Samenspende
Paare, die aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sind, mit ihren eigenen Samenzellen schwanger zu werden, benötigen möglicherweise eine Samenspende. Dies könnte aufgrund einer Vrikozele oder Azoospermie sein. Diese Option, die Teil einer Kinderwunschbehandlung ist, bedeutet, dass die Empfängerin mit Samen eines anderen Mannes (Spender) schwanger werden kann.
Wann kann eine Samenspende sinnvoll sein?
Eine Kinderwunschbehandlung mittels Samenspende kann für Personen in Frage kommen, die von folgenden Umständen betroffen sind (je nach Rechtslage):
Wenn der Partner keine Samenzellen bildet und die operative Spermienentnahme (TESE/TESA) fehlschlägt (in manchen Fällen kann die Hodenfunktion aus unbekannten Gründen so gestört sein, dass sie es auch nach der chirurgischen Entfernung eines Gewebestücks aus dem Hoden ist keine Spermien zu finden, da keine mehr gebildet werden)
wenn ein lesbisches Paar sich einen Kinderwunsch erfüllen möchte, wenn sich eine alleinstehende Frau nach operativer Entfernung beider Hoden nach einer Chemo- oder Strahlentherapie infolge bösartiger Erkrankungen ein Kind wünscht, wenn ein lesbisches Paar sich einen Kinderwunsch erfüllen möchte, wann eine alleinstehende Frau sich nach einem Kind sehnt.
In einem persönlichen Gespräch mit dem Arzt müssen alle Einzelheiten zur medizinischen Indikation, den rechtlichen Rahmenbedingungen, dem Ablauf und eventuellen Gefahren geklärt werden.
Gleichgeschlechtliche Partnerschaft
In einigen europäischen Ländern gewährt das Fortpflanzungsmedizingesetz homosexuellen Frauen Zugang zur Fortpflanzungsmedizin. Lesbische Paare, die eine Familie gründen und beispielsweise in einer Lebensgemeinschaft oder eingetragenen Partnerschaft zusammenleben möchten, können von einer Samenspendebehandlung profitieren.
Wer kann Spender werden?
Wer Samenspender werden kann, ist streng geregelt. Die Spender sind in der Regel zwischen 18 und 40 Jahre alt. Alle Samenspender müssen äußerst fruchtbar sowie körperlich und geistig fit sein. Darüber hinaus wird die Gesundheit der Familie jedes potenziellen Spenders sorgfältig bewertet. Eine Samenspende ist nicht möglich, wenn in der Familie chronische oder erbliche Erkrankungen wie Epilepsie, Herzfehler, Asthma, Rheuma oder psychiatrische Erkrankungen vorliegen.
Um die Gesundheit des Samenspenders zuverlässig zu gewährleisten, wird wie folgt vorgegangen: Hat ein potenzieller Spender die Eingangskontrolle, die ein Infektionsscreening beinhaltet, bestanden, werden seine Samenproben in flüssigem Stickstoff tiefgefroren (Kryokonservierung) und eingelagert eine Samenbank. Das gleiche verfeahren gilt auch bei der der Kyrokonservierung der gespendeten Eizellen
Erfolgschancen?
Die Erfolgsaussichten der Behandlung werden in erster Linie vom Alter der Frau und eventuellen Fruchtbarkeitseinschränkungen bestimmt. Die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft pro Versuch für Frauen unter 40 Jahren ohne erkennbare Fruchtbarkeitsprobleme liegt bei etwa 16-19 %. Frauen über 40 haben eine deutlich geringere Chance. Dabei spielt es keine Rolle, ob für den Erfolg einer IVF- oder ICSI-Behandlung eine Samenspende oder der Samen des Partners verwendet wurde.












