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Was passiert hier gleich? GedrĂŒckt halten und herausfinden!
Es ist wahr: Live Photos funktioniert jetzt auch im Web. Wann immer du das sagenumwobene Live-Photos-Symbol siehst, halte es gedrĂŒckt und erwecke das Bild zum Leben.
Tumblr was die erste Drittanbieter-App, die Live Photos unterstĂŒtzte â man konnte sogar GIFs aus den Fotos machen. Jetzt sind wir die ersten, die es im Web unterstĂŒtzen. UND: Wir geben allen Webmastern freien Zugriff auf die Javascript-Bibliothek: GitHub und npm. AuĂerdem arbeiten wir bereits an einer Version fĂŒr Android.
Warum ich die Kritik an den #Heftigstyle-Experimenten nicht teile
Manchmal habe ich das GefĂŒhl, dass keine Spezies schneller genervt ist als Journalisten. Dieses GefĂŒhl stellte sich auch wieder ein, nachdem ich diese grundsĂ€tzliche Kritik daran, dass sich derzeit viele Medien am "Heftig-Style" versuchen, gelesen hatte. "#Heftigstyle: Bitte hört auf mit der Prostitution!" fordert darin der Autor seine Journalisten-Kollegen auf. Ăhnlich lautende Statements habe ich auch in den Tagen zuvor schon gelesen.Â
Es gibt sicher einiges, das man an diesem Stil kritisieren kann, der gröĂtmögliche Aufmerksamkeit mit gröĂtmöglich emotionalisierten (und manchmal falschen) Versprechungen erreichen will. Und sicher gibt es auch genĂŒgend Kritikpunkte, die man am GeschĂ€ftsmodell der derzeit ĂŒberaus erfolgreichen Seite Heftig.co anbringen kann, die die Welle losgetreten hat. Heftig.co, nun Namensgeber dieses Stils, hat das ĂŒbrigens nicht erfunden. Die Seite gibt es erst seit diesem Jahr, die Machart schon lĂ€nger. Nur wendet Heftig.co das selbst derart heftig an, dass es schon völlig ĂŒberspitzt wirkt.
Aber die Kritik, dass Medienmacher mit dieser Art der Aufmerksamkeitsgenerierung experimentieren, teile ich ebenso wenig wie die Kritik, dass sich Journalisten dieses Stilmittels ironisch bedienen. Ich bin der Meinung: Nun lasst die Leute doch mal ausprobieren! Ist doch gut, wenn sich Journalisten intensiv mit Text und seiner Wirkung befassen!
Fakt ist:Â Der "Heftig-Style" funktioniert! Das belegen eindrucksvoll die Zahlen, die zu Heftig.co kursieren.
Und Fakt ist ebenfalls: Viele Medien und Journalisten stehen dem Erfolg von Inhalten im Social Web ratlos gegenĂŒber, wissen oft genug nicht einmal, wie sie irgendeine Leserschaft in diesem Internet ĂŒberhaupt erreichen können.
Deshalb finde ich es nicht verwerflich, wenn neue Wege ausprobiert werden - auch oder gerade weil es Kritik daran gibt.
Klar ist doch auch: Wenn plötzlich zig Redaktionen damit anfangen, zu experimentieren, wird schnell eine Masse erreicht, die der ein oder andere als nervig empfinden mag. Journalisten sind hier aber auch in einer Sonderrolle, denn sie bekommen die geballte Ladung mit, die der Durchschnittsnutzer so nie zu sehen kriegt.
Aber wenn ein Journalist 15 Minuten auf einen kurzen Text im Heftig-Style verwendet, finde ich das noch allemal besser, als wenn er in weniger als 30 Sekunden eine lieblose 08/15-Ăberschrift hinrotzt. Was dabei rauskommt, lĂ€sst sich nĂ€mlich vielfach bei wir-schicken-wen begutachten - und das ist auch ziemlich heftig und nervt die Leser wirklich!
Nachtrag: Dieser Blogbeitrag bietet dazu auch noch einige DenkanstöĂe.
Like ist Like. Na-na-nanana.
Findet euch damit ab: Wenn jemand bei einem Beitrag zu einem Unfall oder UnglĂŒck auf Facebook "GefĂ€llt mir" klickt, dann fĂŒhrt das zwangslĂ€ufig dazu, dass andere Menschen das seltsam finden. Aus gutem, nachvollziehbarem Grund. Denn der Knopf heiĂt nun mal "GefĂ€llt mir" oder "Like". Da könnt ihr noch so viele Argumente ins Feld fĂŒhren, die Sprache ist an dieser Stelle eindeutig.
Am plausibelsten klingt noch das Argument, dass der Beitrag so auch von den Freunden desjenigen, der "GefĂ€llt mir" geklickt hat wahrgenommen wird. Gelten lasse ich es aber trotzdem nicht. Denn fĂŒr genau diesen Zweck wurde auch die Teilen-Funktion erfunden. Ja genau, die kann man benutzen und so werden ebenfalls eure Freunde informiert.
Absurd finde ich das Argument, dass durch die GefĂ€llt-mir-Angabe ausgedrĂŒckt werde, dass jemand den Beitrag gelesen oder zur Kenntnis genommen hat. Wen, bitte, interessiert das?!
Schlimm finde ich es, wenn Leute dafĂŒr mit HĂ€me (sinngemÀà etwa: "FĂŒr die, die es noch immer nicht kapiert haben...") ĂŒberschĂŒttet werden, weil sie die Anteilnahme per "GefĂ€llt-mir"-Klick nicht gut heiĂen.
Noch einmal, die Sprache ist hier eindeutig: GefĂ€llt mir heiĂt gefĂ€llt mir heiĂt gefĂ€llt mir.
EingefĂŒhrt wurde die Unsitte des Anteilnehmens per Like unter anderem von Boulevard-Medien, die mit dem Tod von Schauspieler Dirk Bach Reichweite generieren wollten. Richtiger wird es aber nicht, nur weil eine groĂe Plattform damit angefangen hat (und dafĂŒr zu Recht scharf kritisiert wurde).
Also Leute, wartet entweder, bis Facebook irgendwann vielleicht einmal den "MitgefĂŒhl"-Button einfĂŒhrt oder benutzt die Teilen-Funktion oder die Kommentarfunktion. Aber hört auf, Leute zu belehren, die den Like-Klick bei UnglĂŒcken pietĂ€tslos finden!

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Von der Qual, die Wahl zu haben oder: Jetzt zur mobilen Version wechseln?
âMöchten Sie zur mobilen Ansicht von [hier Name von Website einsetzen] wechseln?â
Nein, ich möchte einfach nur lesen und nicht von ĂŒberflĂŒssigen Fragen gestört werden. Ich möchte, dass sich Leute Gedanken darum machen, wie sie ihre Inhalte möglichst optimal auf dem EndgerĂ€t, das ich als Leser gerade benutze, darstellen. Gute, zeitgemĂ€Ăe Webseiten haben immer eine Darstellung, mit der ich Inhalte optimal rezipieren kann â egal, ob ich gerade meinen Desktop-PC mit 24''-Monitor, mein Android-Smartphone oder mein iPad benutze. Den Leser zu fragen, ob er die mobile Version eines Angebotes nutzen möchte, ist ungefĂ€hr so zeitgemÀà wie die Anmerkung, dass es das Angebot unter m.irgendwas.bla auch als mobile Version gibt â mit dem Unterschied, dass man damals nicht zu einer unnötigen Entscheidung gezwungen wurde. Solche Popup-Fenster sind immer total nervig, auch wenn sie dem Nutzer suggerieren, dass er gröĂtmögliche Wahlfreiheit hat.
Gestern kam die Kiste mit den neuen Herzen an. :-)
Seit ĂŒber zwölf Jahren bemalt die amerikanische KĂŒnstlerin Paula Strawn Helme fĂŒr Kinder, die an so genannter SchĂ€deldeformation leiden. Mit Hilfe der Helmtherapie wird diese Kopfverformung behandelt. Ăber 1300 solcher Helme hat sie in den vergangenen Jahren bemalt - im FrĂŒhjahr 2014 erlangte sie damit nun virale Aufmerksamkeit.
Die Huffington Post, BoingBoing (wo wir das obige Motiv rebloggen), Viral Nova, Webburgr und zahlreiche andere berichten ĂŒber Strawns Arbeit und verlinken auf ihre Website lazardo art. Dort erklĂ€rt sie, dass sie das Bemalen nicht als Arbeit empfindet. Ihr Ziel sei es, die Haltung der Menschen zu Ă€ndern, die auf ein Kleinkind zugehen, das eine Helm tragen muss. Durch die fröhlichen Illustrationen âergibt sich hĂ€ufig ein GesprĂ€ch und die Eltern können erklĂ€ren, dass der Helm nichts GefĂ€hrliches ist.â
Eltern schicken ihr die Helme ihrer Kinder, Strawn bemalt sie und schickt sie zurĂŒck - und zwar ohne BeeinfluĂung der medizinischen Wirkung. âIch nutze giftfreie, kinderfreundliche Farben und beschĂ€dige die Helme nicht,â erklĂ€rt Strawn. Die sich ĂŒber die webweite Aufmerksamkeit freut, sie will in Zukunft noch viel mehr Helme bemalen.
Zeitungs- und andere Journalisten
"Die Heftigkeit der Reaktionen deutet darauf hin, dass nicht nur in den Köpfen sturer Printjournalisten noch immer seltsame Vorstellungen davon herrschen, welche Herausforderung die digitale Zukunft mit sich bringt, sondern auch unter den Kapuzen all jener, die den Choral vom Tod der Zeitung in der Hoffnung singen, ihn damit noch ein bisschen schneller herbeizufĂŒhren."
Das schreibt laut Meedia FAS-Redakteur Harald Staun, nachdem ihm vergangene Woche ein anderes Zitat zu SZ-Journalist Stefan Plöchinger um die Ohren flog.
Viel besser wird es dadurch auch nicht. Mir scheinen die sturen Journalisten mit den seltsamen Vorstellungen eher in der Medienredaktion der FAS zu sitzen. Immer mehr Journalisten jedenfalls verstehen, dass es in dem GeschÀft nur miteinander geht.
Weiter zitiert ihn Meedia:
"Um die Frage, die ich vor einer Woche polemisch gestellt habe, noch einmal höflicher zu stellen: Reicht es, wenn man Zeitungsredakteuren das Internet erklĂ€rt? Oder wĂ€re es nicht mindestens so wichtig, die GröĂe, das Budget und damit eben auch die journalistische Kompetenz der Online-Redaktionen auszubauen?"
Um die Frage zu beantworten: Vielleicht sollten wir einfach aufhören, zwischen Zeitungsredakteuren und Online-Redaktionen zu unterscheiden?
Schon schade, wkw
Das deutsche Social Network werkenntwen steht vor dem Aus. Viele Nutzer glauben, dass der Grund vor allem ist, dass WKW sich nicht treu blieb. Einige kommentieren gar das drohende Aus mit sehr viel HĂ€me aus der Kategorie "Hochmut kommt..."
Ich persönlich finde den Niedergang von WKW aber schade. Ich muss zwar zugeben, dass ich selbst werkenntwen schon seit Jahren nicht mehr aktiv nutze. Schuld daran ist meiner Auffassung nach aber tatsĂ€chlich, dass die Musik jetzt woanders - nĂ€mlich bei Facebook - spielt.Â

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