Nein, der Erdboden hatte mich nicht verschluckt.
Es ist nur einfach so viel passiert, sodass ich keine Zeit zum Bloggen hatte und naja. Eine Abnahme fand eh nicht statt.
Ganz im Gegenteil. Ich hab wieder einiges zugenommen, aber keine Sorge, das bekomme ich wieder in den Griff und zwar ab morgen.
Nicht so wirklich als Neujahrsvorsatz, sondern viel mehr als Rückbesinnung auf meinen Lebenswandel.
Dafür ist heute ein Tag, an dem ich euch einmal durch mein persönliches Jahr 2015 führen möchte.
Januar: Der Anfang einer langen Reise steht bevor. Ich fange an, mein Vorhaben in die Tat umzusetzen und veränder meine Ernährung. Setze mich mit dem Thema Abnehmen genauer auseinander und stelle fest: so schwer ist das Ganze doch gar nicht.
Auch eine andere Reise steht noch an: im Januar buche ich meine Reise in die USA
Februar: Ich erfülle mir einen meiner allergrößten Wünsche. Nach fast 9 Jahren sehe ich Cristiano Ronaldo endlich live im Stadion. Es ist dort, wo alles begonnen hat. Auf Schalke. Der Kreis schließt sich. Ich bin glücklich, obwohl er gegen mein Team ein Tor schießt und Schalke verliert.
Ende Februar führen wir zudem unser Schulmusical auf, in dem ich eine der größeren Rollen spiele. Wir haben unendlich viel Zeit und Schweiß und auch ein paar Tropfen Blut in dieses Stück investiert, aber es hat sich gelohnt. Unser Lehrer meinte immer, wir würden diese Zeit nie vergessen. Damals haben wir ihn gehasst für diese Aussage - heute verstehe ich sie.
März: Der Sport wird ein Teil meines Lebens und ich melde mich im McFit an.
April: Ich erlebe den letzten Schultag meines Lebens und die Abivorbereitung beginnt ernsthaft. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich einen wirklich strukturierten Lernplan und ziehe das Lernen durch. Zumindest solange mich GTA 5 nicht ablenkt, das endlich für den PC erschien.
Mai: Der wohl spannendste Monat des ganzen Jahres. Die Abiklausuren sind geschrieben, ich gebe eine Hausparty zur Feier des Tages und am nächsten Tag geht es schon in die USA.
Dort erlebe ich zweifelsfrei die schönste Zeit meines Lebens. Ich sehe das Weiße Haus, die Niagarafälle, New York City, shoppe bis zum Umfallen und verliebe mich in dieses Land.
Juni: Zurück im Alltag. Ich bin wieder am Lernen, dieses Mal fürs mündliche Abi, Sport wird nur sporadisch betrieben, denn ich habe auf Anhieb mein Abiballkleid gefunden. Und es ist perfekt. Es ist blau-weiß, so wie ich es mir gewünscht habe und nie dachte, finden zu können. Da ich Figur und Gewicht halten muss, mache ich eine kleine Abnehmpause.
Die mündliche Prüfung Ende des Monats bestehe ich mit 13 Punkten. Puh! Genau dieses 13 Punkte habe ich für den Schnitt von 2,1 gebraucht.
Unser Abistreich wird der beste seit Jahren, unser Denkmal das größte aller Zeiten und wir feiern uns selbst.
Ich bin glücklich wie selten in meinem Leben.
Juli: Mit der Zeugnisübergabe und dem Abiball geht die Schulzeit wirklich zu Ende. Was lange so fern war, zog nun in so wenigen Momenten vorbei.
Nun geht es auch weiter mit dem Abnahmen. Aber langsamer als zuvor. Aber es ist okay so,
August: Und da steht schon der neue Lebensabschnitt vor der Tür. Der Beginn meines dualen Studiums. Eine große Umgewöhnung, neue Aufgaben warten auf mich.
September: Ich verstehe den Mythos Erstsemester-Party. Ansonsten ist der September eher still.
Oktober: Die erste eigene Wohnung! Ziemlich spontan ziehe ich Mitte des Monats in meine Wohnung ein, ich komme mit meinem Freund zusammen nach so vielen Monate, die ich um ihn kämpfen musste. Er zieht direkt mit ein. Das Leben scheint perfekt zu sein. Meine Wohnung, meine Regeln. Mein neues Leben.
November: Meinen und den Geburtstag meiner Mutter feiern wir ganz groß. Alle wichtigen Menschen sind um mich herum.
Die Wohnung wird endlich fertig.
Ans Abnehmen verschwende ich keine Gedanken mehr...
Dezember: Das erste Studientrimester geht zu Ende und ich frage mich, wo die Zeit hin ist. Alles ist anders geworden. Mein Leben hat sich komplett gewendet. Weihnachten verbringe ich mit meinem Freund in Ägypten - unter Palmen, nicht unterm Tannenbaum - ohne Familie. Zwei Tage später zieht er aus und trennt sich von mir.
Die Waage sagt +7 Kilo.
31. Dezember 2015: Und hier sitze ich nun, als trauriger Single, aber glücklicher Mensch. Dieses Jahr hat mir so viele Erfahrungen gegeben wie kein anderes je zuvor. Ich habe so viel Glück und Erfolg erfahren, ich darf mir von so einem kleinen Ereignis nicht das ganze Jahr zerstören lassen. 12 Monate lassen sich nicht durch einen Moment nehmen und so blicke ich auf dieses Jahr zurück und es tut direkt weniger weh. :)
Ich bin gespannt, was das nächste Jahr bringt. Am 31.12.2016 möchte ich hier wieder sitzen und hoffentlich am Ziel meiner Abnahme sein.