Mi prosa española ha recibido una crĂtica devastadora a la vez que justificada, asĂ que me abstendrĂ© de futuros intentos y me limitarĂ© al alemán que es mi lengua materna. TenĂa intenciĂłn de invitar a mis amigos y conocidos hispanoparlantes a leer este blog sobre el viaje a Asia, pero finalmente no le contarĂ© a nadie que me explayo aquĂ. Nos quedaremos entre nosotros, ganz gemĂĽtlich. Also, ich beabsichtige, mit meinem Sohn nächsten Samstag nach Hongkong zu fliegen. Er ist dort zu einer Hochzeit eingeladen. Ich war noch nie in Asien und die Aussicht auf diese lange und komplizierte Reise (Macao, Vietnam, Angkor Wat, Thailand) macht mich ziemlich nervös, da ich keine Ahnung habe, was uns dort erwartet (meine Furcht wird allerdings dadurch gemildert, dass wir nur sehr gute Hotels gebucht haben). Und wenn ich nervös bin, beruhigt es mich, wenn ich schreibe, gleich, ob es dann jemand liest oder nicht. Ja, und dass wir diese Reise antreten, wissen viele Leute und ein paar haben uns Tipps gegeben und mich ermutigt, als ich im Zweifel war, ob ich mitkommen sollte oder nicht. Ich beschloss also, einen Blog zu schreiben - auf Spanisch, weil ich in dieser Sprache mit den meisten Menschen in meiner Umgebung kommuniziere - um unsere Freunde und Bekannten bezĂĽglich der Vorbereitungen auf dem Laufenden zu halten und dann später unsere Erlebnisse zu berichten. Nun begab es sich aber, dass im Gespräch mit meinen Freundinnen die Rede auf die vielen Leute kam, die ihr Leben im Internet ausbreiten und mit ihren Erlebnissen angeben. Ujujui, dachte ich. Und eine Freundin sagte, dass sie Facebook und so weiter im besten Fall aufmachte, um sich ĂĽber die Leute lustig zu machen. Ujujui, dachte ich. Trotzdem richtete ich unter groĂźen MĂĽhen mir (Frau, vierundfĂĽnfzig) bei Tumblr einen Blog ein, lud ein Foto hoch und schrieb einen spanischen Text dazu. Ich brauchte zwei Tage und die UnterstĂĽtzung meines jĂĽngsten Sohnes dafĂĽr. Dann schrieb ich den zweiten Post und das Feedback war verheerend und zugleich berechtigt. Eigentlich hatte ich auf Facebook und im WhatsApp und so weiter meine Freunde und Bekannten einladen wollen, meinen Reiseblog zu lesen. Gut, dass mir rechtzeitig die Augen geöffnet wurden, ich hätte mich echt zum Affen gemacht. Aber gut. Man merkt, wenn andere Leute grottenschlecht schreiben, bei sich selbst merkt man es nicht. Schrecklich.
P.S.: Vielleicht fragt Ihr Euch, was der Name veintiochominutos bedeutet. Das ist spanisch für achtundzwanzigminuten. Ich habe mir nämlich vorgenommen, während der Reisevorbereitungen und auf der Reise jeden Tag eine halbe Stunde für den Blog zu schreiben, aber der Name mediahora.tumblr.etc. war schon vergeben, und neunundzwanzig Minuten auch, dann mussten es eben achtundzwanzig Minuten sein.