Blogger-Relations: Ansprache und Ansprüche berücksichtigen
Auch ich setze mich seit Kurzem mit dem Thema Blogger-Relations auseinander, nachdem von Kundenseite die Verbindung zu Bloggern ausdrücklich gewünscht wird. Eine erste Annäherung an das Thema verschaffte mir - passenderweise - ein Eintrag namens “PR Nerv” auf dem Blog anders-anziehen.blogspot.de. Dort beschreibt Bloggerin Smilla Dankert sehr treffend, in welche - sagen wir netterweise “Fettnäpfchen” - PR-Agenturen bei ihrer Ansprache von Blogs treten. Diese reichen von “unterschiedlichen Schrifttypen- und größen”, “Nicht-löschen von Formulierungsoptionen, die unter Zuhilfenahme des Slash-zeichens vorbereitet wurden”, über “überschwengliches Lob” bis hin zu “niederträchtige Schmeicheleien” (Zitat Smilla Dankert).
Dieser Eintrag zeigt ziemlich deutlich, was wohl das “Gros” der Blogger nicht wünscht: offensive PR-Agenturen, die pseudo-exklusive Angebote, Aktionen und Gewinnspiele für Kunden “an den Blogger zu bringen versuchen”, ohne die Inhalte des Blogs zu kennen und thematisch einzuordnen.
Ich kann absolut nachvollziehen, was Smilla Dankert in ihrem Eintrag verdeutlichen möchte und denke dennoch, dass man klar auseinanderhalten muss, dass unter Bloggern himmelweite Unterschiede in Punkto Ansprache & Ansprüche herrschen. Beauty- und Fashion-Blogger bedürfen einer (und hier möchte ich die eben erwähnte thematische Einordnung anführen) anderen Ansprache als Tech-Blogger, und wieder anders sind Blogger anzusprechen, die über Fußball, Fotografie, Tagesgeschehen, Kunst & Kultur, Design, Lifestyle etc. schreiben und dort ihren Fokus setzen.
Die Ansprüche der Blogger wachsen dabei proportional mit ihrer Reichweite! “Kleine Blogger” freuen sich noch über jede Email, die ja von einer gewissen Aufmerksamkeitsspanne zeugt und sind oftmals gewillt, um der Koop-Willens zu kooperieren, und natürlich im Hinblick auf weitere Kooperationen. Anders sieht es natürlich bei Bloggern aus, die über eine gewisse Reichweite verfügen und sich in ihrem Segment den wohl-verdienten Status eines Influencers erarbeitet haben. Denn nichts anderes ist das “Influencer-Tum” - harte Arbeit!
Es gilt also genau zu evaluieren, mit welcher Sorte Blogger man es thematisch (Ansprache) und reichweitentechnisch (Ansprüche) zu tun hat, um die richtigen Aktionen gezielt realisieren zu können.
Artikel zur Blogparade von Mike Schnoor