Heute, als er geht,
zögert er an der Tür.
Dreht sich um.
„Bis morgen?“ fragt er.
Als wäre es eine Frage.
Als könnte es sein,
dass ich nicht hier bin.
„Bis morgen,“ sage ich.
Er nickt.
Lächelt.
Geht.
Ich stehe da
und denke:
Er hat gefragt.
Als wĂĽrde es ihm etwas bedeuten,
ob ich morgen hier bin.
Den ganzen Abend
wiederhole ich seine Stimme:
„Bis morgen?“
Diese kleine Hebung am Ende.
Diese Unsicherheit.
Und ich frage mich:
Will er wissen,
ob ich komme —
oder ob er kommen soll?
Ob das, was zwischen uns ist,
ihm genauso wichtig ist
wie mir?
Morgen werde ich da sein.
Wie immer.
Aber vielleicht —
vielleicht sollte ich auch mal
fragen.
geschrieben mit Miran und Emil Lichtrand