mirror [german]
just some practice for writing.
my idea from the first meeting between Kiris (borrow from annidraws) and my Irial. I really like Kiris. She is so cool :3
I hope you like it.
P.S.: annidraws ich hoffe ich habe Kiris nicht zu schrecklich dargestellt :§ Ich habe wirklich versucht mich an deiner Beschreibung für sie zu orientieren.
Es war früher Morgen. Die Sonne lugte gerade einmal ein Stück über die Bergspitzen hervor und verwandelte die Landschaft in ein trügerisches Winterwunderland. Denn diese Gegend und besonders der Wald waren gefährlich und nach Möglichkeit weiträumig zu umgehen. Kiris hatte keine Angst und kannte die Gegend sehr gut. Sie ließ sich nicht von der Schönheit des Waldes blenden und schritt mit erhobenen Kopf zwischen den Bäumen hindurch, immer ihrem Pfad folgend. Sie war selbst gefährlich und da war auch noch Drayr der immer mal wieder auf ihrem Weg auftauchte und wieder verschwand, was ihre Mundwinkel ein wenig nach oben zucken ließ. So ging sie durch den Wald und genoss den Wintermorgen, während ihre Gedanken ein wenig wanderten bis sie am zugefrorenen See ankam und abrupt stehen blieb.
Nah der Wasseroberfläche kniete eine schmale Person. Mit den schlanken Händen schöpfte sie immer wieder Wasser aus einem kleinen Loch, das sie in die Oberfläche geschnitten hatte und rieb sich damit ihr Gesicht. In einiger Entfernung konnte Kiris eine Waffe ausmachen, ein schmales Schwert in einer dunklen Scheide mit passendem Griffstück. Es steckte in einer Schneewehe.
Sie hatte nur einen kleinen Schritt nach vorn gemacht, und obwohl sie sich fast vollkommen lautlos bewegte schnellte der Kopf der gestalt herum. Einige Sekunden lang starrten sie einander an und verschiedene Emotionen wallten in ihnen auf. Doch während manche von ihnen sich auf dem Gesicht der jungen Frau widerspiegelten blieb Kiris völlig unbewegt.
Dann langsam stand die junge Frau auf und beide bewegten sich aufeinander zu. Vorsichtig, immer zur Flucht bereit und in einigen Metern Entfernung zueinander. Fast synchron legten sie die Köpfe schief, oder hoben die Hand, was beide wirklich unheimlich fanden.
Wären nicht die Augen, könnte sie eine von uns sein, schoss es Kiris durch den Kopf. Denn die junge Frau vor sich war auf jeden Fall eine Elfe. Doch sie war keine Foronori. Auch Irial fragte sich, wer die Frau ihr gegenüber war. Sie musterte sie von Kopf bis Fuß und dachte nach, ob sie vielleicht von einem der anderen Clans sein könnte. Auf jeden Fall war sie eine der höheren Elfen, allein schon ihrer Kleidung nach zu urteilen.
Gleichzeitig stellten sie die Frage, die beide beschäftigte. „Wer bist du?“ Wer bist du? Die eine laut, die andere mit Zeichen.
Verdutzt sah Irial sie an. Nelinge konnten nicht sprechen, also konnte sie auch keine von ihnen sein. Furcht schnürte ihr die Kehle zu und trotzdem hob sie stolz den Kopf. Das letzte was sie tun würde wäre der anderen ihre Angst zu zeigen.
Als die Elfe nicht auf Kiris Frage reagierte wurde sie wütend. Noch nie hatte dies jemand gewagt. Also war ihr Spiegelbild wohl gefährlich dumm. Und naiv. „Ich frage“, wiederholte sie leise, mit gefährlichen Unterton, „wie dein Name ist.“ Wieder reagierte die andere nicht, sondern neigte auf einmal den Kopf zur linken Seite. Dadurch waren sie nicht mehr das Spiegelbild der jeweils anderen.
Irial hörte ihn. Er war in ihrer Nähe und schien beunruhigt. Durch die andere Elfe? Das konnte sich Irial nicht vorstellen. Außerdem wusste der Wolf, ihr Rakan das sie sich verteidigen konnte. Doch trotzdem wollte sie ihn nicht weiter beunruhigen und wirbelte herum. Mit einigen Schritten war sie bei ihrem Schwert und zog es heraus, ehe sie noch einmal über die Schulter sah. Die Königin, anders konnte Irial sie nicht beschreiben, ihr Auftreten und Kleidung wiesen sie als solche aus, hatte sich nicht gerührt. Sie beobachtete Irial bei ihrem überstürzten Aufbruch, bis sie in der Dunkelheit der Wälder verschwunden war und in der Ferne Wolfsgeheul zu hören war.
Nachdenklich, aber auch erzürnt legte Kiris den Kopf schief. Würde es etwas bringen ihr Drayr hinterherzuschicken und sie zu einer Eisskulptur zu machen? Schließlich entschied sie sich dagegen. Das Mädchen hatte etwas an sich gehabt. Etwas wildes und unzähmbares. Vielleicht, würde das Schicksal sie eines Tages wieder aufeinandertreffen lassen und dann würde Kiris sie bestrafen. Denn sie vergas nichts.













