LeDe
amRietpark | 2050 - ein ehemaliges Fabrikgelände, welches ab 2007 neu bebaut wurde. Zukunftsweisend mit Mischnutzung - Gewerbe, Retail, Büros, Gastronomie, Ateliers, Wohnen,.... Auch heute ist dieser Prozess des Wandels noch nicht abgeschlossen und weitere Projekte entstehen. Allerdings hat sich die Form der Entwicklung gewandelt. Motor dafür war das Jahr 2020/21 - der Zuzug von neuen Mietern und Unternehmen brachte eine Dynamik in das Quartier. Eine App, die erst einmal nur die Nachbarn untereinander vernetzen sollte, wurde zunehmend zum Gestaltungstool für das Areal - eine Art SimsRealLife, wo jede/r zum Entwerfer werden kann.
“Wenn aus Konsumenten Entwickler und Produzenten werden, entstehen Möglichkeiten der individuellen Gestaltung und Fertigung unabhängig von hochspezialisierter Expertise. In diesem Sinne ist die “Maker-Kultur” ein technisch induzierter Möglichkeitsraum.” (Spekulation Transformationen; M. Böttger u.a.)
Über persönliche Erfahrungen, weltweit verfügbares Wissen und Algorithmen wurden von Anwohnern, Werkstätten und Unternehmen vor Ort erste kleine Projekte, wie z.B. ein Spielplatz selbst umgesetzt. Durch den intensiven Austausch untereinander kam es noch zu einer Welle weiterer Projekte, eher informeller Art. Dies schuf ein neues Bewusstsein, als auch eine neue Form der Aneignungskultur innerhalb der Umgebung.
“Die Konsequenz daraus wäre eine natürliche Entwicklung von Kritikfähigkeit und Achtsamkeit sich selbst, seinen Mitmenschen und der Umwelt gegenüber.” (Susanne Stauch, Vortrag Zukunftswerkstatt 3, Berlin)
Heute werden selbst größere bauliche Aufgaben von den “Prosumenten” innerhalb des Quartiers entwickelt und umgesetzt. Es findet eine Produktion für das Quartier statt, die dabei immer ausdifferenzierter ist. Und es ist weniger eine Produktion FÜR... sondern MIT jemandem.







