Hanoi (02.03. - 07.03.2018)
Aus dem Reisebus ab ins Getümmel - oder in die Stadt der tausend Motorroller. Die Taxifahrt zu unserem Hostel war spannend. Nicht nur, dass unser Taxifahrer sehr aufregend gefahren ist, nein auch alle anderen Straßenteilnehmer. Man glaubt kaum, dass es ein alltäglich, minütliches Geschehen ist, dass einem Autos und Scooter auf der Fahrbahn in hoher Geschwindigkeit direkt entgegen kommen, es aber kaum Unfälle entstehen (sicherlich passieren diese, öfter als nötig auf Grund dieser verrückten Fahrweisen). Gehupt wird auch hier wie verrückt. Es scheint ein Ding zu sein, zu Hupen wenn man jemanden überholen möchte, bzw. einfach an ihm vorbeifahren. Da das ja gerade zu immer vorkommt, könnt ihr euch das Hupkonzert bestimmt vorstellen. ;) Es scheint, es gäbe keine Verkehrsregeln, aber ich habe Einheimische gefragt, und es scheint sie zu geben, irgendwo...weit weit im Universum. ;)
Gewohnt haben wir 5 Nächte im Asia Backpacker Hostel (http://asiabackpackerhostel.com/). Mir ist erst nach einigen Tagen aufgefallen, wie unfassbar schmal das Gebäude ist. Ich dachte einfach, unser Dormroom hätte ein besonderes Design (eine Reihe aus Betten, einreihig der Wand entlang). Aber nein, das Haus war nur so schmal, mehr passt da eben nicht rein. So schmal sind viele Gebäude in Hanoi, das hat einen geschichtlichen Hintergrund, denn während der Kolonialzeit wurden die Gebäude nach der Grundfläche des Bodens besteuert, auf dem sie errichtet worden waren. Dies führte dazu, dass man sehr schmale und hohe Gebäude mit mehreren Stockwerken errichtete, die oft nur über einen Raum pro Stockwerk verfügten. Und genauso sieht das Hostel aus. Die Klimaanlage in unserem Raum war leider so kalt gestellt über Nacht, dass Michi pünktlich zur Weiterreise flach liegt. :( Auf dem Weg nach Hanoi sagten viele “Ihr werdet Hanoi mögen, es hat diesen Vibe...” - und ja, Hanoi hat einen wunderbaren Vibe. Natürlich zieht es viele Touristen an, und viele Ecken sind auf Tourismus ausgelegt. Aber hier vermischen sich Locals und Reisende. Was mir mit am Besten gefallen hat, sind die Straßen und Ihre Läden in der Altstadt. Auch dies hat noch einen geschichtlichen Hintergrund, denn schon damals hießen die Straßen wie die Artikel die sie verkauften, und so ist es noch heute. Wir wohnten in der Silverstreet, dort gab es Schmuck so weit das Auge reichte. Benötigt man Schuhe, geht man in die Shoestreet, hat man Durst auf ein Bier, dann... na ihr wisst schon. ;) (Letzteres hat aber keinen geschichtlichen Hintergrund ;) ).
Wir besuchten das Vietnamese Women´s Museum (http://www.womenmuseum.org.vn/) und das von den Franzosen in 1904 erbaute Hỏa-Lò-Gefängnis. Das Museum war unfassbar interessant und super gestaltet. Im dritten Stock angekommen, war unser Kopf so voll von neuen Infos, das wir einfach nicht mehr in der Lage waren mehr aufzunehmen. Es ist aber wirklich einen Besuch wert. Im Gefängnis, auch ironisch “Hanoi Hilton” genannt, wurden zu Zeiten des Vietnamkriegs amerikanische Kriegsgefangene gehalten. Inwiefern die Geschichte aber stimmt, die sie über die Amis im Gefängnismuseum erzählen, da sind wir uns nicht so sicher. ;) Der historischen Stätte und dem Mausoleum von Präsident Ho Chi Minh (regierte 1945–1969 die Demokratische Republik Vietnam) statten wir ebenfalls einen Besuch ab. Eine gigantisch große Anlage, bewacht von Soldaten. Beeindruckend.
Und das Waterpuppet Theatre durften wir uns nicht entgehen lassen. Das war auch so gut besucht, das wir ziemlich weit hinten saßen. Aber die Sicht war dennoch gut. Das Theater hat so viel Spaß gemacht. Können wir jedem nur empfehlen. :)
Hanoi wirkt bunt, lebhaft, offen und rasant. Wir haben uns definitiv in diese Stadt verliebt.
Das ist übrigens die Wand des “The Note” Café - ein zuckersüßer Ort zum Käffchen trinken. Und sooooo lecker. :)











