bei dir verliere ich
bei dir verliere ich meine worte, aber mein mund lernt das schweigen nicht, blabbert belangloses, blabbert zusammenhangsloses, blabbert wie der kessel im märchen, ohne sich leer zu überkochen. meine zunge habe ich plötzlich zum beißen gern. (Hör auf! Was machst du? Warte, bis ich denke. Sprich, wenn ich weiß, was - will ich ihr sagen) doch ich kann mir nicht helfen: ich höre, dass ich rede. Ich höre, was ich rede. aber etwas gesagt? habe ich nicht. ich schnattere wie eine gans - ich werde zur gans. und: fast würd' ich dich drum bitten, dass du meine worte einsammelst, die ich wie schockmauserfedern abwerfe, abstoße - wo selbst das sanfteste wort hart und klumpig wird. fast würd' ich dich drum bitten, dass du sie pflegst und richtest: in meinen wörtern erkennst, was sie sein könnten - während ich sie spucke, als wären sie kaugummi mit haaren. bei dir verliere ich meine worte. ein klein wenig meines verstands. und ich frage mich im schlaflosen: wie lange kann ich dir in die augen schauen, bis es gefährlich wird?















