedĂŒrfnisse entgegensetzen â ein Konzept, das die vitale Kraft des Jungen bejaht, anstatt sie unter dem Deckel zu halten oder wegzutherapieren.
MĂ€nner, die sich idealerweise aus pĂ€dagogikfernen Berufszweigen und nicht aus ideologisierten HörsĂ€len rekrutieren: Rein da! Raufen, Ringen, schwere Materie bewegen, Zerstören, Wiederaufbauen. Nur ein Mann verfĂŒgt ĂŒber die â wie nennt sich das noch in eurem Fachchinesisch? â notwendige âSensibilitĂ€tâ, um dieses System aufzubrechen.
Der Sandkasten ist der urige Humus. Das Spielfeld, auf dem EinflusssphĂ€ren abgesteckt werden und Allianzen, BĂŒnde wachsen. Wo in den Himmel gebaut, konkurriert, um Ressourcen gerangelt und verteidigt wird. Wem hier der Blick fĂŒr das Reine und UnverfĂ€lschte fehlt, ist geistig deformiert.
BewegungsrĂ€ume mĂŒssen ganztags offenstehen: Aggression, die nach einem kontrollierten Ausdruck sucht, lĂ€sst sich nicht timen wie eine GeschirrspĂŒlmaschine. Es braucht den echten Wettkampf â das Bobby-Car-Rennen mit anschlieĂender Siegerehrung â, anstatt die Knaben sediert an den Basteltisch zu fesseln, um Sterne fĂŒr die Fensterdeko auszuschneiden.
Wir kommen mit dem Mjölnir und zertrĂŒmmern die linksliberale LebenslĂŒge der totalen sozialen Universalkonditionierung.
SchlieĂlich schlachten wir die heilige Kuh des Pazifismus als höchsten, absolut gesetzten Erziehungswert und ersetzen ihn durch Wehrhaftigkeit, Mut zur Tat und Resilienz. Es geht nicht um die VerdrĂ€ngung des Weiblichen, sondern um eine kraftvolle Symbiose, die das Reine gedeihen lĂ€sst, statt es in denaturiertem Moralin zu ertrĂ€nken.
Kurz zurĂŒck zu Robert Bly: Hat er das PhĂ€nomen der Incels schon in den 80er-Jahren auf die westliche Welt zurollen sehen? Und an alle Opponenten dieser Streitschrift: Schmecken euch eure FrĂŒchte?
"Kaizzer" im Fiume-Magazin, 21. Mai 2026
21. Mai 2026 - Die Kunst einer gesunden Erziehung besteht darin, die vitale Energie junger Menschen nicht zu brechen, zu sanktionieren oder