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Silvester Hund Angst
Zeit.... Da sich das Jahr so ziemlich dem Wnde neigt, möchte ich euch in den nächsten Tagen mal ein paar Tiere zeigen, die mir dieses Jahr begegnet sind und denen ich helfen konnte. Anfangen möchte ich bei meiner seelenhündin Elli. Elli kam mit 1 Jahr im September 2016 aus Kroatien zu uns und war fremden Menschen voller Panik gegenüber. Sie wollte so viel Abstand wie nur irgendwie möglich von ihnen haben - bei Männern war es am schlimmsten. Mithilfe unseres ersten Hundes Barro und Zeit geht sie heute aufgeschlossen zu den Menschen hin. Bei manchen ist aber trotzdem noch eine gesunde Vorsicht und das ist gut so. Ich bin unendlich stolz auf meine kleine Maus.😍🥰❤🐶 #seelenhund #tierschutz #trauma #angsthund #uffenheim #doglove #the_soul_of_animals #verhaltenstherapie #tierkommunikation #wirsindeins #zeitistalles #voxanimalis @vox_animalis_ev (hier: The Soul of Animals- Kommunikation mit dem Herzen) https://www.instagram.com/p/B5dcoZRldjC/?igshid=pupq5421izyj
Sie ist da!
Es ist wieder Montag und ich finde endlich wieder die Zeit zum schreiben. Die letzten Tage habe ich für die Eingewöhnung von Coco genutzt und hatte kaum Zeit darüber nach zu denken, was ich überhaupt schreiben will. Das hole ich jetzt nach, während die Kleine neben mir in ihrem flauschigen Körbchen liegt. Das erste Treffen Nachdem wir die zwei Stunden mit dem Auto hinter uns gelegt haben,…
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Kelly - wie alles begann und die endlose Liebe zum Tier ♥
Frauchen ist eines Tages in eine neue Wohnung gezogen, alles schien perfekt - eine tolle Umgebung, direkt am Wald und See, nette Nachbarn doch eines fehlte noch zum perfekten Zuhause.....
...und zwar, was ich mir schon seit ich klein war immer aus tiefstem Herzen wünschte und doch nie erfüllt wurde..... nämlich einen Hund! Der "Grundstein" wurde uns in die Wiege gelegt - also durchforschten wir das Internet, nach einem passenden Gefährten. Mein Freund fand auf einer Anzeigenplattform eine Anzeige, die uns aufmerksam machte, vom Aussehen her eine bildhübsche Hundedame, ich muss sagen - ich war am Anfang eher skeptisch und unsicher. Nach zwei Wochen war die Anzeige immer noch "online" und mein Freund beschloss, die Besitzer mal anzuschreiben -wie sagt man so schön: "Fragen kostet ja nichts!"
Dann nahm alles seinen Lauf...
Wir vereinbarten einen Treffpunkt, um uns die Hündin mal anzuschauen, total aufgeregt und voller Vorfreude gingen wir beide zu dem vereinbarten Treffpunkt gleich bei uns in der Nähe. Die Schäfidame sprang wild aus dem Kofferraum heraus, anscheinend keinerlei Erziehung, ließ sich nur sehr schwer führen (Halsband/Leine), sehr abgemagert und völlig verwirrt und orientierungslos, rannte sie durch den Wald, ohne uns wahrzunehmen....wir gingen eine Runde mit ihr - in der Zeit erzählten uns die Besitzer einiges von Ihr - wir dachten uns unseren eigenen Teil.... Sie sagten noch, dass sie so schnell, wie möglich vermittelt werden soll und dass sie seit über einem halben Jahr schon nach passenden Besitzern für Sie suchten... Ich war sehr verunsichert, ob ich ihr wirklich die nötige Erziehung und Erfahrung geben kann, die sie noch braucht. Man muss sagen, dass ich auch nicht die größte Erfahrung hatte, solch eine Hündin "aufzupeppeln". Dass ein Hund kosequente Erziehung braucht, ist mir sehr bewusst gewesen, aber dies schien mir erst doch eine "Nummer " zu groß für mich .... deshalb lehnten wir ab, dass wir sie so leider nicht nehmen könnten.
Einige Tage vergingen und egal was ich tat, sie ging mir einfach nicht aus meinem Kopf. Ich musste ständig an Sie denken, schaute mir mehrmals nochmal die Anzeige an. Wir riefen die Besitzer an und sagten, dass wir sie gerne für eine Probewoche nehmen würden, um zu sehen ob wir ihr letztendlich das bieten könnten, was sie brauchet. Gleich morgens am nächsten Tag kam Sie endlich zu uns ...das war der 17. März 2011 genau vier Tage vor ihrem zweiten Geburtstag... Sie schien "friedlicher" als beim ersten Zusammentreffen, wir gingen das erste Mal mit ihr raus. Wir waren am See, was der totale Reinfall war, denn sie versuchte mehrmals sich aus dem Halsband zu reißen und zeigte gleichzeitig panische Angst vor Wasser und als wir noch andere Hunde/Besitzer trafen war nun alles vorbei, sie war sehr unruhig und wollte nur weg.
Es hätte nicht schlechter laufen können...
Wir überquerten eine Brücke, um wieder nach Hause zu gelangen. Gleich daneben ist die Autobahn, die mit Leitplanken abgesichert ist... Auf einmal war eine Person hinter uns und sie bekam anscheinend panische Angst, drehte sich und machte ein Rückwärtsgang - und riss sich aus dem Halsband raus... anscheind völlige Angst auch vor Menschen ließ sie sich nicht heranrufen, nicht locken, nicht anfassen... einfach garnichts. Dann drehte sie sich erneut um und rannte durch die Leitplanken direkt auf die Autobahn rauf......mir schossen tausende Gedanken durch den Kopf... mein Freund hinterher - zog sie da weg, zum Glück erkannten die Autofahrer, dass etwas nicht stimmt und alle bremsten.... für uns ein riesen Schock wir denken bis heute, dass sie einen riesen großen Schutzengel haben musste, der sie beschützt hatte......
Nun hatten wir ein ganz anderes Problem,wie gelangen wir nach Hause? Wir mussten den riesenlangen Umweg nehmen, wo sich keine Brücke befand.... ja, nach ca. geschlagenen drei Stunden kamen wir Zuhause an.Völlig aufgelöst und immer noch mit Tränen gefüllt... Das war der auschlaggebende Punkt, wo ich mir sicher war, dass ich sie nie wieder hergebe und an ihre Besitzer zurückgeben würde -niemals!!! Sie sollte bei mir bleiben .... sei der Weg noch so schwer.... Und somit war sie nun offiziell "mein Hund".
Es folgten aber weitere sehr schlimme Tage, sie hatte nun nach ersten Erkenntnissen vor allem und jedem Angst, sei es das Treppengeländer, das Nachfüllen des Wassernapfes - sie war sehr verunsichert.
In die Küche traute sie sich erst garnicht. Bei Begegnungen mit fremden Menschen zeigte sie Angst und wollte am liebsten ganz schnell weg, sie ließ sich auch von uns sehr ungerne anfassen oder streicheln....
Ebenso bei Hunden, ob es kleine oder große waren...
Das Führen am Halsband und Leine verschlechterte sich von Tag zu Tag... sie versuchte bei jedem Spaziergang sich rauszureißen, es war furchtbar... :( Sie fing sehr stark an zu humpenl,wir stellten sie dem Tierarzt vor, der uns sagte, dass dies "Muskelschmerzen" , eine Art Muskelkater, was bei "Überforderung"kommt, obwohl wir nur kurze Spaziergänge für den Anfang mit ihr machten...und es daher kommt wenn der Hund zu wenig Bewegung hatte und auf einmal "viel in Bewegung" ist. (sie war es nicht einmal gewohnt regelmäßig rauszugehen, unglaublich sogar kurze Spaziergänge machten sie total k.o.)
Da will man sich garnicht weiter ausmalen, was bei den Vorbesitzern alles passiert /falsch gelaufen ist und was sie aus dieser tollen Hündin gemacht haben....
Naja jammern brachte uns wenig weiter, wir haben uns den Problemen gestellt, hatten ganz Google "ausgegooglet", uns über jegliche Hundeerziehung/psychologie informiert, sind in Hundeforen aktiv geworden, wo man sehr wissenswerte Tipps nachlesen konnte. Informierte mich ganz intensiv mit der Rasse "Berger Blanc Suisse" (damals noch Weißer Schweizer Schäferhund), um den Hund an sich noch besser zu verstehen.
Wir versuchten ihr Sicherheit zu gegeben, sodass sie uns langsam ihr Vertrauen schenkte und dementsprechend auf uns einging. Wir fingen jeden Tag an mit ihr zu arbeiten, es dauerte sehr, sehr lange, bis Sie sich darauf eingelassen hatte, wir gingen jeden Tag zum See, um ihr die Angst zu nehmen vor Wasser - versuchten positiven Kontakt zu anderen Hunden und Menschen zu geben, zeigten ihr, dass apportieren und "spielen" mit Bällen, wo sie dann richtig aufblühte...Sie fing sogar an mit anderen Hunden zu toben und zeigte Freude daran, zwar nur kurz und dann ging sie ihren eigenen Weg, aber das reichte uns für den Anfang, wir waren froh, dass sie das überhaupt zugelassen hatte.
Dann traute sie sich sogar Stück für Stück ins Wasser, erst bis zum Bauch und die nächsten Wochen ging sie sogar komplett rein und nun schwimmt sie sogar. Und fing, an den Ball aus dem Wasser zu holen. Es klingt vlt."albern", aber für uns war das ein riesengroßer Erfolg! Zu fremden Menschen entwickelte sie positiven Kontakt und freute sich nun auch mit Schwanzwedeln, wenn Besuch zu uns kam. Sogar die Scheu vor dem Treppengeländer ging von selbst... Nach knapp einem Jahr, in dem sie bei mir lebt, fängt sie an einen "Anzuschauen", nimmt mich wahr, setzt sich neben mich hin und will gekuschelt und gestreichelt werden, was sie nie zugelassen hatte.
....nicht einmal von mir...
Da blüht mir das Herz auf, wenn ich jetzt sehe, was man mittlerweile alles mit ihr geschafft/erreicht hat, am Anfang hätte ich mir das nicht erträumen lassen, dass jemals so sein wird. Wir haben das mit viel Konsequenz, Mühe, Erziehung und ganz viel Liebe geschafft. Sie ist zwar bis heute noch "kein perfekter"Hund, aber so wie sie jetzt ist, ist sie wunderbar und an den "Feinarbeiten" machen wir weiter :) ich bereue keinen einzigen Tag, dass ich mich für "SIE" entschieden habe, im Gegenteil, bin sogar sehr froh und dankbar darüber und für kein Geld der Welt gebe ich sie jemals her!
Frauchen Alexandra und Hündin Kelly

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