Dass sie eng miteinander kooperieren und gut organisiert sind, weiß jeder. Doch Ameisen haben noch ganz andere ungeahnte Fähigkeiten! Eine davon: Bei Überschwemmungen sich selbst zu einem Floß zusammenschließen und den Fluten ganz einfach davonschwimmen (siehe Foto). Um Zeit zu und Energie zu sparen, nehmen die Arbeiterinnen dabei sogar fast immer die gleiche Position ein – das hat ein internationales Forscherteam nun in Versuchen mit einer Ameisenart aus den Alpen entdeckt. Die Art lebt an Flussläufen und ist bekannt für ihre Floßformationen. Ein genauer Blick ins Leiterknäuel ergab nun aber Erstaunliches über die Organisationsfähigkeit der kleinen Insekten: Im Zentrum eines Floßes befindet sich immer die Königin, sie muss geschützt werden und ist hier am sichersten. Die Arbeiterinnen verteilen sich so, dass sie Boden, Mitte und äußere Enden des Floßknäuels bilden. Und an diese Stellen kehren sie auch bei jeder weiteren Floßfahrt immer wieder zurück. Bleiben noch die Larven der Kolonie: Sie werden tatsächlich wie Bojen unter dem Floß aus Ameisenleibern befestigt! "Überschwemmungen sind seltene Ereignisse im Lebensraum der Ameisen, sie stellen aber eine tödliche Gefahr für die Kolonie dar", so Michel Chapuisat von der Universität Lausanne (Schweiz). Die Ameisen haben also ein Interesse, den Floßbau möglichst effizient zu gestalten und sich ihren Platz in der Struktur genau zu merken. Und ist das Floß erst einmal gezimmert, geht es dann gemeinsam auf zu neuen Ufern. Genial, diese Ameisen … #WTFact












