28.11.18
Ich bin verfallen, zerfallen, auseinandergefallen und zerbrochen. Abgesplittert am kalten Grund. Wie war ich vorher? Gab es jemals ein vorher? Ein bevor-ich-ihn-sah? Sicherlich. Dennoch hätte ich meinem Schicksal von dem Moment an, an welchem ich ihn das erste Mal sah, nicht mehr entgehen können. Nachts starre ich die Wand an, bis ich die Tränen nicht mehr unterdrücken kann. Flashbacks rasen vor meinen Augen in einem atemberaubenden Tempo hin und her. Ich könnte sie bremsen, mich genau an die Situationen erinnern und die Momente erneut erleben. Doch ich bringe es nicht mehr über mich. Sowohl mein Magen, als auch meine Brust schnüren sich zusammen, als würden sie ein scheußliches Liebesspiel in mir austragen. Wahrscheinlich tun sie genau das. Ich bin müde, mir ist kalt und meine Nerven haben mich bereits vor Monaten verlassen. Schwach, wie ich bin, meistere ich dennoch jeden beschissenen Tag, finde jedoch keinen Frieden mit mir und der Welt. Alles ist falsch, alles ist kaputt. Ich fühle mich einsam, trostlos, verlassen. Und das bin ich: verlassen. Ausgerechnet von der Person, von der ich am meisten hoffte, sie würde eine Konstante in meinem Leben werden und bleiben können. Einer Person, die mir seit Ewigkeiten immer und immer und immer wieder vermittelt, dass sie mich liebt. Eine Person, die sagte, sie sei jederzeit für mich da. Eine Person, die eines Tages mein bester Freund war. Die erste Person, die ich je geliebt habe. Noch nie hat mich jemand so oft zur Verzweiflung getrieben, mir Hoffnung gegeben und mich daraufhin erneut fallen lassen. Ich bin naiv. Ich lasse mich bewusst zerstören, um meine Grenzen auszutesten, um zu testen, wann meine Zuneigung zu ihm meinem eigenen Glück unterliegt. Vermutlich nie. Ich weine und stoppe, beginne erneut, unterdrückte es dann wieder. Ich kratze meinen Arm auf. Zum schneiden kann ich mich nicht mehr überwinden, nachdem meine Mutter vor mir in Tränen ausgebrochen ist. Er liebt mich, er liebt mich nicht. Er liebt mich, er will mich nicht.













