High Carb, Low Carb, Paleo, Vegan...WTF! Was denn nun?
High Carb, Low Carb, Paleo, Vegan oder doch Aktins? Was ist denn nun die beste Ernährungsform und wie nimmt man am besten ab? Was darf ich bei der ganzen Essenshysterie überhaupt noch essen? Zu jeder Studie gibt es eine Gegenstudie! Aber was soll man denn jetzt tun in diesem Dschungel der Ernährungsmärchen? Sich allein von Karotten und Mineralwasser ernähren oder sind das dann schon wieder zu viele Kohlenhydrate?
Kaum ein Thema polarisiert so sehr, wie das Thema Ernährung. Egal welcher selbsternannte Diät-Guru dir gerade sein Programm aufdrängen will. Es gibt einen Grundsatz der hinter jeder Diät steckt und das ist das Kaloriendefizit. Um abnehmen zu können, müssen wir mehr verbrauchen, als wir über die Nahrung zu uns nehmen. Grundsätzlich lässt sich unsere Nahrung in Makro- und Mikronährstoffe aufteilen. Die Makronährstoffe (Proteine, Fette, Kohlenhydrate) sind die hauptsächlichen Nahrungsbestandteile, sowie das Basismaterial, aus dem sich der menschliche Körper zusammensetzt. Sie sind das Baumaterial, welches wir brauchen, um Erfolge zu erzielen. Die Mikronährstoffe sind dabei nur die Bauarbeiter, die dieses Material verarbeiten. Mikros wie Vitamine, Spurenelemente, Enzyme und Antioxidantien und haben keine Nährwerte, die unsere Kalorienbilanz belasten und kommen hauptsächlich in Gemüse, Obst, Fleisch und Hülsenfrüchten vor.
Natürlich gibt es nun verschiedene Herangehensweisen dieses Kaloriendefizit zu erzielen und sicher haben auch alle ihre Daseinsberechtigung. Fakt ist, dass man im Defizit abnehmen wird. Natürlich entscheidet die Makro- Zusammensetzung dann noch über die Körperform. Proteine beispielsweise sind wichtig für den Muskelerhalt. Demnach baue ich eventuell mehr Muskelmasse statt Fett ab, wenn ich mir zu wenige Proteine zuführe… Jedoch ist jeder Mensch individuell. Was bei dem einem klappt und gut ist, kann beim nächsten schon wieder nicht funktionieren. Es macht meiner Meinung nach keinen Sinn, andere auf missionarische Art und Weise von irgendwas überzeugen zu wollen oder irgendwelche Listen von verbotenen Lebensmitteln aufzustellen. Ich denke es ist am besten einfach auf den eigenen Körper zu hören. Zu Essen wenn man Hunger hat und dann das, was man eben gut verträgt. Alles in Maßen, so wie der eigene Körper die Bedürfnisse vorgibt. Und wenn man mal einen Tag über die Stränge geschlagen hat, ist es halt so... dann reist man sich halt am nächsten bisschen zusammen. Ich schmeiß mein Handy ja auch nicht gegen die Wand nur weil es einmal auf den Boden gefallen ist.
Außerdem sollte man nicht vergessen, dass Essen und Trinken auch zur Lebensqualität beiträgt. Ich gönne mir gerne mal ein hochkalorisches Ben and Jerry’s Eis (mit all seinen bösen Transfetten) oder trinke mit meinen Mädels mal einen übern Durst. Dafür nehme ich halt dann in Kauf, dass ich nicht das ganze Jahr über in Topform bin. Ist halt immer die Frage, was man für ein Ziel verfolgt und inwieweit man bereit ist, sich dafür zu kasteien. Das variiert natürlich auch wieder von Mensch zu Mensch. Genauso, wie die Vorstellung über den persönlichen Traumköper. Mal davon abgesehen, gibt es nicht noch viel wichtigere Dinge im Leben? Statt mit all seiner Energie irgendwelchen Schönheitsidealen oder einem bestimmen Körperfettanteil nachzueifern, schadet es sicher auch niemanden einfach mal an der eigenen Persönlichkeit zuarbeiten. Kalorien und Aussehen sind sicher nicht alles was im Leben zählt. In diesem Sinne YOLO!
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